Was wir diese Woche nicht bei uns in den Medien lesen werden

Polizei schießt auf 16-Jährigen Bauernsohn Jouke Hospes – Nun spricht das Opfer!

Heute brechen wir für ein Thema, das einem unserer Autoren sehr am Herzen liegt, mal aus dem Konzept des Häppchenjournalismus aus, Freunde:

Stell Dir vor, es protestieren Tausende von Bauern im Nachbarland um das „ganze Land lahmzulegen“, und der deutsche Blätterwald schweigt munter vor sich hin.

Seit nun mehr als einer Woche protestieren die Bauern in den benachbarten Niederlanden, relativ unbemerkt von deutschen Medien, gegen die Pläne ihrer Regierung, den nationalen Stickstoffausstoß bis zum Jahr 2030 um rund 50 Prozent zu reduzieren. Diese ökologischen Pläne der EU werden nach Einschätzung der Regierung wohl zum Aus für rund jeden dritten viehhaltenden Betrieb führen.

Als ob das nicht schon Ärgernis genug ist, höhnisch stellt die Regierung den Bauern frei, enweder sie geben Ihren Betrieb freiwillig auf und werden dafür entschädigt, sofern sie sich dann auch verpflichten nie wieder einen landwirtschaftlichen Betrieb zu betreiben oder aber sie werden schlicht und einfach durch den Staat enteignet. Und die niederländischen Medien? DIe kritisieren lediglich die Umweltberschmutzung durch die Bauern, was wiederum einer Art von Zustimmung der Enteignung gleichkommt.

Bauernpoteste

Die Landwirte lassen sich das allerding nicht bieten und zetteln den größten Bauernaufstand an, den die Niederlande bis dato erlebt hat. Etwa 30 000 Bauern sollen an den Protesten teilnehmen, unterstützt durch viele Bürger und durch Fischer, die sich solidarisch zeigen und etliche Häfen blockieren. Die Landwirte hatten ja bereits damit gedroht, das „ganze Land lahmzulegen“ – und ganz im Gegensatz zum bundesdeutschen Sofa-Revoluzzern – ist es nicht bei einer leeren Drohung geblieben. Mehrere Dutzend Lagerzentren wurden blockiert und in einigen Supermärkten werden bereits die Lebensmittel knapp.

Schöner Einkaufen im leeren #Supermarkt in #Holland.

Aber wer braucht schon Gemüse, wenn man auch #Insekten essen kann, wie #WEF Klaus das will?

"Eat ze bugs!"#Bauernprotest #Niederlande #boerenprotest #boereninopstand pic.twitter.com/en7v6ctJVR

— Dr. David Lütke (@DrLuetke) July 6, 2022

Am vergangenen Montag haben sich wütende Bauern bereits vor Politiker Wöhnhäusern versammelt, am Dienstag gab es dann Dutzende Trecker in Richtung zum Parlament, Hier und da soll es wohl auch zu recht kreativen, wenngleich auch stinkenden Aktionen des Protestes gekommen sein.

https://twitter.com/risemelbourne/status/1542000820778340352

Die Polizei wiederum war naturgemäß nicht besonders erfreut über die kreativen Proteste und beschwerte sich prompt, dass die Situation östlich von Amsterdam bedrohlich und inakzeptabel gewesen sei und dass hier Grenzen überschritten wurden. Inwieweit die Polizei allerdings hier schlussendlich noch Grenzen überschreiten wird, lässt einen schier am gesunden Menschenverstand zweifeln.

Mit maskierten Einsatzkräften versucht die Polizei einzelne protestierende Bauen aus der Menge heraus zu verschleppen. Doch die Farmer halten zusammen

Und wer nun meint, das sei schon der Gipfel der Eskalation – der Deeskalation natürlich – der irrt. Denn ähnlich der heimischen staatsgewaltigen Truppe, gibt es auch im Nachbarland immer noch einen Uniformträger, der die Messlatte der Eskalation noch etwas höher legt.

Und nein, das Ende der Eskalationsspirale ist hier noch lange nicht erreicht. Ganz in Wildwestmanier ziehen die holländischen Freunde & Helfer mit gezückter Waffe durch die Demonstrationen, wohl um die Protestierenden einzuschüchtern.

Und wer nun meint, das sei bereits das Ende der Gewaltspirale seitens der „Gesetzeshüter“, nein, das geht sicherlich noch besser, wie die folgenden Videos belegen können.

Ich bin mir nicht ganz sicher, welche Situation das rechtfertigt, einen PKW Fahrer in dieser Situation per gezückter Dientswaffe zum Halten zu bewegen, aber Hauptsache der niederländische Straßen-Cowboy weiß, was er da per gesetzlichem Auftrag so tut.

Die absolute Eskalation durch die staatlich legitimierten Truppen erfolgte allerdings bei einem Vorfall am Diestag Abend, als Treckerfahrer an einer durch die Staatsgewalt initiierten Straßensperre keine Lust mehr auf weitere Repressalien hatten und diesen Zwangsstopp schlicht umfahren wollten.

Während der erste Landwirt noch relativ unbeschadet der Szenarie entkommen konnte, hatte der 16-Jährige Jouke weniger Glück und sollte per Warnschüssen gestoppt werden. Wie dem Video sehr gut zu entnehmen wurden die beiden Schüsse, die in den Video auch gut zu hören sind, wohl eher nicht als Warnung abgefeuert, oder wie lässt es ich erklären, dass einer der „Warnschüsse“ im Holm der Fahrerkabine eigeschlagen ist? Ohne Holm wäre dieser Warnschuß wohl ein direkterTreffer gewesen, aber hey, was soll’s. ist ja „nur ein Protestler“, oder wie?

Und um die Unfähigkeit des Pistoleros, der wild in der Gegend umherballert, nun unter den Teppich kehren zu können, dreht die Staatsmacht vollends hohl und behauptet nun, der Jugendliche hat versucht die Polizisten umzufahren und bereitet eine Klage wegen versuchtem Totschlag gegen den 16 jährigen Jungbauern vor. In welcher Welt das allerdings so gewesen sein soll, das lässt sich aus dem besagten Video leider nicht wirklich erkennen.

Dank der spontan angesetzten Proteste vor der zuständigen Dienststelle, in der der beschuldigte Jugendliche fast einen Tag festgesetzt wurde, durfte dieser vorläufig zumindest die Wache verlassen. Dieser Fall sollte auf jeden Fall weiter beobachtet werden.

Ob und inwieweit die Proteste auch in unserem Breitengrad ankommen werden, das bleibt allerdings abzuwarten, da auch bei uns ein Großteil der wohlstandsverwahrlosten Sofakrieger die bisherigen Bauernproteste – die es in vergangener Zeit sehr wohl auch hierzulande gab – eher als lästig empfunden wurden.

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Jetzt spricht das Opfer

Das Opfer, der 16-jährige Bauernsohn, hat sich in den sozialen Netzwerken zur Wort gemeldet, hier sein komplettes Statement:

Hallo, hallo! Ich bin Jouke Hospes (da viele mich schon kennen),

ich möchte mich bei allen für die ganzen Nachrichten und die Unterstützung und auch für die Aktionen in und um Friesland bedanken! Leider habe ich nichts davon in der Zelle mitbekommen, nichts gehört oder gesehen … Als ich um 21:15/:21:30 entlassen wurde, durfte ich sehen, was in den Niederlanden nach dem Vorfall passiert ist … echt unverständlich, ich kann mir immer noch nicht erklären, warum die Polizei geschossen hat, die Bilder zeigen auch sehr gut, dass ich nichts falsch mache. Ich habe Glück, dass ich überlebt habe. Ich selbst war auch sehr erschrocken. Ich wurde wegen versuchten Totschlags festgenommen. Ich bin heute Nacht immer noch ein Verdächtiger in meinem eigenen Bett! Wir werden weiter kämpfen, alle zusammen, einer für alle!

Wir waren alle in einem DC in Heerenveen im Gewerbegebiet. Dann hatte der ME gemeldet, dass sie räumen würden. Dann beschlossen wir, allein zu gehen, dann fuhren wir alle durch Heerenveen. Wir haben bei Thialf geparkt, es war ein schöner Ort, um etwas zu trinken und zu essen, dann sagten wir, wir müssen noch eine Runde durch Heerenveen fahren, uns hören lassen und dann nach Hause gehen. Also lasse ich die Prozession durch Heerenveen hinter mir. Dann fuhr das erste Fahrzeug die Rampe bei Oranjewoud hinauf, in Richtung MAC Heerenveen. Wir haben die erste Ausfahrt genommen, dahinter standen Polizeiautos. Dann fuhr ein großer Teil drumherum, vor mir waren noch ein paar, hinter mir war fast alles weg, also dachte ich, ich sollte auch mal drumherum fahren.

Also überquere ich ruhig den Bürgersteig, ich fahre ganz ruhig, ich schaue, ob sich Verkehr nähert und ob ich die Straße überqueren kann. Während ich fahre, schaue ich auf die andere Straße, wo ich wieder auffahren muss. Ich fuhr noch langsam, plötzlich PANG in meinem rechten Ohr. Ich bekomme ein lautes Piepsen ins Ohr… Ich denke, schnell weg, gerate in Panik, vielleicht kommt ein zweiter Schuss. Ich blieb unverletzt, also dachte ich, ein Gummigeschoss, es wäre wohl abgeprallt. Aber in Oudehaske hielten wir eine Weile an und machten eine Runde um den Traktor herum. Dort sah ich ein Loch im Eisen! Dann ging mir alles Mögliche durch den Kopf. Wäre ich etwas schneller oder etwas langsamer gefahren, wäre es das Ende der Geschichte für mich gewesen. Davon hätte ich niemandem mehr erzählen können.

Und dann, ein paar 100 Meter von Oudehaske entfernt, war die Polizei schon da. Sie beschuldigten mich des versuchten Totschlags, fesselten mich mit Handschellen und brachten mich zur Polizeiwache. Dann habe ich eine Zeit lang nichts mehr mitbekommen, da geht so ein Adrenalin durch dich durch, dann weißt du nicht mehr, was mit dir passiert ist. Es war ein Schock nach dem Schock, aber ich bin froh. Heute 6-7-2022 wurde ich um 21:15 Uhr entlassen.

Quelle | Report24

Nachtrag, 7. Juli 2022: Wenigstens BILD ist bei diesem Thema – nach sieben Tagen – endlich aufgewacht:

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5 Bemerkungen
  1. Dieser Polizist gehört direkt in denn Knast, für mehr als 10 Jahre, ohne Chance auf berufung, wenn nötig Zwangsverwahrung anordnen.
    Versuchter Totschlag, eher versuchter Mord.
    Angriff auf einen Minderjährigen mit einer Schusswaffe.
    Jegliche Regeln der Ausbildung, Regelwerk verstossen.( Keine Warnschüsse, sondern direkt denn tödlichen Schuss gesucht)
    Schwere Eingriff in denn Strassenverkehr
    Sachbeschädigung
    Falschaussage als Polizist.
    Das solche Typen überhaupt bei der Polizei einen Job bekommt ist ein Skandal und zeigt wohin die Reise hingeht.

  2. Bin mal gespannt wie das weitergeht. Angesichts das die Videos klar zeigen, das hier keinerlei Gefahr für den Polizisten bestand, müsste diese nun inhaftiert, oder zumindest vom dienst suspendiert und vor Gericht gestellt werden. Passieren wird da wahrscheinlich gar nichts, bis der erste Bauer durch eine Polizeikugel sterben wird. Ich denke die EU wird dafür sorge tragen das die Bauernhöfe die am ende schließen müssen irgendwann an Syngenta, DuPont, Bayer und Co gehen werden, vielleicht ist auch schon ein teil Landes für unseren Leadership Billy Gates reserviert. Jedenfalls wird es immer klarer, der Mittelstand wird vernichtet, Branche für Branche bis einige wenige Großkonzerne alles in der Hand halten.

  3. Man tut so als ginge es um Stickstoff und Gülle aber der wahre Grund worum es in Wirklichkeit geht wird nicht genannt, das gaze Umweltfreundlichkeits Prinzip sind nur vorgeschobene Gründe, kein normales Land auf dieser Erde käme auf die Idee seinen eigenen finanziell Gesunden Sektor an zu greifen. Was in Wirklichkeit dahinter steckt; die Niederländische Regierung führt eine EU Agenda aus, man arbeitet langsam Schritt für Schritt an einen zukünftigen EU Superstaat, den Vereinigten Staaten von Europa. Der Niederländische Staat will nichts anderes als den Landwirten ihr Land abnehmen damit Bauland zur Verfügung kommt, denn es werden noch Millionen Menschen aus Afrika und den mittleren Osten nach Europa gelockt, der Ernährungssektor, die Landwirtschaft, soll dann nach Ost Europa umgesiedelt werden.

  4. Es geht ja um die Gülle.Nun,das ist Dünger.Und was fehlt uns wegen dem Ukraine Krieg bald?DÜNGER!
    Ausserdem wurde vor paar Jahren berichtet das deutsche Bauern ihre Gülle nach NL liefern,natürlich gegen Bezahlung weil es in D. die Grenzwerte auch überschritten werden(allerdings nur weil man nicht den Durschnitt nahm wie überall sonst sondern nur die höchstbelasteten Proben nahm)..Was haben die damit gemacht?
    Warum verbietet NL nicht einfach die Einfuhr?

  5. RE: Bauern-Proteste in Holland gegen Existenzvernichtung — Es ist dies (von EU-Timmermanns und Co., GRÜNEN) die Politik der im wohlhabenden West-Europa herrschenden lebens-fremden, leistungs-fernen Politiker-Kaste. Diese aber wird von der ebenso gepolten + von den Leistungen anderer wohlig lebenden Mehrheitsbevölkerung (nur noch 1/4 erwirtschaften den Surplus, an dem sich die Politkaste und ihre Wähler mästen!) satt-fetter Dekadenz-Schichten (die sich seit den 50ern stetig vermehrt haben) vorwiegend urbaner Milieus seit und für ewig (siehe 16 Jahre Merkel) an die Macht gewählt. – Mit ihren öko-hysterischen lebens-fernen Ansichten, Einstellungen (als ob es den ewigen Wohlstand gebe als Gesetz, Garantie) haben diese Kreise schon seit langem diese rigiden (oft real natur-feindlichen und ganz klar wirtschafts-schädlichen) Maßnahmen verordnet und fahren wie wahnwitzig so die eigene Wirtschaft -die Grundlage des Lebensunterhaltes- an die Wand; in Deutschland mit der monströsen Energiewende, die an das Desaster von Maos Großem Sprung erinnert. Endet es in der erneuten Katastrophe??!

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