Was zur Hölle stimmt mit dem Portal „Junge Freiheit“ nicht?!

„Freundliches Feuer“ gegen Augsburgs AfD-Chef Andreas Jurca

Wenn ein Politiker Opfer eines Anschlags wird, versucht die politische Gegenseite erst einmal Zweifel zu säen. Die uralte Geschichte à la „ist Rosa Luxemburg tatsächlich ermordet worden oder einfach nur besoffen in den Berliner Landwehrkanal gefallen?“ Das ist also nichts Ungewöhnliches. Ungewöhnlich ist dagegen, dass ausgerechnet die konservative „Junge Freiheit“ versucht, im Fall des konservativen Lokalpolitikers Andreas Jurcar Zweifel an seiner Version der Tat zu säen.

Dienstagvormittag veröffentlichte die „Junge Freiheit“ einen Artikel, der da hieß: „Die Merkwürdigkeiten im Fall Andreas Jurca“. Im Einstiegstext heißt es:

Der Augsburger AfD-Chef Andreas Jurca ist Opfer einer brutalen Attacke geworden. Doch von wem und warum? Stimmt seine Version von dem Angriff und den Migranten als Schlägern? Es gibt offene Fragen. Eine kritische Analyse.

Kritische Analyse? Ernsthaft? Die „kritische Analyse“ besteht aus bloßem Hörensagen und geschmacklosen Gerüchten; hat mit Journalismus wenig bis überhaupt nichts zu tun.

Diese Art der Verdachtsberichterstattung sind wir natürlich gewohnt, von der Taz, vom Spiegel, aber doch bitte nicht von einem Blatt aus unserer Ecke! Was soll denn dieses völlig überflüssige „Friendly Fire“, hä?!

Aber es kommt noch mieser: Unter der hochgestochenen Dachzeile „JF-Exklusiv“ legte die „Junge Freiheit“ Dienstagnachmittag nochmal nach, titelte: „Angegriffener AfD-Stadtrat Jurca zieht sich aus Öffentlichkeit zurück“. Hier lautete der Einstiegstext:

Der Angriff auf den Augsburger AfD-Politiker Andreas Jurca beschäftigt Deutschland. Gegenüber der JUNGEN FREIHEIT kündigt der Politiker nun an, sich vorerst aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. „Ich will, daß die Sache jetzt runterkocht“. Auch zu offenen Fragen äußert er sich.

Was denkt der Leser wohl, wenn er liest: „Angegriffener AfD-Stadtrat Jurca zieht sich aus Öffentlichkeit zurück“, hm? Natürlich in etwa so etwas: „Naja, wenn der sich nach den Vorwürfen der JF aus der Öffentlichkeit zurückziehen will, na, dann MUSS er ja Dreck am Stecken haben!“

Der eigentliche Skandal

Das Problem ist nur, und damit kommen wir zum eigentlichen Skandal: Dass sich Andreas Jurca aus der Öffentlichkeit zurückziehen wird, ist frei erfunden! Das behauptet er zumindest auf seinem Twitter.-Profil:

Ich wollte mit meiner letzten schriftlichen Stellungnahme an ein Blatt, das ich früher mal geschätzt habe, einige der sehr „kritischen“ Fragen aufklären. Zum Beispiel:

Warum wurde Jurca nur von vorne angegriffen?

Antwort: Weil, wenn man ohnmächtig auf dem Rücken liegt, es die Täter schwer haben, aus der Richtung des Asphalts zu schlagen.

Warum war Jurca am Rumpf unverletzt?

Antwort: Beim nächsten Mal bitte ich darum, mir auch die
Rippen einzutreten und nicht nur den Kopf und mein Bein zu Brei zu schlagen.

Leider wurden diese (und einige andere auch) Antworten nicht publiziert. Ich möchte
nicht gehässig sein, aber wenn das das Niveau der Kritik an mir ist …

Das eigentlich Schlimme ist, dass mein abschließendes Statement nicht klar wiedergegeben
wurde: Ich wollte keineswegs vom Wahlkampf pausieren, sondern alle weiteren Presseanfragen zu dieser konkreten Sache (Angriff auf mich) ablehnen, genesen und mich wieder voll in die praktische und politisch-inhaltliche Arbeit stürzen.

Lasst euch also nicht verwirren: Wahlkampf jetzt erst Recht!

Andreas Jurca | Twitter | 15. August 2023

Es kam, wie es kommen musste

Leider, in diesem Fall, lesen auch die Massenmedien die „Junge Freiheit“, speziell die AfD-Hasser bei BILD, die nun ebenfalls titelten: „Vier offene Fragen zum Vorfall in Augsburg“.

Die Fragen werden nicht im Ansatz beantwortet, der eingeschaltete Rechtsmediziner Prof. Dr. Klaus Püschel windet sich: „Ich kann das alles aber nicht fundiert beurteilen, kenne die Ermittlungsergebnisse nicht.“

Die Sache ist: Außer Andreas Jurca und dem oder den Tätern weiß im Moment niemand zu 100 Prozent, wie die Tat ablief – selbst Jurca nicht, der ja, nach seiner Aussage, bewusstlos geschlagen wurde –, da sollte sich die „Junge Freiheit“ fragen, warum sie die Ermittlungen der Polizei nicht erst einmal abgewartet hat, bevor sie völlig unkontrolliert gegen einen der ihren losschoss.

Lest dazu auch gern den Artikel meines Kollegen Alexander Wallasch


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