Offener Brief

Liebe Juden und liebe Homosexuelle, was muss eigentlich noch passieren, hm?

Als ich eben einen Artikel über einen Mann las, der von einem syrischen Jugendlichen blind geprügelt wurde, nur, weil er Jude ist, hat mich ausnahmsweise mal wieder die Wut gepackt. Normalweise berührt mich all das, nach zehn Jahren Berichterstattung, nicht mehr sonderlich.

Und dann Oslo. Warum hört man in der deutsche Presse und den sozialen Netzwerken kaum noch was über den Anschlag, bei dem zwei Homosexuelle ermordet wurden? Weil's der „falsche“ Täter war, schon klar.

Wie auch immer, auch wenn’s nichts bringen wird, haben mich obige Fälle dazu animiert, einen offenen Brief zu schreiben.

Hamburg

Seine schwarze Augenklappe schockt.

Sie wird ihn für immer begleiten. Doch Michael T. (61, Name geändert) trägt sie mit Trotz und Entschlossenheit. Genau wie sonst seine schwarze Kippa.

Sein Kampf gegen den Judenhass in unserer Stadt geht weiter! Freitag kam Michael T. ins Strafjustizgebäude: Er war Zeuge und Nebenkläger im Prozess gegen den mutmaßlichen Schläger Aram A. (17) und dessen Bruder (15).

Die beiden Berliner mit syrischen Wurzeln sollen T. im September bei einer jüdischen Mahnwache in der Mönckebergstraße angegriffen haben, wobei nur der Ältere zugeschlagen haben soll: Jochbein, Nasenbein und Brille zertrümmert. Ein Glassplitter verletzte T. im rechten Auge so schwer, dass er seitdem blind ist.


BILD | 26. Juni

Der Täter

Das Opfer

Oslo

Der norwegische Inlandsnachrichtendienst PST stuft den Terroranschlag auf eine queere Bar in Oslo als islamistisch motiviert ein. Der 42-jährige in Iran geborene Zaniar M. sei seit 2015 im Visier der Sicherheitsbehörden gewesen und immer wieder durch Gewalt und Drohungen aufgefallen, sagte PST-Chef Roger Berg auf einer Pressekonferenz.

Man sei bereits in der Vergangenheit besorgt gewesen, der norwegische Staatsbürger habe sich radikalisiert und einem islamistischen Netzwerk angeschlossen, sagte Berg. Der PST habe im Mai dieses Jahres noch ergebnislos mit M. gesprochen.

Dem Angreifer sei es darum gegangen, in der Bevölkerung Schrecken zu verbreiten, hatte zuvor bereits Polizeiermittler Christian Hatlo gesagt. Der Tatverdächtige soll jedoch auch psychische Probleme in der Vergangenheit gehabt haben. Sein geistiger Zustand werde untersucht.


Der Spiegel | 25. Juni 2022

Wenn rechtsextreme Terroristen morden, reagieren Grüne vorbildlich: klar, schnell, konsequent.

Wenn der Täter hingegen Islamist ist, reagieren viele Grüne mit Verharmlosung bis hin zur Leugnung.

Eine EU-Abgeordnete fabuliert von der „extremen Rechten“. Familienministerin Paus lässt die Ideologie des Täters unerwähnt. Partei-Chefin Lang braucht über 24 Stunden und eine BILD-Anfrage, um einzugestehen, dass der Mörder Islamist war – und kein Teil der „globalen Rechten“.

Schlimmer noch: Lang stellte den Terroranschlag von Oslo in eine Reihe mit dem antifeministischen Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA, sprach von einem „Rückschlag gegen Frauenrechte und LGBTIQ“.

BILD | 26. Juni 2022

Mein offener Brief

Liebe Juden und Homosexuelle,

und damit meine ich alle Juden und alle Homosexuellen, die in Deutschland leben: Was muss eigentlich noch passieren, bevor Ihr kollektiv begreift, wer Euch nach dem Leben trachtet, hm?

Schaut mal nach Frankreich, da wandern die Juden in Scharen aus, weil sie sich in Israel (!) sicherer fühlen, als in Paris oder Marseille.

Oder Ihr Homosexuellen: Wo seid Ihr? Warum hört man von Euch nichts? Nach Oslo? Ich sag’s Euch: Weil der mutmaßliche Mörder kein „Rechter“ war, sondern ein Moslem.

So wird das alles nix mehr werden, Leute, wirklich nicht. Wer das Problem nicht benennt, wird es auch nicht lösen können, so einfach ist das.

Und am Ende wird es dann wieder einmal heißen: „Aber davon konnten wir doch nichts wissen!“

Doch, könnt Ihr, ich erzähle es Euch ja gerade. Und das nicht zum ersten Mal.

Screenshot BILD | Fotos: Privat

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1 Bemerkung
  1. Ein Problem läßt sich nie mit der gleichen Einstellung lösen, mit der man es erschaffen hat….

    Einsicht einer Hundertjährigen Schauspielerin und Schriftstellerin

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Publizisten wie mir wird ja gern vorgeworfen, immer nur über Übeltäter zu berichten, die nicht Müller, Meier oder Schmidt heißen. Den Vorwurf nehme ich gern an. Warum sollte ich auch? Ich bin ja kein Polizeireporter. (Das sind die Jungs, die ausschließlich über Kriminalfälle berichten.) Es ist nun mal so, dass jedes Volk – das eine mehr, das andere weniger – eine gewisse Anzahl von Unmenschen hat, die Taten begehen, die so schrecklich sind, dass sie für Leute wie uns unbegreiflich sind. Und weil das so ist, halte ich es eben für keine gute Idee Monster dieser Art auch noch zu importieren. Womit wir bei meinem Kernthema sind: Auf die Gefahren der Masseneinwanderung aus fremden Kulturen hinzuweisen. Doch heute mache ich wieder einmal eine Ausnahme. Wie immer, wenn mich ein Fall besonders berührt.
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