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Die Geschichte des Mädchens Noelle (†15) | Teil 1
Die Geschichte des Mädchens Noelle (†15) | Teil 2
Die Geschichte des Mädchens Noelle (†15) | Teil 3
Die Geschichte des Mädchens Noelle (†15) | Teil 4
Die Geschichte des Mädchens Noelle (†15) | Teil 5
Die Geschichte des Mädchens Noelle (†15) | Teil 6

Noelles Mutter und Noelles Schwester lassen keinen Verhandlungstag aus. Ich überlege gerade, ob ich das an ihrer Stelle auch getan hätte … ich glaube nicht. Der Hass, den ich für den Mörder empfinde würde, ergäbe unschöne Szenen, da bin ich sicher. Im Fall Bekin H. insbesondere, da er die Verantwortung für den Mord nicht übernehmen will. Er .., nein, nicht er, er schweigt ja, lässt seine Anwälte die Drecksarbeit für sich erledigen.

Ach, und nur mal nebenbei: Anwälte? Gleich mehrere also. Wozu? Und: Wer bezahlt die?! Hätte e i n Pflichtverteidiger nicht gereicht? Da darf man gar nicht drüber nachdenken.

Bekim H. lässt Noelles Tod als einen Unfall beschreiben, „spricht“ von „einvernehmlichem Sex“, von „gegenseitigem Streicheln und Küssen“. Und das Würgen, das zu ihrem Tod führte? Das habe Noelle gefallen, es sei schließlich nur Teil des Liebesspiels gewesen. Wir erinnern uns: Der Gerichtsmediziner sprach von einem sechs- bis achtminütigen Todeskampf, den Noelle durchmachen musste.

Das sind so Momente, die selbst Noelles tapfere Kleinfamilie nicht erträgt. Immer wieder verlassen Mutter und Schwester den Gerichtssaal.

Anwälte ohne Scham

Die Anwälte versuchen alles, um eine Verurteilung wegen Mordes abzuwenden. Das ist ihre Aufgabe, schon klar, dennoch frage ich mich, wie es solche Menschen schaffen, morgens in den Spiegel zu schauen. So fabulieren sie darüber, ein epileptischer Anfall könnte die Todesursache gewesen sein. Nur ein weiteres Märchen, das der Rechtsmediziner Professor Michael Tsokos ausschließt.

Die Anklage ist sich sicher, dass Bekim H. mit dem sich wehrenden Mädchen „gewaltsam den Beischlaf vollziehen“ wollte. Als das nicht gelang, erwürgte er Noelle aus Angst für den Vergewaltigungsversuch bestraft zu werden. „Mord aus Verdeckungsabsicht“ heißt so eine Tat im Juristendeutsch.

Bekim H. letzte Rettung ist nun Dagny Luther. Die psychiatrische Sachverständige hatte ihm, wie bereits erwähnt, in ihrem vorläufigen Gutachten eine Schuldunfähigkeit bescheinigt.

Die Wende

Wir wissen nicht, was Frau Doktor Luther dazu brachte ihre Meinung zu ändern. Vielleicht wars der öffentliche Druck, da der Fall viel Aufmerksamkeit in den Medien bekam. Vielleicht hat sie sich vor ihrem ersten Gutachten aber auch „nur“ von Bekim H. täuschen lassen. Inzwischen ist sie überzeugt, der „harmlose, fast zerbrechliche Eindruck, den der Angeklagte macht“ (Berliner Zeitung) entspricht nicht die Realität. Bekim H. soll es verstanden haben, in eine Opferrolle zu schlüpfen und inszenierte sich als von der Mutter missbrauchtes Kind. Frau Doktor Luther sagt, der Angeklagte verfüge trotz eines Intelligenzquotienten im unteren Bereich über die Begabung zu manipulieren, zu täuschen und zu tricksen.

Wir auch immer es geschah: Nach zwei Monaten Prozess widerrief Dagny Luther ihr vorläufigen Gutachten. Plötzlich und überraschend für alle Prozessbeobachter bescheinigte sie Bekim H. voll schuldfähig zu sein! Zwar sei sie weiterhin überzeugt davon, der 42-jährige Angeklagte würde an einer hirnorganischen Störung leiden, doch diese habe nicht zur Tat geführt.

Auch das Märchen von den 4,0 Promille schloss sie aus. Bekim H. hatte behauptet vor dem Mord zwölf bis 15 Bier getrunken und Drogen genommen zu haben.
Dagegen spreche vor allem der Versuch, Spuren zu beseitigen, so Luther. Bekim H. wusste ganz genau, dass er etwas Schlimmes getan hat.

Zusammenfassend sagte Dagny Luther: „Bekim H. habe sich immer ausreichend kontrollieren können.“Seine Zukunftsprognose bezeichnet sie als „ausgesprochen ungünstig“. Auf Deutsch: Lieber wegschließen, könnte wieder morden.

Gedenken an Noelle

Auf dem dunklen Asphalt des breiten Uferwegs an der Rummelsburger Bucht, den sich Fußgänger, Jogger und Radfahrer teilen, steht in großen Buchstaben das Wort „Gedenkort“. Die weiße Farbe ist verblasst.

An einem zwei Meter hohen Metallzaun, der eine Brache von dem Uferweg trennt, hängen aus Papier gefaltete Kraniche. Die Symbole des Glücks und des Friedens sind in verschiedenen Farben vorhanden. Jemand hat einen Topf mit roten und blauen Stiefmütterchen neben einem kurzen Brief platziert.

„Liebe Noelle, Dir wurde hier in der Nacht gewaltsam das Leben genommen. Du warst erst 15 Jahre alt, so viel lag vor Dir. Du wirst nie vergessen sein“, ist darauf zu lesen.

Gleich daneben sind weitere Briefe befestigt, in denen Freundinnen und Klassenkameraden von Noelle ihre Gedanken niedergeschrieben haben. Ab und an bleiben Passanten stehen, um sich die traurigen Botschaften anzuschauen.

In der Rummelsburger Bucht bewegen sich die Kraniche mit jedem Windzug. Und auch im Kriminalgericht liegen an den Verhandlungstagen die Papiervögel manchmal auf den Steinbalustraden. Sie erinnern an Noelle. Kurz vor ihrem Tod soll die Schülerin damit begonnen haben, solche Kraniche zu falten. Sie stehen auch für ein langes Leben. Das blieb Noelle verwehrt.

Berliner Zeitung | 29. März 2021

Lebenslang für den Mädchenmörder

Am 29. März 2021 fällte Matthias Schertz nach 13 Verhandlungstagen das einzige Urteil, das ein anständiger Richter in so einem Fall sprechen kann: Lebenslang.

Richter Schertz bescheinigte dem Angeklagten eine „ausgeprägten Dissozialität“, die sich in wiederholten Straftaten widerspiegelte. Das bedeutet, Bekim H. ist nicht willens oder nicht in der Lage sich ein vorhandenes soziales Norm- und Wertesystem einzuordnen.

Die Entlassung aus dem Maßregelvollzug auf Bewährung sei „ein grober Fehler“ gewesen, so Scherzt.

Die Verteidigungsstrategie des Angeklagten hält das Gericht für „unglaubhaft“. Auch, weil Bekim H. nach der Tat seiner Lebensgefährtin gegenüber nicht von einem Unfall sprach. Wortwörtlich sagte er stattdessen: „Ich habe da jemand umgebracht.“

Die von Oberstaatsanwalt Ralph Knispel zusätzlich beantragte Schwere der Schuld, die eine automatische Sicherungsverwahrung nach Verbüßung seiner „lebenslangen“ Strafe nach sich gezogen hätte, wollte das Gericht nicht sehen. Weil es nicht nicht mehrere Mordmerkmale gegeben und Bekim H. selbst gestellt hätte.

In seinem letzten Wort wandte sich Bekim H. an die Mutter und die Schwester von Noelle:

Ich möchte mich entschuldigen… Ich wollte sie nicht umbringen.

Was von seiner Entschuldigung zu halten ist, zeigte Noelles Mörder eine Woche später: Er legte gegen das Urteil Revision ein.

Ende

Symbolfoto: Thylane Blondeau

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4 Bemerkungen

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  • Es ist ganz einfach: Das Ethik-System des Mohammed ist 100% inkompatibel mit dem des Jesus von Nazareth.

    Satan versus Gott!

    Hier geht es NICHT um Religion, sondern allein um die ethischen Regeln.

    Wer solche Leute ins Land holt, hat durch diese Blut an den Händen.

    • Doch, hier geht es um Religion.

      Ohne das Christentum ist die westliche Welt verloren. Das sagt kein geringerer als Dennis Prager, selbst bekennender Jude.
      Die ethischen Regeln, also die Moral, kommt von den Zehn Geboten, welche konträr zum Islam stehen.

      Nicht umsonst hat Roosvelt im Zweiten Weltkrieg völlig selbstverständlich zur Rettung der jüdisch-christlichten Zivilisation aufgerufen, also unserer sogenannten westliche Welt.

      Wäre heute nicht mehr denkbar. Und das ist das Problem.
      Nur einer hat es seitdem gesagt: Trump in Polen.

  • Die Hauptschuldigen saßen nicht auf der Anklagebank. Nicht Merkel, die mal eben so alle Grenzen weit aufgerissen hat, nicht die Schlepper, die diese Monster beim Eindringen unterstützt haben, nicht die Medien, die nicht nur von Fachkräften, Flüchtlingen, Gold, Bereicherern und Multikulti posaunen, sondern auch die Vermischung hochjuchzen und nicht zuletzt, auch nicht die Mutter, die ein 15jähriges Kind zum Feiern und Saufen, ohne Schutz, oder Kontrolle, losziehen lässt. Dieses Kind hatte von Anfang an miserable Chancen, denn da war niemand, der sich ernsthaft um sie gesorgt hat.

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