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Die Geschichte des Mädchens Noelle (†15) | Teil I
Die Geschichte des Mädchens Noelle (†15) | Teil II
Die Geschichte des Mädchens Noelle (†15) | Teil III
Die Geschichte des Mädchens Noelle (†15) | Teil IV

Es gehört Mut dazu, dem Mörder seiner Tochter vor Gericht in die Augen zu blicken. Und es braucht eine gehörige Portion Selbstbeherrschung, um dabei nicht die Fassung zu verlieren. Nicht aufzuspringen, nicht zu schreien, dem Angeklagten nicht anzuspucken oder zu versuchen ihn zu schlagen.

Noelles Mama hatte diesen Mut und diese Selbstbeherrschung. Wir hätten beides nicht, so viel ist mal sicher. Wobei: Weiß man’s? Wenn über Fälle wie diese in den Medien berichtet wird, tauchen stets etliche Sofa-John Wicks in der Kommentarspalte auf, die Dinge schreiben wie: „Wenn das meine Tochter wäre, dann wüsste ich, was zu tun ist!!!“
Echt jetzt? Wie kommt es dann, dass der letzte Fall, indem der Mord an einem Kind per Selbstjustiz gerächt wurde, 40 Jahre her ist? Noch dazu von einer Frau …

Selbstjustiz im Gerichtssaal

Marianne Bachmeier, damals 30 Jahre alt, schmuggelte am 6. März 1981 eine Pistole des Typs Beretta 70, Kaliber .22lr, in den Gerichtssaal des Lübecker Landgerichts und schoss dem Mörder ihrer Tochter Anna sieben Mal in den Rücken. Klaus Grabowski, der Mörder, war sofort tot.

Im Grunde hätte es danach ähnliche Taten en masse geben müssen, schließlich kam Marianne Bachmeier gut aus der Nummer raus. Sie hatte sich gerächt, wurde weltberühmt, bekam Zustimmung aus der Bevölkerung, kassierte für ihre Geschichte von der Zeitschrift Stern 250 000 Mark und saß für einen Mord nur vier Jahre im Gefängnis.

Leider verstarb Marianne Bachmeier, die wir als eine deutsche Heldin bezeichnen würden, 1996 mit nur 46 Jahren an Krebs.

Doch lasst uns zurück zum Fall Noelle kommen.

Niemand bat Noelles Familie um Verzeihung

Noelles Mutter und Noelles Schwester treten als Nebenklägerinnen auf. Sie sind wohl auch beim Prozess, weil sie Antworten auf ihre Fragen bekommen wollen. Antworten, die sie nicht bekommen werden. Vor Gericht wird niemand sagen, es wäre seine Schuld gewesen, dass Bekim H. überhaupt noch frei herumlief. Kein Verantwortlicher wird sie um Verzeihung bitten.

Nach und nach kommt vor Gericht heraus, dass Bekim H. seit Jahrzehnten eine Gefahr für die Gesellschaft war. Er ist einer von diesen hoffnungslosen Fällen, die weggesperrt gehören. Für immer.

Wir erzählten es Euch ja bereits: Als Noelles Mörder nach 13 Jahren aus der Klapse kam, weil er eine 68-jährige Frau auf brutalste Art und Weise stundenlang vergewaltigt hatte, war er keineswegs geläutert. Nur ein Jahr vor der Tat hatte er seine Ex-Freundin vergewaltigt und bedrohte unschuldige Menschen mit einem Messer. Und das sind nur die Taten, die an die Öffentlichkeit kamen.
All das blieb folgenlos, was den Weg für den Mord an Noelle ebnete.

„Unerklärlich bei der Vorgeschichte dieses Mannes“, schrieb die Berliner Tageszeitung heuchlerisch. Dabei ist es nicht unerklärlich, es ist das Gegenteil von unerklärlich. Wir leben in einem Land in dem Täter- vor Opferschutz steht. Das geht schon damit los, dass überall nur von „Bekim H.“ die Rede ist. Wie kann es sein, dass es ein Gesetz gibt, das die Persönlichkeitsrechte eines Mörders schützt?

Wir leben in einem Land der Kuscheljustiz, wir leben in einem Land voller Psychiater und Sozialarbeiter, die dem Irrglauben unterliegen, es gäbe keine bösen Menschen und jeder hätte eine zweite und dritte und vierte und fünfte Chance verdient, weil sich ein jeder resozialisieren könnte.
Dem ist nicht so. Und so lange das nicht begriffen wird, werden wir weiterhin Opfer wie Noelle betrauern müssen, die noch leben könnten, wenn Deutschland strafrechtlich auf Zack wäre.

Bekim H. ist für unsere These ein guter Beleg. Nach der Vergewaltigung der ältere Dame ordnete das Gericht, wie bereits erwähnt, keine Gefängnisstrafe an, sondern die Unterbringung im Maßregelvollzug. Der soll die „fachgerechte Behandlung und sichere Unterbringung von Straftätern leisten“, die „aufgrund ihrer psychischen oder Suchterkrankung das Unrecht ihrer Straftat nicht einsehen können“.

Ja, Bekim H. wurde ein Intelligenzquotient im unteren Bereich bescheinigt. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass er nicht wissen konnte, wie viel Unrecht in seiner Tat steckte. Mit absoluter Sicherheit wusste er ganz genau, was er tat. Er hätte also bereits 2001 ins Gefängnis gehört.

Bekim H., na klar, schweigt vor Gericht

Bekim H. schweigt vor Gericht. Das ist sein gutes Recht, ist aber in so einem Fall den Angehörigen des Opfers gegenüber an Schäbigkeit kaum zu unterbieten.
Beinahe regungslos hört der Mädchenmörder die Aussagen der Polizisten, die er noch am Tattag zu der nackten Leiche von Noelle am Paul-und-Paula-Ufer führte.

Der Herr erschien mittags mit seinem Anwalt bei uns auf der Wache. Sommerlich gut gekleidet, Hut auf dem Kopf. Etwas Schlimmes könnte passiert sein, eine Person könnte verletzt sein. Wir fuhren mit ihm mit Blaulicht zur Rummelsburger Bucht. Er sollte zeigen, wo es passiert ist. Er führte uns den Weg entlang.

Dann wollte er eine Zigarette rauchen …

Nachdem wir das tote Mädchen gefunden hatten, äußerte er, es wäre am besten, wenn man ihn gleich erschießt. Auch beißende Hunde würden erschossen, er sei nicht besser. Er zitterte und weinte. Dann wollte er gerne eine rauchen.

Er sagte, er hätte seinen Rucksack gepackt und dabei. Den Personalausweis von dem Mädchen hatte er schon auf dem Revier übergeben.

Bekim H. hat sich freiwillig gestellt. Das ist redlich. Unredlich ist dagegen, wie er sich im weiteren Verlauf des Prozesses verhalten wird.

Ende Teil V

Die Geschichte des Mädchens Noelle (†15) | Teil VI

Symbolfoto: Thylane Blondeau

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7 Bemerkungen

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  • Immer wieder: Diese Fälle sind längst keine Einzelfälle mehr, sondern gibt es seit Jahrzehnten, nur eben mit jedem Jahr schlimmer und zahlreicher. Ich erinnere nur wieder an den Afrikaner, der 1992 2 deutsche Polizisten in Stuttgart auf einer Brücke erstach. Es ist aber nur eine Minderheit, die sich echt darüber erregt und Konsequenzen fordert, nämlich von der Politik erwartet, verlangt, daß solche Täter hart angefaßt, verurteilt, für immer weggesperrt werden und in Prävention gegen gefährliche Subjekte wie hier was zur Vermeidung ihrer Taten getan wird. (Alles kann man nicht ausschließen, auch in härtesten Diktaturen gab und gibt es, siehe aktuell die vielen Todesurteile in KP-China, immer wieder mal schlimmste Gewalttäter und pervers-mörderische Bestialtäter, natürlich längst nicht so viele und ohne jede Kuscheljustiz behandelt). Ein mental gesundes Volk (aber die Deutschen laut CDU-Kanzler Adenauer krank, laut info68 aber zu weiten Teilen so verkommen wie die von ihnen gewählten 5 Vernichtungsparteien CDU-CSU, SPD mit JUSOS, GRÜNE mit Pädos, MAUERMÖRDER-STASIS UND NACHFOLGER IN Die “Linke” = PDS-SED-DDR, Pseudo-Liberale IN DER FDP; DAZU DGB = DKP; GEW =PDS, EKD-epd, ARD-ZDF usw. ) hätte schon längst die vielen Mißstände im Land, wo rechts und links längst keine Rolle mehr spielen, sondern es um die allgemeinen Werte des Lebens geht, abgestellt durch Abwahl der Parteien und Politiker incl. Anklage und Haft wie 1945f., die das alles seit 1970 verschuldet haben, einige sogar wie GRÜN, PDS als dreiste Begünstiger der Asozialität und Kriminalität. Was das Volk hier zu 90% macht, ist sonst im Leben strafbare Wissentliche Duldung und Unterlassene Hilfeleistung. Diejenigen im Volke um 10-15%, die das nicht tun, sind so machtlos wie die edle Opposition im NS und der DDR-SU, aber der große Unterschied ist, daß sich die Ober-Täter, Mit-Täter und Mit-Läufer heute nicht mehr mit einer Diktatur herausreden können, sondern sie in freiem Willen, ohne jeden Regimezwang, diese kriminellen Politike ewig dulden und bestätigen in ihrer Macht!

  • Es gab eine Zeit da wurden Menschen wegen geringerer Taten zu ihrer Schande und Bekanntmachung an den Pranger gestellt. Heute scheint es wichtiger die “Persönlichkeitsrechte” von Mördern und Vergewaltigern zu schützen als diese zum Schutz der Gesellschaft bekannt zu machen oder den Opfern und deren Angehörigen Gerechtigkeit zur Genüge zu tun. Wie wenig Potential zur Wandlung in einem düsteren Geist steckt zeigt gerade dieser Fall.

  • Könnte es sein, dass junge Frauen Migranten bei der Partnerwahl bevorzugen?
    Wäre es von einer jungen Frau rassistisch, einen Migranten nicht zum Partner zu nehmen, weil er möglicherweise im Herkunftsland eine kulturelle Prägung erfahren hat, die mit dem westeuropäischen Frauenbild nicht vereinbar ist?
    Wenn, wie einige Medien berichten, überwiegend junge Männer in den letzten Jahren ihren Wohnsitz in die Bundesrepublik verlegt haben, dann müsste es zu einer Konkurrenz mit den einheimischen jungen Männer um Frauen kommen. Es müsste einen Männerüberschuss entstanden sein, der dazu führt, dass ein erheblicher Teil der jungen Männer rein mathematisch partnerlos bleiben werden.
    Wären die vielen jungen Frauen auch für die aktuelle Migrationspolitk, wenn lauter junge Frauen zuwandern würden, die nicht nur an Silvester in Köln die einheimischen Männer sexuell bedrängen würden?

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