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In der US-Ausgabe der Kindersendung »Sesamstraße« (»Sesame Street«) setzen jetzt zwei neue schwarze Puppen ein Zeichen gegen Rassismus. Der »Sesamstraße«-Bewohner Elmo, ein kleines rotes Pelzmonster, trifft in einem neuen Spot den kleinen Wes und seinen Vater Elijah.

»Warum ist die Haut von Wes dunkel?«, fragt Elmo geradeheraus Vater und Sohn in einem Park voller bunter Blätter.

»Ich weiß es, Elmo«, antwortet Wes.

»Meine Mami und mein Papi haben es mir gesagt, das hat mit Melanin zu tun, nicht wahr, Papi?«

Der Vater: »Das ist richtig. (…) Melanin hat jeder von uns im Körper. Es gibt unserem Körper außen seine Farbe. Es gibt auch unseren Augen und unserem Haar die Farbe.«

Elmo ist fasziniert und will mehr über Unterschiede wissen. Elijah erklärt: »Je mehr Melanin du im Körper hast, desto dunkler ist deine Haut. Unsere Hautfarbe macht viel dessen aus, was wir sind. Aber wir sollten uns alle immer über eines im Klaren sein: Dass es in Ordnung ist, dass wir alle in so vielerlei Hinsicht verschieden aussehen.«

Jeanette Betancourt sitzt in der Führungsetage des Sesame Workshop in New York, der die »Sesamstraße« produziert. Sie betont, dass man dort jedes Problem durch die Augen eines Kindes betrachten wolle: »Kinder sind nicht farbenblind. Sie bemerken als Kleinkinder schon Unterschiede in der Hautfarbe und entwickeln auch sehr früh ein Identitätsgefühl.«

Genau darauf ziele die Kampagne ab, erläuterte Betancourt: »Indem wir zu den notwendigen Gesprächen ermutigen, können wir Kindern dabei helfen, ein positives Selbstwertgefühl zu entwickeln und die Identität anderer wertzuschätzen.«

Der Spiegel | 26. März 2021

Als ich ein kleiner Junge war, durfte ich auf unserem schwarzweiß Grundig-Fernseher einzig die fast originale Sesamstraße sehen. (Die rein deutsche Fassung kam erst Jahre später.) Das war okay, ich kannte ja nichts anderes. Ich erinnere – und eine Kurzrecherche ergab -, dass sich in der Sesamstraße lauter schwarze Menschen, große und kleine tummelten.

Sesame Street' TV Series Facts | Mental Floss
Die Sesamstraße in den Siebzigern: Drei Schwarze und zwei Weiße

Und obwohl es in den frühen Siebzigern in Hamburg kaum schwarze Menschen gab, möglicherweise sah ich Schwarze erstmals in der Sesamstraße, hinterfragte ich deren Hautfarbe nicht im Ansatz. Sie waren für mich eine Selbstverständlichkeit.

Ganz im Gegensatz zum Bayerischen Rundfunk übrigens, der die Sesamstraße als einziger Regionalsender Deutschlands nicht ausstrahlte. Als Begründung gab der BR an, dass „die soziale Situation in Deutschland nicht korrekt dargestellt“ werden würde. Was immer das genau bedeuten sollte.
Stattdessen erfand der BR Das feuerrote Spielmobil, das bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterließ. Obwohl ich die Kindersendung bestimmt sah, kann mich aber nicht an sie erinnern.

Der Punkt ist: Hätte mir seinerzeit eine schwarze Puppe in der Sesamstraße erzählt, dass Schwarze gleichwertige Menschen sind, wäre das nicht nur überflüßig gewesen, es hätte mich womöglich verstört.

Kinder stellen bis zu 500 Fragen am Tag. Vielleicht hätte ich also meinen Vater gefragt, ob es stimmt, dass Menschen mit einer anderen Hautfarbe gleichwertig sind. Und nehmen wir an, er hätte Nein gesagt (hätte er nicht, spielt aber keine Rolle, gibt ja auch andere Väter), schon wäre aus einem kleinen Jungen ein kleiner Rassist geworden.

Was die Sesamstraße da heute veranstaltet, noch dazu in den USA, in der die Bevölkerung zu knapp 14 Prozent aus Schwarzen besteht, ist also nichts weiter als ein Rekrutierungsprogramm für die Rassisten von morgen.
Es ist wie immer bei den Linken, sie meinen es gut und machen es schlecht.

Ach, und noch ein Punkt, der unserem Chefkolumnisten Die Stahlfeder aufgefallen ist:

Super: Wes und Elijah sind schwarz, Elmo ist rot, das Krümelmonster und Grobi sind blau, Kermit ist grün, Bibo ist gelb und Ernie und Bert sind rot und gelb und sogar schwul.

Tolle Sache, endlich ist die Sesamstraße rassisch divers. Naja, irgendwie dann doch nicht – denn niemand ist weiß!

Rassismus!

Video oben: Die Muppets singen den Doo Wop-Klassiker „Rama Lama Ding Dong“

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5 Bemerkungen

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  • Keinen der angeblichen Rassisten hat ein Problem mit Hautfarben, das ist nur ein Vorwand der “Peoples of Colors” und den vermeintlichen “Gutmenschen um ihren Lug und Trug zu kaschieren.

    Was hinter der Farbe/Fassade ist, die Mentalität und das Verhalten usw. , und die Erfahrungen damit, sind Urteilsprägend.

    Die üblichen verdächtigen haben sich ihren Ruf SELBST verdient.

    Warum haben z.B. Japaner (“Gelb und Schlitzaugen”) in Deutschland eigentlich einen so guten Ruf?

    😜

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