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Lest auch gern: Wie der linksextreme Filmkritiker Wolfgang M. Schmitt versucht, aus Clint Eastwood einen Gendergedöns-Befürworter zu machen

Und: Wie der linke Filmkritiker Wolfgang M. Schmitt den linken Propagandafilm Borat 2 vernichtet

In meinem ersten Artikel über Schmitt stieg ich so ein: Wer wissen will, wie ein Salon-Kommunist aussieht, schaut sich den YouTube-Kanal des Filmkritikers Wolfgang M. Schmitt an. Ich folge ihm dennoch, weil er mich immer mal wieder positiv überrascht. Seine Gran Torino-Kritik allerdings, des Meisterwerks von Clint Eastwood (USA | 2008), kann ich so nicht stehen lassen.
In dem zweiten so: Der Filmkritiker Wolfgang M. Schmitt entwickelt sich immer mehr zu meinem Lieblingslinken. Er tickt zwar wirtschaftlich geradezu unerträglich marxistisch, hebt sich aber dennoch wohltuend von den handelsüblichen linken Trotteln ab. So bezeichnete er das Propagandamachwerk „Borat 2“ als „Dummes Republikaner-Bashing“.

Ihr merkt, ich bin zerrissen, was Schmitt angeht. Es ist wohl so eine Art Hassliebe. No Homo! (Muss ich erwähnen, da Schmitt homosexuell ist, nicht, dass sich der Junge Hoffnungen macht.)

Worum geht’s in dem Filmklassiker?

Viele von Euch haben „Rosmary’s Baby“ noch nicht gesehen (bitte unbedingt nachholen!), deshalb werde ich die Handlung nur anreißen: Das junge Pärchen Rosemary und Guy ziehen in eine teure, aber ziemlich verstaubte Wohnung mitten in Manhattan. Ihr Leben scheint perfekt zu sein. Guys Schauspielkarriere kommt ins Laufen und Rosemary wird endlich schwanger. Doch irgendetwas stimmt in dem Haus nicht. Es passieren seltsame Dinge und auch die Nachbarn verhalten sich merkwürdig. Was allerdings nur Rosemary so empfindet. Albträume und dunkle Ängste quälen die junge Frau. Alles nur Einbildung? Oder sind die Bewohner vom Teufel besessen?

Und worum geht es laut Schmitt in dem Film?

Mit seiner Mieter-Trilogie hat Regisseur Roman Polanski nicht nur drei grandiose Horrorfilme​ beziehungsweise Psychothriller​ geschaffen, sondern auch drei ausgesprochen feministische Filme: Ob in „Ekel“, „Der Mieter“ oder „Rosemary’s Baby“ – immer muss die Frau unter der bürgerlichen Gesellschaft und unter den patriarchalen Verhältnissen leiden.

Polanski beschäftigt sich auf geniale Weise mit der Frage: Wie brutal, gruselig und repressiv ist das, was man für gewöhnlich Normalität nennt?

Rosemary’s Baby​ ist mit Mia Farrow, John Cassavetes, Ruth Gordon und Sidney Blackmer hervorragend besetzt, auch ästhetisch setzt Polanski für das Horrorgenre neue Maßstäbe. Was aber sagt uns der Film heute, mehr als 50 Jahre nach seinem fulminanten Kinostart?

Oje, wo soll ich da anfangen? Erst einmal: Es gibt keine „Mieter-Trilogie“. Es gibt drei Polanski-Filme, die zufälligerweise in Mietwohnungen spielen. „Mieter-Trilogie“ ist eine Erfindung von Filmliebhabern wie Schmitt, deren Hobby es ist irgendwelchen Nonsens in Filme hineinzuinterpretieren. Gäbe es eine „Mieter-Trilogie“, hätte uns das Polanski erzählt. Hat er aber nicht.

Schmitts Behauptung „… immer muss die Frau unter der bürgerlichen Gesellschaft und unter den patriarchalen Verhältnissen leiden“ belegt, wessen Geistes Kind er ist. Er betont in jedem seiner Videos, wie sehr er alles Bürgerliche verachtet, lebt aber keineswegs mit seinen „Antifa“-Genossen auf einem Bauwagenplatz, sondern sitzt stets in unfassbar geschmacklosen Hemden und Anzügen vor einer Bücherwand. Lächerlicher und vor allem Heuchlerischer geht’s also kaum.

Bereits ein intaktes Familienleben ist für Schmitt, ums im „Antifa“-Jargon auszudrücken, „konservative Kackscheiße“.

Ergibt Sinn. Schmitts Held ist und bleibt Karl Marx, der einst schrieb:

Mit dem Zerfall des Kapitalismus wird auch die Basis der Familie zerstört werden. Wir werden dieses heiligste Bündnis, diese heiligste Verbindung, zerstören und die Familienerziehung durch die Gesellschaftserziehung ersetzen.

Wir sollen uns allerdings hüten deshalb auf Schmitt einzuprügeln. Das wäre unmenschlich. Seine Einstellung kommt ja nicht von ungefähr. Ohne es zu wissen nehme ich an: Schmitt kommt aus zerrüttenden Familienverhältnissen. Ums mal zurückhaltend zu formulieren. Anders kann ich mir seine kranke Einstellung nicht erklären.

Womit wir bei Roman Polanski wären. So sehr ich ihn als Filmemacher verehre, ist mir selbstverständlich bewusst, dass auch der Mann gestört ist.

Als kleiner Junge aus dem Krakauer Ghetto geflüchtet

Polanski wuchs in Polen auf, seine Mutter starb 1943 im Konzentrationslager Auschwitz. Sein Vater überlebte die Haft in Mauthausen und auch seine Halbschwester und seine Großmutter wurden deportiert. Im gleichen Jahr floh Polanski aus dem Krakauer Ghetto. Da war er gerade neun Jahre alt. Er entkam der Judenverfolgung, indem er sich bei zwei katholischen Familien versteckte . Es gibt Gerüchte, die besagen, dass er in diesen Tagen, die ja nun schon schrecklich genug waren, sexuell missbraucht wurde. Deutlicher: Jemand soll dem kleinen Jungen in den Arsch gefickt haben.

Ich kann das Gerücht nicht verifizieren, da ich auf die Schnelle im Netz nichts darüber gefunden und auch keine Bücherwand wie Schmitt habe, aber selbst wenn es nicht stimmen sollte, reichen Polanskis Kindheitserfahrungen und natürlich auch die Ermordung seiner hochschwangeren Frau, der Schauspielerin Sharon Tate, die im August 1969 von Anhängern des Sektenführers Charles Manson abgeschlachtet wurde, für eine massive Störung locker aus. Was seine späteren Gräueltaten keineswegs entschuldigen soll, aber vielleicht erklären, so ein bisschen zumindest.

„Larry, wenn du sie nackt gesehen hättest, hättest du sie auch ficken wollen!“

Da draußen laufen fast ein Dutzend Frauen rum, die Polanski beschuldigen oder beschuldigten sie missbraucht zu haben. Eine Vergewaltigung der damals 13-jährigen Samantha Geimer (siehe dazu auch den EMMA-Artikel hier drunter) gestand er ein. Den Rest nicht. Die Taten sollen von den siebziger bis in die nuller Jahre geschehen sein, die Opfer waren laut ihrer Aussage zwischen zehn und 15 Jahre alt.

Auch Reue zeigt Polansiki nicht, ganz im Gegenteil: Anlässlich der Premiere eines Films, über den zu Unrecht wegen Hochverrats angeklagten jüdischen Hauptmann Alfred Dreyfus, verglich sich der Regisseur in einem Interview mit der Verfolgung von Dreyfus.

Als die Staatsanwaltschaft von Los Angeles die Schweiz um Auslieferung des Filmregisseurs ersucht, führen die „Free Polanski“-Unterstützer (darunter Woody Allen) gern dieses Argument ins Feld: Samantha Geimer, die Frau, die Polanski im Alter von 13 Jahren vaginal und anal vergewaltigt hat, wolle schließlich selbst nicht, dass das Verfahren noch einmal aufgerollt wird. Und auch jetzt werden die Interviews, die die heute 50-Jährige anlässlich ihrer Buchveröffentlichung gibt, häufig verkürzt auf zwei Aussagen: Die Justiz hat Polanski damals übel mitgespielt. Und: Das Opfer hat ihm vergeben. Na also.

Dabei ist die Sache erheblich komplizierter. Deshalb lohnt es sich, Samantha Geimers Buch zu lesen. Sie hat es „The Girl“ genannt. Das Mädchen. Unter dem Blick auf „das Mädchen“ hat Geimer ihr Leben lang gelitten. „Klar, ein unschuldiges Opfer. Oder halt: eine berechnende Lolita. Meistens dachten die Leute jedoch, das Mädchen sei zwar zögerlich, aber letztlich doch einverstanden gewesen, den verrückten Ehrgeiz seiner bühnensüchtigen Mutter zu erfüllen, die aus ihrer kleinen Tochter unbedingt einen Star machen wollte.“ Jetzt erzählt Geimer selbst, was dem Mädchen passiert ist und was das für die Frau bedeutete, die aus dem Mädchen wurde.

Im Sommer 1977 ist die 13-jährige Samantha ein entwurzelter, verunsicherter Teenager. Die Mutter, Schauspielerin, war zwei Jahre zuvor mit ihrem neuen Lebensgefährten von New York nach Los Angeles gezogen. Tochter Samantha wäre eigentlich lieber beim vergötterten Vater im beschaulichen York geblieben, aber der mag sich mit der pubertierenden Tochter nicht belasten. Als sie in Kalifornien ankommt, fühlt sich das Mädchen aus der Provinz wie ein „asozialer Freak“.

Es liegt nahe, dass Roman Polanski ein Gespür für Mädchen hat, denen das Neinsagen schwer fällt. Ein gemeinsamer Bekannter der Mutter erzählt, Polanski suche junge Mädchen für eine Fotoserie für die Pariser Vogue. Die Vogue-Redaktion wird später verneinen, dass es diesen Auftrag gab. Die Mutter will zur Fotosession mitkommen – Polanski lehnt ab. Zur zweiten Aufnahme soll eine Freundin mitkommen – Polanski lehnt ab. Samantha Geimer erzählt präzise, was sich an dem Abend in Jack Nicholsons Villa zugetragen hat. Das war bereits in den Polizeiprotokollen nachzulesen (EMMA 6/2009): Der Pool, der Sekt, der Tranquilizer. Die Angst, Nein zu sagen. Trotzdem sagt sie Nein. Es nützt nichts.

Es ist Samanthas Schwester, die es der Mutter sagt. Samantha Geimer beschreibt eindrücklich die Hölle, die nun losbricht. Sie berichtet, wie sie und ihre Familie in die Mühlen eines Polizeiapparates geraten, dem wenig an den Rechten des Opfers liegt. Sie erzählt von der hemmungslosen, verleumderischen Medienhatz, die bis heute nicht zu Ende ist. Und sie beschreibt ihren Absturz in Alkohol und Drogen, der kommt, nachdem Polanski nach Frankreich geflüchtet ist und sein Opfer „das Mädchen“ wird.

Das letzte, was Samantha Geimer, die heute mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen als Maklerin auf Hawaii lebt, 2009 wollte, war, dass alles wieder von vorne losgeht.

Wer es immer noch nicht begriffen haben sollte, dem wird bei der Lektüre dieses Buches glasklar: Was 1977 in der Villa von Jack Nicholson geschah, geschah gegen Samanthas Willen. Polanski hat nie Reue gezeigt. Als Samantha Geimers Rechtsanwalt Larry Silver 1990 nach Paris reiste, nachdem sie Zivilklage gegen Polanski eingereicht hatte, winkt der Beklagte den Anwalt seines Opfers an seinen Tisch und sagt: „Larry, wenn Sie sie nackt gesehen hätten, hätten Sie sie auch ficken wollen!“

Samantha Geimers letzter Satz lautet: „Ich habe ihm nicht seinetwegen vergeben, sondern meinetwegen.“

EMMA | 1. November 2013

Die Frage ist also: Kann jemand, der Frauen so sehr verachtet, dass er sie missbraucht, einen feministischen Film gedreht haben? Klar. Ein jeder kann sich verstellen. Das beste Beispiel ist doch Schmitt selbst, der Freund der Arbeiterklasse, der so geschwollen spricht, dass ihn kein einziger Arbeiter versteht!
Dennoch ist „Rosemary’s Baby“ kein feministischer Film, doch dazu gleich mehr.

Schmitt bewertet Filme, die er augenscheinlich lang nicht mehr gesehen hat

Ein Merkmal für die Unterdrückung des sogenannten Patriarchats ist für Schmitt, dass Rosemarys Baby nun unbedingt den Namen des Vaters bekommen muss. Tja, blöd nur, dass dem gar nicht so ist. Das Baby heißt nicht Guy, sondern Adrian.
Fast noch lustiger: Schmitt selbst nennt sich voller Stolz: Wolfgang M. Schmitt Junior!
Ach, und übrigens, lieber Herr Schmitt Junior: Dieses wichtigtuerischer „M.“, mit dem Du Deinen Allerweltsnamen aufpimpen willst, ist fast noch peinlicher als Deine Bücherwand. (Spaßfakt: Auch ich nannte mich als Autor einst peinlicherweise Oliver E. Flesch, aber das war in meinem ersten Berufsjahr, mit Anfang 20, Schmitt ist Mitte 30 und sollte es besser wissen.)

Wie auch immer: Ein professioneller Filmkritiker sollte nicht so detailliert über einen Film urteilen, an den er sich kaum noch erinnern kann.

Keine Schmitt-Filmanalyse ohne Transengedöns

Schmidt ist ein radikaler Gegner des Staats. Das muss nichts Schlechtes sein, auch ich kritisiere den (deutschen) Staat, wenn auch aus völlig anderen Gründen. Dass er uns bis zu 70 Prozent unsere Geldes stiehlt und damit unter anderem Schmarotzer, Schläger, Vergewaltiger und Mörder aus dem Taka-Tuka- und dem Morgenland durchfüttert. Schmitt dagegen wirft dem Staat „Deutungshoheit durch Geschlechtsbestimmung“ vor.
Mensch, Schmitt, wie viele Transentoiletten brauchst’s denn noch?! Wie viele Zugeständnisse sollen wir den etwa 20 000 Transen im Land machen?! Auf Kosten der Allgemeinheit?! HÄ?!
Unfassbar, das Kerlchen.

Immer diese satanistische Gesellschaft!

Wer sich für das Thema interessiert, sollte unbedingt die Kommentare unter Schmitts Video lesen. Viele so: „BRAVO!“, „GENIAL!“, „Wär ich selbst nicht drauf gekommen!“
Erinnert dann doch sehr an das Märchen des Kaisers ohne Kleider.

Ohne zu viel verraten zu wollen, um Euch nicht die Spannung zu nehmen, sei gesagt: Die Bösen in „Rosemary’s Baby“ sind Teufelsanbeter, also Satanisten. Die wiederum sind für Schmitt ein Symbol der ach so bösen Gesellschaft. Dabei ist die Sache viel einfacher: Es ist ein horrorartiger Psychothriller und wie jeder horrorartige Psychothriller braucht es einen Bösen oder auch mehrere. Die Satanisten in Polanskis Meisterwerk stehen also einfach nur dafür Satanisten zu sein.

Im Übrigen basiert der Film Rosemary’s Baby auf einen Roman gleichen Namens des Erfolgsautors Ira Levin (Die Frauen von Stepford, The Boys from Brazil), den Polanski in Teilen eins zu eins adaptierte. Wenn also, war Levin der große Feminist, aber selbst das ist dummes Zeug.

Rosemary, dieser zerbrechliche Männertraum, gespielt von der seinerzeit göttlichen Mia Farrow, entwickelt sich im Laufe des Filmes ja nicht zu einer starken Frau. Sie entwickelt sich eher zurück, bis sie sich am Ende unterwirft. Man muss den Film, wenn man denn unbedingt was Gesellschaftspolitisches hineinzimmern will, eher als antifeministisch bezeichnen, da er signalisiert: Lehn dich bloß nicht auf, bringt eh nix!

Interessant auch: Der Staat ist für Schmitt immer nur dann böse, wenn er Transen – seiner meiner Meinung nach – nicht genügend Rechte gibt. Nimmt er allen die Rechte, und die Freiheit noch obendrauf, wie im Moment, dann, ja dann macht er für den bekennenden Anhänger der Kirche von Corona alles richtig, logisch!

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