Werbung:

Mary Mapes engagiert im Jahr 2004 wegen Problemen mit ihrem Arbeitgeber, dem US-Sender CBS, einen Anwalt. Sie hatte mit ihrem Team recherchiert, wie der spätere US-Präsident George W. Bush in die Nationalgarde aufgenommen wurde, dort allerdings von seinen Vorgesetzten nicht beurteilt werden konnte, weil er über ein Jahr keinen Dienst geleistet hatte.

Ein Informant hatte Mary zwei Schreiben übergeben, die Dan Rather in der CBS-Sendung 60 Minutes als Beleg für Bushs Verfehlung präsentiert hatte. Bei der Untersuchung durch eine Anwaltskanzlei stellte sich heraus, dass diese beiden Schreiben möglicherweise gefälscht waren. Mary Mapes und Dan Rather wurden mit ihrem Team und den Vorgesetzten gefeuert. Mapes’ Karriere im US-Fernsehen endet abrupt.

Wikipedia

Habe eben den Film Moment der Wahrheit mit großer Wehmut und einer Riesenportion Respekt für die Journalistin Mary Mapes zu Ende geguckt. Eine ehemalige CBS- Investigativ- Journalistin mit dem Drang zur Wahrheit und dem Mut, der Macht der Regierenden gegenüberzutreten.

Von Cate Blanchett überzeugend dargestellt, gibt sie mir im Verbund mit Robert Redford, in der Rolle des charismatischen Nachrichtenmoderators, eine Idee, was für eine überragend verantwortliche Rolle objektiver Journalismus in einer Demokratie spielen kann. Ich hatte das schon vergessen.

Ihr letztes Statement vor ihrer Entlassung war, dass ihre Arbeit niemals von politischen Präferenzen beeinflusst oder gar bestimmt war. Ihre Objektivität war ihr höchstes Gut. Sie veröffentlichte 2004 eine Reportage über Präsident George W. Bush, in der offengelegt werden sollte, dass sich der ehemalige Soldat und Pilot Bush über politische Beziehungen vor einem Kriegseinsatz drückte. Das endete schlecht für sie.
Es ist natürlich viel bequemer, und von Vorteil, Fürsprecher der Regierenden zu sein. Das Problem ist dann halt der Spiegel an der Wand.
Uwe Rapolder

Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, ohne auf den Unterstützungsknopf ganz unten zu klicken, kann das gern und ohne Mehrkosten tun, indem er über untere Links beim Kopp-Verlag Bücher oder Produkte aus den Bereichen Sicherheit, Krisenvorsorge und Gesundheit bestellt. Versandkostenfrei!
Gut für Euch: Wie die US-Krake Amazon hat auch der patriotische Kopp-Verlag nahezu alle Bücher im Programm.

Bücher

Schnäppchen

Langzeitlebensmittel

Sicherheit

Werkzeug, Messer für draußen

Wohlbefinden

Licht, Heizen, Strom in der Krise

Wasseraufbereitung

Zelten

Draußen kochen

Draußen schlafen

Hörbücher & CDs

DVDs & Blu-Rays

Dir gefällt unsere Arbeit?

Dann würden wir uns über Deine Unterstützung freuen!

Teile bitte die Artikel, die Dir gefallen und/oder unterstütze uns mit einem Beitrag Deiner Wahl.

Vielen Dank!

Deine 1984er-Mannschaft

Bankverbindung:
IBAN: DE11 3206 13840020 9120 14
BIC: GENODED1GDL

Loading...

1 Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  • So einen Film muß man im Zusammenhang begreifen.
    Robert Redford spielt darin ja auch eine wichtige Rolle. Der macht schon seit den 1970er Jahren immer wieder politische Filme. Sehr bekannt ist natürlich “Die Unbestechlichen” von 1976, in dem er zusammen mit Dustin Hoffman den Reportern von “Watergate” ein filmisches Denkmal gesetzt hat.
    Auch da ging es ja um investigativen Journalismus, und auch da ging es um einen Präsidenten der Partei der Republikaner.
    Redford schießt normalerweise immer gegen die Republikaner. Auf Wikipedia wird sein “Engagement für den Umweltschutz” gewürdigt. Das heißt, er ist ein Grüner. 2019 hat er auch mächtig mit zusammen dem großen Chor in das Anti-Trump-Horn geblasen. Das sollte man bei solchen Filmen berücksichtigen.
    In diesem Film geht es darum, die Bedeutung des investigativen Journalismus herauszustellen. Das ist gut, gerade heute.
    Es geht aber auch darum, die Republikaner als Heuchler und Manipulateure darzustellen. Das ist in dieser Form einseitige Propaganda und damit schlecht.

    Interessanter war da schon sein wenig bekannter Film Redfords namens “Bill McKay – Der Kandidat” von 1972. Darin gibt er einen Blick hinter die Kulissen eines US-Wahlkampfs und kritisiert dabei im Grunde das gesamte Geflecht aus Parteien, Gewerkschaften und finanzstarken Interessengruppen.
    Ein Vorläufer des äußerst sehenswerten “Mit aller Macht” von 1998 (mit John Travolta als “Jack Stanton” (= Bill Clinton)).

Folge 1984 auf Telegram

Themen