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Am Sonntag war nämlich endlich mal wieder was mit Nazis. Mensch, was haben wir das vermisst! Auch ansonsten war es eher kein Krimi, sondern ein aufwendig auf unsere Kosten verfilmter Fantasy-Roman.
Diesmal dann aber auch so richtig, also das volle Programm. Da wurde wirklich nichts ausgelassen, kein Klischee war zu billig oder gar zu peinlich, um nicht doch noch an prominenter Stelle verwurstet zu werden.

Da haben wir zunächst mal einen Haupt-Nazi, und der sieht aus wie direkt von Seite Eins des Lehrbuchs der Kahane-Stiftung „Wie erkenne ich einen Nazi“ nachmodelliert. Mehr Nazi ging beim besten Willen nicht, neben ihm hätte selbst der Föööhrrrääärrr höchstpersönlich wie ein blutiger Anfänger gewirkt.

Unser Bilderbuch-Nazi ist Mitglied oder Führer – man weiß es nicht so genau – der Nazi-Terror-Organisation Revenge 88. 88 wegen Heil Hitler, was im Film natürlich erklärt wird, da das offensichtlich immer noch nicht jeder weiß, obwohl heute laut Staatsfunk in Deutschland angeblich mehr Nazis rumlaufen als 1933, und Revenge wegen… äh… nun… das ist wohl ein altes arisches Wort für „Rache“.

Volksverräter dürfen auch mitspielen

Revenge 88 ist eine brandgefährliche Organisation, denn die verbreitet im Internet Hass und Hetze, dass einem Angst und Bange wird. Zum Beispiel bezeichnen sie Linke als Volksverräter. Also Menschen, die – je nach Tagesform – entweder sagen, es gibt kein deutsches Volk, oder es ist ihnen scheißegal und soll doch bitte
vom Erdboden verschwinden – aber gleichzeitig jeden mit einer anderen Meinung wegen Volksverhetzung anzeigen. Ja, wie kann man die nur als Volksverräter bezeichnen… Das wird uns für immer ein Rätsel bleiben.

Andere Mitglieder von Revenge 88 lernen wir leider nicht kennen, außer unserem Klischee-Nazi und seiner Lebensgefährtin, bei der die Casting-Firma offensichtlich einen Lapsus produziert hat, denn die ist keine blondbezopfte arische Vorzeige-Maid, sondern eine Dunkelhaarige mit Metall im Gesicht. Wenn das der Führer wüsste!

Vielleicht gibt es aber auch keine weiteren Mitglieder, weil Revenge 88 auch nur so eine Zweimann-Show ist wie die NSU. Oh, darf man gender-gerecht überhaupt Zweimann sagen, wenn – wie in diesem Fall – eine davon weiblich ist? Wir hatten leider keine Zeit für eine Rücksprache mit Professor-X-ens Lann Honscheidt. Ist aber
auch egal, sind ja eh nur irgendwelche Kacknazis.

Poster-Nazi will seinen täglichen Mord begehen

Zur Handlung: Unser Poster-Nazi will seinen täglichen Mord begehen. So wie sich das für einen echten Nazi gehört. Und zwar an einem linksradikalen Konzertveranstalter, der ein „Konzert gegen RRRÄÄÄCHZ“ organisiert. Das ist wie im richtigen Leben, weiß doch jeder: Die zahlreichen Konzerte gegen RRRÄÄÄCHZ können nur unter massivem Polizeischutz stattfinden, weil sonst die Nachfolge-Organisationen von SS und SA aufmarschieren und mit Massenexekutionen beginnen, während Veranstaltungen von Kritikern des Merkel-Regimes sich stets
überall friedlich versammeln können, ohne dass sie oder die Vermieter von Veranstaltungsstätten von der Antifa bedroht oder gar angegriffen werden.

Doch aus dem feinen Mord wird leider nix, denn als unser Vorzeige-Nazi seinem geplanten Opfer gegenübersteht, liegt dieses bereits tot am Boden, mit drei Kugeln in der Brust. Irgendjemand war Klein-Adolf zuvorgekommen, so ein Ärrrgärrr aber auch!

Doch ein Nazi, der nicht mordet, das geht in keinem Tatort, also erlegt unser 88er Revenger auf der Flucht – vor was auch immer, da er ja nichts getan hat – bei einer Verkehrskontrolle noch waidgerecht eine Polizistin. Damit wäre das Weltbild wieder gerade gerückt.

Drehbuchschreiber, die ihre alten Sozialkunde-Lehrer beeindrucken wollen

Der Satiriker Vince Ebert äußerte einst treffend, dass er beim Tatort den Eindruck habe, die Drehbuchschreiber wollten mit ihrer Arbeit ihre alten Sozialkunde-Lehrer beeindrucken. Da die öffentliche Kritik an der Realitätsferne und Einseitigkeit so mancher Folge mittlerweile durchaus auch schon die Redaktionsstuben erreicht hat,
bemühte man sich nun um etwas mehr Ausgewogenheit: Im weiteren Verlauf der Sendung kam dank der knallharten, schonungslosen Ermittlungen von Deutschlands dienstältester Tatort-Kommissarin Lena Odenthal, gespielt von Ulrike Folkerts, heraus, dass das Opfer auch nur nach außen hin ein Gutmensch war, dessen
gratismutige Aktivitäten gegen RRRÄÄÄCHZ mehr dem reinem Selbstzweck dienten und der sich gegenüber Partnern und Mitarbeitern wie das letzte Arschloch verhielt.

Auch privat wurde er seinem hypermoralischen Anspruch nicht so ganz gerecht, da er seine Freundin mit ihrer eigenen Mutter betrog. Das stellte sich am Ende dann auch als eigentliches Mordmotiv heraus, denn eine der beiden Damen griff zwecks Problemlösung ganz undamenhaft zur Waffe. Doch damit genug gespoilt.

Darüber hinaus arbeitete die Sendung noch etliche andere Stereotypen wie den angeblichen Alltagsrassismus ab, z.B. die Nazi-Braut, die sich in einer Boutique nicht von einer schwarzen Mitarbeiterin bedienen lassen will, oder der deutsche Imbissbudenbesitzer, der Zeuge von ausländerfeindlichen Sprüchen wird und sich nicht einmischt.

Wer hingegen mit offenen Augen durchs Leben geht und sich der Realität nicht verschließt, weiß längst, dass man deutsche Imbissbudenbesitzer mit der Lupe suchen muss und dass der einzig real existierende Rassismus in
Deutschland der bestimmter Migrantengruppen gegen Deutsche und Juden ist.

Wer mag, der kann, muss aber nicht

Auf die weiteren zahlreichen Beispiele typisch linksgrüner Propaganda in dieser Tatort-Folge gehen wir hier aus Platzgründen nicht ein – wer mag, kann sich dieses Meisterwerk noch eine Weile in der ARD-Mediathek anschauen. Unterhaltungswert hat es allemal, zumindest solange man beim Ansehen erfolgreich den Umstand
verdrängt, dass wir alle das mit unseren Zwangsgebühren finanzieren müssen.

Zum Glück haben wir gerade Corona, so dass die anschließende Sendung „Fünf Stühle, eine Meinung“ mit Anne Will eben dieses mal wieder zum Thema hatte.
Ansonsten hätte sich dieser Aneinanderreihung von abgegriffenen, realitätsfernen Klischees und verkehrter Welt namens Tatort eine Sondersendung über die Bedrohung unserer Demokratie-Simulation durch die AfD angeschlossen, bei der mal wieder alle zu Wort gekommen wären – außer jemand von der AfD.

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13 Bemerkungen

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  • “Wir hatten leider keine Zeit für eine Rücksprache mit Professor-X-ens Lann Honscheidt.”

    Der/die/das Divers Hornscheidt ist eine sogenannte ProfessiX – nur zur Richtigstellung.

  • “… kam dank der knallharten, schonungslosen Ermittlungen von Deutschlands dienstältester Tatort-Kommissarin Lena Odenthal, gespielt von Ulrike Folkerts, …”

    Mittlerweile wohl auch gesichtsälteste Kommisarin. Tja … auch lesbisch schützt vor Altern nicht!

  • Immerhin schön mal wieder einen ‘Tatort’ erzählt zu bekommen. Ich habe meinen letzten T. irgendwann in den Nuller Jahren gesehen. Hatte seither aber irgendwie keine Entzugserscheinungen…

  • Könnte stimmen, dass heute mehr Nazis rumlaufen als zu Adis Zeiten. Wenn man all die linksgrün verstrahlten Gutdeutschen ansieht. Das sind eine ganze Menge.

    • … und sich auch noch von den Nazis wählen und alimentieren lassen und dann auf Kosten der Nazis einen Kampf gegen rechts zu führen …

      Alle Achtung!

  • Wer, um Gottes Willen, schaut sich diesen Hausgemachten Müll eigentlich noch an ? Und….jaaa, jeden Tag werden Arabisch aussehende Menschen von Deutschen Nazi’s ermordet, arabische Frauen mittlerweile Tausendfach Vergewaltigt ….manoman, ANDERSRUM WIRD EIN SCHUH DRAUS…..wie wäre es mal, mit Wahrheit und Wirklichkeit! aber…..die Wahrheit wäre nicht BUNT genug!!!

    • Das Perfide ist aber, das die Filme oft “andersrum” anfangen, um sich dann im Laufe der Handlung in die gewünschte Richtung zu drehen.

      Das ist schon gefickt eingeschädelt …

  • Mein letzter Tatort war mit Schimanski und die waren auch schon mies.
    Ist hier denn kein guter Moslem aufgetaucht? Die tummeln sich im wahren Leben doch nur so rum.

  • Am lustigsten wäre, wenn sie irgendwann mal die rechtsradikale 500 Köpfige Müllers und ihre durch Deutschland verbreitetes kriminelles Netzwerk thematisieren würden. Die Müllers sind familiär absolut patriachal rechts aufgestellt. und haben Söhne bei der Polizei, der Verwaltung…überall. Die Töchter werden mit ihren strammrechten Cousins oder eben Onkels früh verheiratet um die Familie schnel größer zu machen und es gibt einen Beef mit dem Imperium der Famile Schmidt, die in einem anderen Stadtteil Drogen, Menschenschmuggel und Spielhallen konkurrierend betreibt. Entweder der bekannte Szeneboxer Maske handelt einen fragilen Frieden aus oder es wird ernst:D:D:D….Das wäre doch mal eine Geschichte aus dem wahren Leben:D:D

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