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Alles explodierte. Der Himmel explodierte. Als hätte der Sommer jäh selbst eine Verwundung erlitten, verfinsterte sich das Gold-Rot des Sonnenuntergangs schlagartig zu einem üblen Brodem, der in schneller Abfolge komplexe Blitzverästelungen herabschießen ließ. Erschütterndes Donnergrollen und sturzbachartiger Regen folgten.

Ich stand vor dem Fenster des Gartenhäuschens und explodierte ebenfalls. Das heißt, es war eigentlich eine Implosion, welche die Tausenden Scherben meines zu Bruch gegangenen Herzens in meine Eingeweide jagte und mich schlagartig in Schmerzen winden ließ. Der Schock nach einem schweren Autounfall, den ich gerade noch so halbwegs überlebt hätte, hätte nicht verheerender sein können.

Wieso, wieso hatte Odette das getan? Aber die noch dringliche Frage: Warum hatte sie überhaupt ein Verhältnis mit mir angefangen, mich in der Illusion der großen Liebe gewogen, wenn sie in Wahrheit “so eine” gewesen war? Haßte sie in Wahrheit Männer, kannte ihren wunden Punkt und verarschte sie und rächte sich an ihnen auf solcherlei Weise? Etwas starb in mir.

Ich lief weg. Da war dieser mäßig steil ansteigende, von ausgedörrtem Gras und Unkraut bewachsene Hügel, wenn man den Garten immer weiterging und aus dessen Gipfel unten der Fluß in der Ferne zu sehen war. Durch den Sturzregen war ich im Nu bis auf die Haut naß geworden, aber das war mir egal, weil ich außer dem brennenden Schmerz in mir eh nichts spürte.

Dort oben angelangt, begann ich wie ein kleines Kind laut zu weinen. Sabber aus Mund und Nase konkurrierten mit meinen heißen Tränen, die der Regen gleichermaßen fortspülte. Es tat so weh, es tat so schlimm weh. Weil ich es nicht verstand, weil es daran nichts zu verstehen gab.

Ich spürte eine Hand an meine Schulter und riß mich herum. Odette stand mit schwermütigem Gesicht vor mir, nur bekleidet mit einem langen T-Shirt, ebenfalls pitschnaß.

»Bitte geh nicht weg, bitte verlaß mich nicht«, flehte sie. Auch sie fing an, zu weinen.

Ich stieß sie so hart von mir weg, daß sie beinahe das Gleichgewicht verloren hätte und rückwärts den Hügel heruntergestrauchelt wäre.

»Faß mich nicht an!« schrie ich. »Du stinkst nach zu viel Wichse! Was bist du, eine Nutte?«

»Nein, nein, Lieber, ich bin keine Nutte. Ich sagte dir doch, daß ich krank bin.«

»Nein, das hast du mir nicht gesagt. Du fragtest mich, ob ich mich um dich kümmern würde, wenn du krank wärest. Woran leidest du denn, am Huren-Syndrom?«

»Ich leide an sowas halt. Kannst du dir das nicht denken?«

Ihr Porzellan-Gesicht war jetzt in sich eingefallen und alles Blut daraus entwichen, so daß es wie durch irgendwelche Chemikalien gebleicht wirkte.

»Was?! Was soll ich mir denken? Daß du eine Orgie veranstaltest, wenn ich mal für ein paar Stunden weg bin? Sag mal, bist du noch klar im Kopf? Was bist du denn für ein Mensch? Nicht mal der widerlichste Mann tut so etwas. Ich dachte, du liebst mich. Du sagtest, daß du mein Mädchen wärst.«

»Das bin ich doch auch. Ich habe sonst niemanden anderen außer dir, ich liebe nur dich. Das, diese Sache, diese Scheiß-Sache, sie überkommt mich, es ist wie wenn der Verstand aussetzt.«

»Wer sind diese Männer?«

»Ich weiß nicht, ich kenne nicht einmal ihre Namen. Sie haben mich zehn Minuten bevor ich dich kennenlernte angesprochen und mir ihre Telefonnummer gegeben. Dann gerieten wir irgendwie in den Strudel dieser Studenten in der Uni hinein.«

»Du studierst gar nicht?«

»Nein. Ich wohne hier mietfrei bei der alten Dame, weil ich mich zwischendurch um sie kümmere. Ansonsten verkaufe ich Second-Hand-Kleidung. Ich lebe von 350 Mark im Monat. Bitte hilf mir, ohne dich schaffe ich es nicht … davon loszukommen. Ich schwöre dir, daß ich mich zusammenreißen werde. Ohne dich bin ich verloren. Bitte, bitte …«

»Nein, Odette, nein. Offen gesagt kenne ich mich mit solchen Dachschäden nicht aus. Was soll das auch bringen? Alles ist kaputt. Wende dich an einen Zuhälter, das ist der richtige Therapeut für dich. Außerdem kannst du bei dem bestimmt aus den 350 Mark fix 3500 machen. Und beeil dich, du hast dich jetzt schon seit zehn Minuten nicht mehr ficken lassen.«

Ich wandte mich ab und stieg den Hügel in Richtung des Flusses herunter. Dann lief ich stundenlang durch den Regen, bis ich die Stadt und schließlich meine Bude erreichte. Dort schloß ich mich für Tage ein. Ich trank jede Menge Bier, heulte, schrie und führte verrückte Selbstgespräche.

Obwohl ich bei Odette mit meinen letzten Worten den Obercoolen gespielt hatte, der leichten Herzens die Enttäuschung wegsteckt, hätte ich mich nicht in einem katastrophaleren Zustand befinden können. Sie war für mich zu einem Zwangsgedanken, zu einem grausamen gedanklichen Ohrwurm geworden, der sich in meiner Vorstellungswelt in der Dauerschleife unauslöschlich manifestiert hatte. Immer wieder rief ich mir das Bild unseres Zusammenseins, insbesondere sexuellen Zusammenseins in Erinnerung, was den Schmerz jedoch nur für ein paar Sekunden betäubte.

Ich onanierte auf diese wenigen Erinnerungen, auf den Nachhall ihrer unwillkürlichen kleinen Gesten dabei und auf die Ausdrucksfacette in ihrem lustvoll verzerrten Gesicht, als wir es miteinander getrieben hatten. Aber als ich irgendwann anfing, mich auch noch mit dem Bild, das ich durch das Fenster erhascht hatte, zu stimulieren, hörte ich auf und brach zusammen. Oder schlief ein, ich weiß es nicht mehr.

Es klopfte an der Tür. Ich lag auf dem Boden, nur in der Unterhose, neben meinem Kopf ein bißchen Kotze. Als ich schließlich aufmachte, stand der Zimmernachbar im Flur. Ein verspäteter, angejahrter Hippie, den ich nur von “Morgen!” und “Hallo!” kannte und von dem ich nicht die geringste Ahnung hatte, womit er seine Brötchen verdiente. Aber wir hatten dieses Gemeinschaftstelefon im Flur mit einem Blockierschloß an der Null an der Wählscheibe, damit keiner Ferngespräche führen konnte. Ferngespräche kosteten zu jener Zeit noch ein Vermögen. Die Monatsrechnung wurde geteilt.

»Telefon für dich«, sagte der Hippie und verschwand.

Es meldete sich eine Frauenstimme:

»Guten Abend, hier ist das Marien Krankenhaus. Es geht um Ihre Freundin, die gestern einen Selbstmordversuch unternommen hat und bei uns stationär aufgenommen worden ist.«

Zunächst dachte ich an Marlene, weil ich sie nach der Begegnung mit Odette angerufen und ihr gesagt hatte, daß wir ihren geplanten Wochenendbesuch bei mir auf ein andermal verschieben müßten. Und deshalb hatte sie einen Selbstmordversuch unternommen? Lächerlich!

»Meine Freundin?« wiederholte ich ungläubig.

»Ja, Odette Gavrilovic, sie ist doch ihre Freundin oder etwa nicht?«

»Naja, eigentlich nicht so richtig.«

»Wir haben sie nach ihren Angehörigen gefragt, aber sie sagt, sie hätte keine. Sie will auch niemanden sehen. Den psychiatrischen Dienst zu empfangen, weigert sie sich ebenfalls. Als wir ihr schließlich sagten, daß irgendeine Bezugsperson benachrichtigt werden müsse, da wir sonst die Polizei einschalten müßten, gab sie uns Ihre Nummer.«

»Wie geht es ihr jetzt?«

»Sie ist noch sehr schwach. Wollen Sie sie besuchen?«

»Nein. Das heißt, ich weiß nicht. Geben Sie mir noch etwas Zeit.«

Sie hatte eine Überdosis Schlaftabletten geschluckt, aber es sich bevor sie aus dieser Welt schwebte anders überlegt und zu der alten Frau im Haus geschleppt, die dann einen Krankenwagen rief.

Ich saß eine halbe Stunde wortlos im dämmerig beleuchteten Krankenzimmer, weil sie noch schlief, und betrachtete sie bei halbumgeschlagener Decke im Bett. Sie sah zum Erbarmen aus, wie der sprichwörtliche gefallene Engel. Alles um ihre Phosphoraugen war dunkel geworden. Insbesondere ihre Wangenknochen schimmerten wie bei einem Totenkopf hervor. Offenkundig hatte sie in den letzten Tagen nichts gegessen, sie schien jetzt so leicht wie eine Feder zu sein. Dennoch leuchteten ihre Kupferhaare selbst bei dem wenigen Licht wie glühende Drahtfäden.

Sie tat mir so leid, sie tat mir so unendlich leid!

Dann wachte sie auf und nahm mich langsam wahr.

»Tut mir leid, ich mußte irgendeine Telefonnummer angeben, sonst hätten sie mich in die Klapse verfrachtet.«

»Warum hast du das gemacht?« erwiderte ich. »Es muß doch irgendeine psychotherapeutische Lösung für dein Problem geben.«

Sie lächelte müde. »Es ist nichts Psychologisches. Es ist … was es ist. Ich habe es auch nicht deswegen getan.«

»Weshalb sonst?«

»Kannst du´s dir nicht denken? Ich habe es wegen dir getan, weil du mich verlassen hast. Mag sein, daß das wie ein Witz klingt, aber ich liebe dich wirklich, ich bin wirklich dein Mädchen. Die Welt ging unter, als du gegangen bist.«

»Du willst mich erpressen«, sagte ich. »Du suchst irgendeinen Strohmann zur Aufrechterhaltung des Scheins eines bürgerlichen Lebens. Weil du dich danach sehnst, wie andere Frauen zu sein – aber nicht kannst.«

»Mag sein. Man kann aber auch den Erpreßten lieben. Und andere Frauen … Ich habe mal über diese eine alte Frau gelesen. Sie war 75, hatte Kinder und viele Enkelkinder und lebte in einem Seniorenheim. Es war nichts Auffälliges an ihr. Doch irgendwann begann sie die Opis im Heim zu belästigen. Was heißt belästigen, viele von diesen alten Knackern glaubten an ein Wunder, daß nach Jahrzehnten wieder Leben in ihre Hose kam, daß sie wieder begehrt wurden. Der Heimleitung war das natürlich furchtbar unangenehm und peinlich, und sie verständigte die Angehörigen der plötzlich geil gewordenen alten Dame. Die schleppten sie zu einem Neurologen, und da kam es heraus. Sie hatte sich in ihren jungen Jahren die Syphilis eingefangen. Die Krankheit brach aber bei ihr nicht aus, sie schlief in ihr sozusagen in all der Zeit, und sie wußte nichts davon. Erst im hohen Alter war es dann soweit, und der Siff erwachte zum Leben und griff ihr Hirn an. Wenn man nicht schnell handelte, würde sie in absehbarer Zeit daran sterben. Der Onkel Doktor meinte aber, das wäre heutzutage kein Problem mehr, ein halbes Jahr die richtigen Medikamente, und sie wäre wieder ganz die Alte. Es war aber doch ein Problem, jedenfalls für die anderen, denn die Alte wollte nicht mehr die Alte sein. Sie meinte, so viel Spaß hätte sie in ihrem ganzen Leben nicht gehabt. Und was das Sterben anginge, nun ja, die paar Jahre mehr oder weniger. Sie blieb unbehandelt.«

»Hast du Syphilis, Odette?«

Sie drehte sich zur Seite, schloß die Augen und verkroch sich halb unter die Decke.

»Nein.«

»Und willst du auch unbehandelt bleiben?«

»Geh mal in den Zoo und schau dir die Raubtiere dort an«, hauchte sie. »Ich finde, sie sehen alle so traurig aus.«

In drei Tagen sollte sie aus dem Krankenhaus entlassen werden. Bis dahin ging ich sie zweimal am Tag besuchen, immer vormittags und abends. Und immer in Sorge, daß ich sie im Krankenzimmer mit irgendwelchen Ärzten oder Pflegern inmitten eines Porno-Drehs überraschen könnte.

Nach dem Besuch am letzten Abend hatte ich keine Lust, mich wieder in meine Bude zu verkriechen und alleine zu besaufen. Am Fluß gab es diese verkommene Kneipe, wo wirklich der letzte Rest vom Schützenfest der Menschheit verkehrte, hauptsächlich Alkoholiker und andere kaputte Freaks. Eigentlich war es auch gar keine richtige Kneipe, sondern eine Art Pavillon aus Zeltplanen, das zum Wasser hin offenstand und die ganze Nacht aufhatte. Damals duldete man noch so etwas.

Es war schon ziemlich spät, als ich dort eintraf, und der Halbmond bildete sich als eine zuckende silbrige Bahn auf dem Flußwasser ab. Der Wirt, ein rotgesichtiger, dauerschwitzender Fettkloß, und ein ihm zur Hand gehender kräftiger junger Kerl, vielleicht sein Sohn, hatten an diesem Abend nicht viel zu tun. Außer mir saßen noch drei Typen an den Tischen und schütteten sich mit Bier und Schnaps zu.

Einer dieser Gestalten beeindruckte mich zutiefst, weil er so wirkte, als sei er einem französischen Nouvelle-Vague-Schwarzweiß-Film aus den 60ern entsprungen. Er sah aus wie ein abgewirtschafteter Lebemann im Endstadium. Heller, aber auffällig verschmutzter Sommeranzug, eine Explosion an Brusthaaren, die ihm aus dem oben drei Knöpfe offenen, ebenfalls fleckigen Hemd wucherten, abgetragene italienische Edelschuhe und jede Menge Siegelringe an den Fingern. Er besaß ein verhauenes, ja, brutales Gesicht, und trug einen wie man heute so sagt, aber damals als das ultimative Zeichen der Ungepflegtheit geltenden Drei-Tage-Bart. Doch vor allem war der Kerl ganz offensichtlich voll wie ein Eimer, und das bis zum Rand gefüllte Glas Schnaps vor ihm auf den Tisch zeugte nicht gerade davon, daß er mit dieser Kur bald aufzuhören gedachte. Er rauchte in einer Tour und soff, das war wohl das Einzige, was er wohl noch zustande brachte.

Ich setzte mich ein paar Tische weiter, bestellte ein Bier und ließ den Blick zu den Reflexionen auf dem Wasser schweifen. Aus den Lautsprechern säuselte “Total Eclipse of the Heart” von Bonnie Tyler. In meinem Kopf herrschte pure Konfusion. Natürlich wegen Odette, doch diesmal anders, frei von Eifersucht und Wut. Es waren sich widersprechende Gefühle. Begierde, ja, nach wie vor jede Menge Begierde, aber auch Trauer, untröstlich über etwas Verlorengegangenes, Versunkenes, dann wieder Sucht, die Vorfreude auf die verbotene Frucht, die über kurz oder lang den Untergang bedeuten, aber davor einen in himmlischen Sphären schweben lassen würde. Es war alles so krank, so krank, krank, krank, hol´s der Teufel!

Etwas traf mich am Hinterkopf. Nichts Schweres, es tat auch nicht weh, gerade noch so, daß ich es spürte. Ich wandte mich nach hinten und sah, daß der abgefuckte Lebemann einen Bierdeckel in der Hand hielt und mich aus ausdruckslos finsteren Augen anstarrte. Der Idiot hatte mit einem Bierdeckel nach mir geworfen, ziemlich treffsicher sogar.

»Was soll das?« wollte ich wissen.

»Arschloch!« sagte er nur und schleuderte wie eine Frisbeescheibe den nächsten Bierdeckel auf mich. Diesmal wurde ich an der Nase getroffen.

»Sagen Sie mal, was stimmt denn mit Ihnen nicht?! Lassen Sie das!«

»Arschloch!« sagte er wieder ohne eine Miene zu verziehen und schoß den nächsten Bierdeckel ab.

Diesmal wich ich mit dem Kopf aus, so daß der Schuß daneben ging.

Inzwischen hatten der fette Wirt und sein Helfer die einseitige Kanonade bemerkt und eilten resoluten Schrittes zu dem Kanonier. Er solle sofort damit aufhören oder das Lokal verlassen, forderten sie ihn auf. Doch der ließ sich nicht beirren und schmetterte den nächsten Bierdeckel in meine Richtung.

»Arschloch!« war erneut seine Botschaft an mich.

Daraufhin packten die beiden den Kerl an den Oberarmen und rissen ihm von seinem Stuhl hoch. Er wehrte sich heftig, aber eher so, als parodiere er einen Randalierer, weil er dabei unentwegt kehlige Lacher ausstieß. Und immer wieder: »Arschloch! Arschloch! Du dummes Arschloch! …«

In der Mitte des Pavillons bäumte er sich auf, obwohl der junge Hilfs-Willi des Wirts ein ziemlicher Brocken war und ihn fest am Hals umklammerte, und rief zu mir: »Na, hat sie dir im Kino auch einen gelutscht? Ja, so bekommt jeder Film ein Happy-End, Arschloch!«

Ich weiß nicht mehr, was ich in diesem Moment gedacht habe. Vielleicht so etwas wie, daß ich jetzt erwischt worden war. Aber wobei? Ich war ja schon eine lächerliche Figur. Bald würde es die ganze Welt erfahren. Und das wirklich Schockierende dabei: Es würde sich an meinem weiteren Schicksal dadurch nicht das Geringste ändern, so wie es nichts am weiteren Schicksal des Spinnenmännchens etwas ändert, wenn er im guten Glauben zu der Schwarze Witwe unterwegs ist und sich dabei denkt, daß sie nach dem Akt bei ihm eine Ausnahme machen werde.

Dieser Verrückte war eine Vorgänger-Version von mir, einer von vielen auf dem Müll gelandeten Crash Test Dummies nach dem Frontalzusammenstoß mit unserer beider Nemesis.

Vater und Sohn prügelten den Typ, der den Kneipenrandalierer eher mimte, als wirklich Widerstand leistete, bis vor die Tür. Bevor sie ihn gemeinsam mit einem Arschtritt nach draußen beförderten, gab er mir aber final noch einen mit auf den Weg:

»Ach, bevor ich es vergesse, Arschloch, hat sie die Nummer mit dem Selbstmordversuch schon durch mit dir? Und das mit der plötzlich geil gewordenen alten Fotze im Heim?«

Danach Gelächter, Gelächter in der Nacht. Sehr lange.

Copyright © 2021 by Akif Pirinçci, Bonn

Model: Yael Shelbia

Akifs wichtigste Bücher

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Deutschland von Sinnen – der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer

Akif auf Achse – „Das Schlachten hat begonnen“ und andere Texte

Die große Verschwulung – Wenn aus Männer Frauen werden und aus Frauen Männer

Der Übergang – Bericht aus einem verlorenem Land

Attacke auf den Mainstream – Akif Pirinçcis „Deutschland von Sinnen“ und die Medien

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