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Wollt Ihr den totalen Lockdown?

Die elfte Lockdown-Woche läuft – doch eine merkliche Entspannung der Corona-Lage in Deutschland bleibt weiter aus. Anders als von der Politik erhofft, sind die Infektionszahlen weder durch den moderaten Lockdown Light im November noch durch die deutlich verschärfte Dezember-Variante stark zurückgegangen; im Gegenteil: Inzwischen steht Deutschland in der Corona-Bekämpfung schlechter da als die USA. Anders als in der Berichterstattung über Amerika, wo man immer von „Trumps Toten“ sprach, sind das jetzt natürlich nicht „Merkels Tote“.

Aufgrund der Erfolglosigkeit des bisherigen Lockdowns könnte Deutschland spätestens im Februar der totale Lockdown drohen, dann nicht nur mit geschlossenen Geschäften, Kitas, Schulen und Kulturbetrieben, sondern auch mit ganztätigen Ausgangssperren und dem Verbot, haushaltfremde Personen überhaupt noch zu treffen. Das Verlassen der eigenen Wohnung könnte dann nur noch für Arztbesuche, den Einkauf oder in dringenden Fällen erlaubt sein.

Alexander Kekulé, Inhaber des Lehrstuhls für Medizinische Mikrobiologie und Virologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie des Universitätsklinikums Halle, spricht sogar von einem harten Lockdown bis mindestens Mitte Juli.

Auf die Gefahr hin, uns zu wiederholen: Politik heißt, eine Maßnahme, die offensichtlich nicht zum Erfolg führt, zu verlängern und zu verschärfen, statt über Alternativen nachzudenken oder mal zu schauen, wie das andernorts gehandhabt wird, wo man erfolgreicher ist.

Das Problem ist, dass man dann zugeben müsste, dass man bisher auf dem Holzweg war. Das kostet Glaubwürdigkeit und folglich auch die Akzeptanz für andere Entscheidungen, vor allem angesichts der immensen Kollateral- und Flurschäden der bisherigen Maßnahmen. Nachher will es – wie immer – keiner gewesen sein.

Folge der Wissenschaft

Die „Welt“ berichtet am 13. Januar: Hendrik Streeck, Professor für Virologie und Direktor des Instituts für Virologie und HIV-Forschung an der Medizinischen Fakultät der Uni Bonn betont, dass die britische Virus-Mutation nicht so exorbitant viel ansteckender ist, wie manche glauben. Zudem hält er Inzidenzwerte für kein geeignetes Mittel, den Stand der Pandemie zu bewerten. Mit Blick auf die gegenwärtig bekannten Corona-Mutationen gab der Virologe Entwarnung. Zwar habe die britische Variante eine höhere Infektiosität. „Eine infizierte Person steckt nicht mehr drei Menschen an, sondern 3,7.“ Dieser Anstieg sei ernst zu nehmen, habe aber nicht die Dimension von Masern, wo die Infektionswahrscheinlichkeit bei zwölf liege. Die Mutation müsse weiter untersucht werden, es gebe aber keinen Grund zur Panik.

Die „Welt“ berichtet am 15. Januar: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich besorgt über die neue Variante des Coronavirus geäußert, die zuerst in Großbritannien entdeckt worden war. „Man muss sich das fast so vorstellen, als ob eine neue Pandemie beginnen würde“, sagte er zu „Bild TV”. Die Mutante sei offensichtlich so viel ansteckender, „dass wir das mit den Lockdown-Maßnahmen, die wir in der Vergangenheit gemacht haben, sehr schwer beherrschen können”.

Die Politik wiederholt derweil stur ihr Mantra: „Folgt der Wissenschaft!“

Ja gerne – aber welcher bitte?

Beim Barte des Propheten!

Die Maske muss dicht mit dem Gesicht abschließen, um wirksam zu sein. Undichte Stellen sorgen dafür, dass die Luft ungefiltert an der Maske vorbeiströmt.

Der Präsident der Gesellschaft für Aerosolforschung, Christof Asbach, fordert daher, dass Bartträger sich den Bart abrasieren, denn eine FPP2-Maske mit einem Bart zu tragen, sei blanker Unsinn.

Wir warten jetzt darauf, dass die Regierung Bärte verbietet. Der Vorteil wäre, dass dann nicht mehr so viele Möchtegern-Holzfäller-Hipster mit ihren Milchbärten das Auge beleidigen.

Wir bleiben aber gespannt, wie sich das dann hinsichtlich Menschen, die einen Bart aus religiösen Gründen tragen bzw. sogar tragen müssen, mit der in Artikel 4 des Grundgesetzes garantierten Religionsfreiheit verträgt.

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6 Bemerkungen

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  • So kann man ein Land Wirtschaftlich auch ruinieren,es kommt einem so vor,als ob das auch gewollt ist.Statt immer nur zu labern,sollte die Regierung sich endlich um genügend Impfstoff bemühen,wenn nötig auch ohne EU.

  • Spielt doch keine Rolle mehr, wie lang letztlich der Lockdown in die Länge gezogen wird. DE wird sich davon lang, oder gar nicht wirklich, erholen, so oder so. Merkel hat es geschafft, das Land ist platt, die Gesellschaft unwiederbringlich gespalten, Unruhen können die Folge sein.

  • Wenn die neue Variante des Virus wirklich diese erhöhte Übertragbarkeit besitzt und sich an den Zielen nichts ändert, wird sich in einem Monat nichts lockern lassen, auch nicht in 3 Monaten. Man wird sehen wie sich die Situation in Israel ändert, wo aktuell immerhin schon 25 Prozent der Bevölkerung geimpft sind. Man sollte annehmen dort bald erste Effekte zu erkennen, wobei dies auch stark davon abhängen dürfte, ob eine Impfung nicht nur die Erkrankung, sondern auch die Weitergabe verhindert.

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