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Jemand schickte mir über Facebook ein Video, das Anetta Kahane am 24. November im Saal der Bundespressekonferenz zeigt, gemeinsam mit Felix Klein, dem Antisemitismus-Beauftragten der Bundesregierung, und Kevin Kühnert, dem stellvertretenden Parteivorsitzenden der SPD. Das Thema, wie es Anetta formulierte: „Antisemitismus in Corona-Zeiten“. Man beachte den Plural, Corona-Zeiten: Hier richten sich gewisse Kreise offenbar auf den fortwährenden Ausnahmezustand ein. Die Versuchung ist groß: Nie zuvor ist es Regierungen in demokratischen Staaten gelungen, so massiv die Rechte ihrer Bürger einzuschränken, die Gesellschaft vom Kleinkind bis zum Greis mit Panik-Propaganda in Angst und Schrecken zu versetzen und alles zu verbieten, was man sowieso, der bequemeren Herrschaft zuliebe, schon immer gern verbieten wollte.

Kurz zu Anetta Kahane, die im Figurenbestand des Merkel-Imperiums als Spezialistin für Antisemitismus geführt wird. Was sie in gewisser Weise auch ist, doch anders, als man denkt: aus dem Erfahrungsschatz einer Täterin. Juden einer tödlichen Verfolgungsbehörde als Gegner und Staatsfeinde zu melden, ist noch mehr: aktive Beteiligung an der Verfolgung von Juden. Genau das hat Anetta Kahane getan (zum Beispiel, als sie die Brüder Brasch bei der DDR-Staatssicherheit als „Feinde der DDR“ denunzierte, Klaus Brasch nahm sich wenig später das Leben). Es gehört zu den Schandflecken der sonst segensreichen Geschichte der Juden in Deutschland, dass es jüdische Denunzianten gab, wie die Gestapo-Spitzel Stella Goldschlag und Rolf Isaaksohn, die in Berlin versteckte Juden aufspürten. Oder später in der DDR, wo die Denunziation aus politischen Gründen erfolgte, etwa, wie die durch Anetta Kahane, als Feind des Staates. Ausgerechnet diese Spezialistin wurde von der Regierung Merkel ausgesucht, die Deutschen über Antisemitismus zu belehren. Eine der vielen grotesken Personalien im schrägen Reich der Kanzlerin.

Worum ging es nun in der von rund einem Dutzend Journalisten besuchten „Bundespressekonferenz“? Zunächst wurde das spärliche Publikum darüber belehrt, dass die „Bundespressekonferenz“ ein „regierungsunabhängiger Verein“ sei, also eine der vielen mysteriös finanzierten Stiftungen, Körperschaften, Institute etc., die zur Verschleierung der Manipulation und Infiltration durch die Bundesregierung aus dem Hut gezaubert werden. Wie auch die Amadeu-Antonio-Stiftung zur Bekämpfung von „Rassismus“ und „Rechtsextremismus“, der die Spezialistin Anetta vorsteht. Eine Milliarde Steuergelder will die Bundesregierung in den nächsten Jahren in den „Kampf gegen Rechts“ investieren – da braucht es „regierungsunabhängige Vereine“ für die manipulative Feinarbeit, mit bewährten Kräften, an die man das viele Geld überweisen kann.

Oppositionelle Regungen in der Bevölkerung unterdrücken

Das vorgetragene Narrativ des Dreigespanns Kahane-Kühnert-Klein war so simpel wie abenteuerlich: „Corona-Leugner“ neigten bekanntlich zu „Verschwörungstheorien“, zugleich gehörten Verschwörungstheorien zum Arsenal des Antisemitismus – folglich sind alle Gegner der staatlichen Corona-Politik potenzielle Antisemiten. Und daher in Deutschland, wo man nach dem Holocaust den Antisemitismus besonders nachdrücklich bekämpfen muss, zum Abschuss freigegeben. Antisemitismus als Popanz, um oppositionelle Regungen in der Bevölkerung zu unterdrücken. Just in diesen Tagen hat Angela Merkel, gekleidet in Gelb, die Farbe der Pest und des Neides, neue Regeln zur Entmündigung ihrer Mitbürger verfügt.

Ich bekenne mich hiermit als Gegner dieser Maßnahmen, die ich für maßlos übertrieben, destruktiv, zukunfts- und kinderfeindlich, zum Teil für offen unmenschlich halte – und erwarte nun die fällige Anschuldigung, ein Antisemit zu sein. Vielleicht durch den „regierungsunabhängigen Verein“ von Anetta, die dann endlich nachholen könnte, was ihr während unserer Jugendzeit in der DDR nicht gelungen ist: mich als Staatsfeind zu denunzieren.

Den beiden männlichen Spezialkräften für „Antisemitismus in Corona-Zeiten“, Kevin Kühnert und Felix Klein, blieben neben der eloquenten Anetta nur Statistenrollen. Wobei sich Kühnert zu der Behauptung erkühnte, der assumptive Antisemitismus der „Corona-Leugner“ erinnere an die blutigen Judenverfolgungen zu Zeiten der Pest. Ein Vergleich, der von peinlicher historischer Unbildung zeugt: Weder ist das Corona-Virus im Begriff, Europa zu entvölkern wie einst die Pest, noch ist es in den letzten fünfundsiebzig Jahren irgendwo in diesem Erdteil zu Pogromen eingeborener Bevölkerungen gegen Juden gekommen.

Bindeglied „Verschwörungstheorie“

Dennoch wird eine neue Theorie zusammengeschustert, die den Unmut in der Bevölkerung als im Wesen antisemitisch darstellt. Brav berichteten regierungsnahe Blätter, Jüdische Allgemeine, taz oder Neues Deutschland, über das offenbar von der Bundesregierung angeregte, sonst wenig beachtete Ereignis: „‚Ich will darauf hinweisen, dass Deutschland Spitzenreiter der Corona-Proteste ist‘, unterstrich Kahane. Die deutsche Bevölkerung scheine sich mit der Pandemie in seltsamer Weise auseinanderzusetzen, in anderen Ländern gebe es dies in dieser Form nicht. Kahane forderte mehr Programme, die sich gezielt gegen Verschwörungsideologien richten, die Polizei müsse entsprechend geschult und der Schutz jüdischer Bürger und jüdischer Einrichtungen müsse verbessert werden.“

Die Verquickung von „Corona-Protesten“ und Antisemitismus geschieht über das Bindeglied „Verschwörungstheorie“. Dabei sieht es ganz so aus, als würde hier eine neue Verschwörungstheorie konstruiert, betreffend die Verschwörung von Teilnehmern an Corona-Protesten mit jenen, die „jüdische Bürger und jüdische Einrichtungen“ bedrohen. Verbreitet Anetta ihrerseits eine Verschwörungstheorie? Zur Bekämpfung dieser – eindeutig staatsfeindlichen – Verschwörung wären dann alle Mittel erlaubt. In diesem Sinn fordere, wie die taz berichtet, Bayerns Ministerpräsident Söder, „dass der Verfassungsschutz die Proteste genauer ins Visier nimmt. Der Thüringer Geheimdienstchef Stephan Kramer schloss sich dem an. Denkbar wäre, dass der Verfassungsschutz nicht einzelne Gruppen unter Beobachtung stellt, sondern das Spektrum an sich…“

Dieser Artikel von Chaim Noll erschien zuerst in der Jüdischen Rundschau

Buchtipps zum Thema

Andreas H. Apelt, Maria Hufenreuter (Herausgeber): Antisemitismus in der DDR und die Folgen

Moshe Zuckermann (Herausgeber): Zwischen Politik und Kultur – Juden in der DDR

Jutta Illichmann: Die DDR und die Juden – Die deutschlandpolitische Instrumentalisierung von Juden und Judentum durch die Partei- und Staatsführung der SBZ/DDR von 1945 bis 1990

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8 Bemerkungen

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  • Laut Kahane sei es „die größte Bankrotterklärung“ der deutschen Politik seit der Wiedervereinigung, „daß ein Drittel des Staatsgebiets weiß“ geblieben sei.
    http://www.pi-news.net/2015/07/kahane-der-osten-ist-zu-weiss/

    In einem Artikel der “Jungen Freiheit” vom 6.12.2016 heißt es:
    …. hatte der Stasi-Experte Hubertus Knabe das Bundesjustizministerium aufgefordert, die Kooperation mit der Amadeu-Antonio-Stiftung zu beenden. Knabe hatte die Stasi-Akte Kahanes analysiert und war in einem Beitrag für den Focus zum Schluß gekommen, ihre Tätigkeit als Inoffizieller Mitarbeiter der Stasi (IM) sei als „mittelschwer einzustufen.“
    „Ausgeprägte positive Haltung zu den Sicherheitsorganen“
    In ihrer achtjährigen Spitzeltätigkeit habe Kahane unter dem Decknamen „Victoria“ Berichte über Freunde und Gesprächspartner“ an die Stasi geliefert und Personen belastet, die gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings protestiert oder mit dem Liedermacher Wolf Biermann sympathisiert hatten. Von Feiern habe sie akribisch Namen und Tätigkeiten aller Teilnehmer übermittelt. Dafür erhielt sie laut Knabe „Kaffee, Schnaps, Zigaretten und Kuchen“ als Belohnung sowie eine Prämie von 200 Mark und einen goldenen Füllfederhalter.
    Ihr Führungsoffizier habe mehrfach hervorgehoben, Kahane besitze eine „ausgeprägte positive Haltung zu den Sicherheitsorganen“. Weiter urteilte er über Kahane: „Sie belastete Personen und sprach über persönliche Verbindungen“. So berichtete sie über Personen, die „potentiell für staatsfeindliche Handlungen, besonders illegales Verlassen“ in Frage kämen.
    Es ist nicht das erste Mal, daß die Stiftung und Kahane in der Kritik stehen. So warf der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Feist der Stiftung vor, mit Linksradikalen zu kooperieren. Er forderte das Bundesfamilienministerium daher auf, die finanzielle Förderung der Stiftung zu beenden.
    https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/csu-politiker-kritisieren-kooperation-mit-kahane-stiftung/

  • Immer wieder: Das alles ist Ausfluß der politischen Gesamtlage, welche -abseits äußerer Einflüsse wie 1945f., was aber momentan nur Randphänomen ist- vom deutschen Volk als BRD-Wahlpöbel ewig zu 90% so geschaffen wurde demokratisch-frei in Wahlen. Die offenen Feinde -an der Spitze GRÜN und PDS- von Volk, Land, ewigen hohen Werten, guten Traditionen, die Vernichter von einst blühenden Institutionen (Schule, Unis usw.) und aktuell zunehmend der BRD-Wirtschaft können nur so dreist -wie ganz extrem dieses Scheusal Merkel, die übelste Machtperson seit Hitler und Ulbricht- agieren und rumtönen, weil sie zu 90% darin vom Volke ohne jeden Zwang ermächtigt wurden, die verblödeten Nichtwähler (Merkelist Bouffier/CDU zuletzt zynisch-erleichtert: “Die meisten scharfen Kritiker -der Corona-Zwänge- wählen nicht!”) inclusive. Dieses Volk ist im besten Falle nur “krank”, wie es um 1950 CDU-Kanzler Adenauer, bei aller Kritik eine große Figur der Geschichte, anmerkte, eher aber ist es heute (durch jahrzehntelange Wohlstandsverfettung in eigenverschuldete Dekadenz verfallen, begleitet natürlich auch dabei von der Gehirnwäsche, Zersetzung seit 1945 erst durch die Siegermächte und ihre Spezialisten, dann über die einheimischen Marionetten wie die zynisch werte- und volksfeindlichen rotgrünrot dominierten Hauptmedien) so polit-mental verkommen wie die Politiker und Parteien (Merkel-CDU, Söder-CSU, SPD-Jusos = DKPaffin, GRÜNE mit Pädos, “LINKE” = PDS/SED, feige Lindner-FDP usw.), die es wählt, nichtmal Hitler dürfte bei 90% gelegen haben an Zustimmung! Änderung, Korrektur, Wende, Rettung sind kaum noch zu erwarten, die Deutschen bald inder Minderheit wie die Weißen in den USA. Aber wie sagte es einst BenGurion: “Ein Realist rechnet immer auch mit einem Wunder!”

  • Aber Ex-IM-Victoria gern gesehene Interview-Partnerin und-oder Kolumnistin bei den immer rotgrünroten Medien FR und HR, wo jedes Dreckwerfen gegen Patrioten antifaschistisches Heldentum sei!! Beim HR auch Antifa-Freund Patrick Gensing und Institut für Politische Schönheit (soll an der Ibiza-Affäre beteiligt sein!!?) im ach so edlen “Kampf-gegen-rechts”. Dieser zuletzt wieder heftig betrieben von HR1-Moderatorin Marion Kuchenny, die (frustriert über die CDU nach dem Gebühren-Scheitern für die ÖR in Sa-Anhalt) der AfD eine Faschisten-Rolle unterstellte zur Macht nach dem Muster der NSDAP gegenüber dem CDU-Vorgänger Zentrum!! Da hatte ja Zentrums-Oberer Von Papen beim Rechspräsidienten Hindenburg für die Ernennung, 30.2.1933, Hitlers zum Kanzler plädiert, wonach der später “voller Dankbarkeit” 1933 gleich das Zentrum wie alle anderen nicht-braunen Parteien verbot mit Androhung der Todesstrafe für Neugründungen. Und diese Art Politik wollen uns immer noch einige unverbesserlichen AH-Anhänger als das Beste für Deutschland andienen, nur kaputtgemacht von den ach so bösen Feinden und J…. !!

  • Kahane und auch Merkel waren im alten DDR-System äußerst systemkonform und überzeugte Gesinnungstäter und ganz sicher keine Widerständler.
    Eine solche Sozialisierung, besser Konditionierung, legen diese Herrschaften nicht einfach ab, sondern haben den Zusammenbruch der alten DDR sicherlich als Katastrophe empfunden.
    Typisch für diese zunächst heimatlosen Kommunisten war ihr Versteckspiel mit ihrem wahren Ich in der neuen gesellschaftlichen Umgebung, bis sie sich offensichtlich wieder sicher fühlen können.
    Nun ist es offensichtlich wieder so weit und das Versteckspiel hat ein Ende.
    Es werden wohl auch über Merkel gewisse eindeutige und entlarvende Informationen geben, die verborgen in den geschredderten Dateien der ehemaligen Staatssicherheit der alten DDR stecken.
    Die computergesteuerten Untersuchungen dieser Papierschnitzel musste ja eingestellt werden und dürfen nicht weiter fortgesetzt werden.

    Möglicherweise gab es auch eindeutige Informationen über Merkel in den Rosenholz-Unterlagen, die zunächst in den USA waren und dort ausgewertet, bevor sie Deutschland zurückgegeben wurden. Es wäre daher ein Leichtes gewesen, belastendes Material einfach aus diesen Aktenunterlagen verschwinden zu lassen, um ein solches belastendes Material gegen Frau Merkel einsetzen zu können, wenn es z.B. der CIA oder der amerikanischen Politik nützlich erscheinen würde.

    Nach dem Fall der Maske bei Frau Merkel scheint eine solche Variante durchaus einen realen Aspekt zu besitzen und finden sich immer häufiger ehemalige SED-Funktionäre und Systemträger in wichtigen politischen Funktionen Gesamtdeutschlands wieder.

    Frau Kahane dürfte also gar nicht in der jetzigen Vorstandsfunktion einer mit Steuergeldern üppig unterstützten Stiftung sein. Ihr Verrat von ehemaligen DDR-Juden zeigt uns eindeutig, wie weit und zu welchen Unmenschlichkeiten die Person Kahane wirklich bereit war und wohl von ihrer Überzeugung her heute immer noch ist zu gehen.

    Auch in der Bundesregierung dürfte diese Einschätzung bekannt sein und hat erstaunlicherweise keine Konsequenzen.
    Bei Frau Lamprecht (SPD), Bundesjustizministerin, und bei einem Herrn Maas (SPD), jetziger Außenminister, dürfte Frau Kahane regelmäßig und ungeniert ein- und ausgehen.

    Wir können daher eine starke Vernetzung unter den Linksextremen feststellen, die für unser Land immer bedrohlichere Züge annimmt.
    Doch auch diesbezüglich schläft bekanntlich der regierungsschützende und regierungsabhängige so genannte Verfassungsschutz und einem Herrn Haldenwang (CDU).

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