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Wikipedia-Einträge ändern sich ständig, meiner zumindest. Das liegt bei mir vor allem am besagten Stalker, der ständig versucht, Irrelevantes, Wertendes und Unbelegtes unterzubringen. Zeitweilig war mein Eintrag länger als der von vielen wirklich prominenten Menschen. Glücklicherweise schreiben für Wiki auch Menschen, die nicht geistig behindert sind, die den Rotz des Stalkers wieder löschen.

Und nun lasst uns meinen Eintrag durchgehen. Als Erstes fiel mir auf, dass mein Foto nicht mehr da ist. War wohl zu schick. „Rechte“, zu denen ich laut Wikipedia gehöre, dürfen kein Gesicht haben und falls doch, muss es hässlich sein. Der Einstieg, „Oliver Flesch (* 24. Juni 1969 in Hamburg), ist ein deutscher auf Mallorca lebender YouTuber, Blogger, Buchautor und politischer Netzaktivist, der den politischen Rechten zugeordnet wird“, ist okay, der las sich schon mal weitaus schlechter.

Mein Vater taucht gar nicht mehr auf, wahrscheinlich weil mein Stalker, der sich angeblich als Journalist ausgibt, unter anderem, um Freikarten für Konzerte und so weiter zu erschnorren, zu blöd zum Recherchieren ist, keine Quelle gefunden hat; oder vielleicht auch, weil „Rechte“ keine Familie haben dürfen, könnte sie ja menschlich erscheinen lassen.
Gut, dann schreib ich’s halt selbst. Was eine Wiki-Todsünde ist, aber nur, wenn man es auch selbst einträgt. Ich schreibe es hier und überlasse es den Wiki-Autoren, was sie davon übernehmen.

Flesch ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Fleschs Vater, Walter Flesch, war Lehrer und Mitglied der KPD, aktiv im Widerstand gegen den Nationalsozialismus und wurde im Mai 1935 wegen ,,Vorbereitung zum Hochverrat” zu 30 Monaten Strafhaft verurteilt. Im April 1937 wurde er aus dem Konzentrationslager Hamburg-Fuhlsbüttel entlassen.

Fleschs Großvater, mütterlicherseits, Robert Arthecker war während des Nationalsozialismus SS-Hauptsturmführer, SS-Hauptsturmführer der Waffen-SS und Mitglied der Leibstandarte SS Adolf Hitler.

Fleschs Onkel, Lothar Arthecker, wurde als leitender Polizeidirektor und Leiter der Bereitschaftspolizei mitverantwortlich für den „Hamburger Kessel“ (1986) gemacht.

Fleschs Sohn, Joel Moser, ist der Hip Hop-Künstler Joey Bargeld.

Quellen:
http://www.bredelgesellschaft.de/schoeps/rb1997.html

http://www.tenhumbergreinhard.de/1933-1945-taeter-und-mitlaeufer/1933-1945-biografien-a/arthecker-robert.htmlhttps://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13521166.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Polizeigewalt#Hamburghttps://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13521166.html

https://taz.de/Debuetalbum-von-Joey-Bargeld/!5630598/

So, und jetzt werden wir mal ein paar Dinge richtigstellen. Wiki schreibt:

Zwischen 1994 und 2003 war Flesch als Journalist bei der Hamburger Morgenpost, der Bild und der Neuen Revue tätig. Von 1998 bis 2000 arbeitete er als Redakteur für die Bauer Media Group, verfasste ein Drehbuch und machte sich danach als Autor für Romane und Drehbücher, vorwiegend mit dem Schwerpunkt Popkultur, selbständig. Zwischenzeitlich arbeitete er als Event-Veranstalter, als DJ unter dem Künstlernamen DJ Doo Wop Dude, und betrieb eine Rock ’n’ Roll-Bar in Hamburg. Von 2009 an lebte er in Berlin, unter anderem drei Jahre in Neukölln. 2011 schrieb er für einige Zeit eine Kolumne für den Sportwetten-Anbieter Betfair.com.

Der Satz „als DJ unter dem Künstlernamen DJ Doo Wop Dude“ wurde mir neulich von einem völlig ahnungslosen WELT-Autor um die Ohren gehauen. Ja, Mensch, ich kann doch auch nix dafür, wenn mein Stalker so ein irrelevantes Zeug schreibt, nur, weil er dafür eine Quelle gefunden hat. Und wenn man schon meine gesamte berufliche Laufbahn abbilden will, hätte man ja auch schreiben können, dass ich diverse Fernsehbeiträge für RTL, Pro7 und Kabel1 produziert habe. Aber klar, mein Discjockey-Name ist natürlich wichtiger. Andererseits ist’s doch schön, dass die großartigste Musik der Menschheitsgeschichte, Doo Wop also, erwähnt wird (und damit wird der Satz wohl bald gestrichen werden, die wollen mir ja nix Gutes tun, die „Wiki-Nazis“, wie ich sie gern nenne).

Wiki weiter:

2006 erschien das Buch Let the good times roll! von Horst Fascher, an dem er mitgearbeitet hat. Es erreichte Platz 18 der Spiegel-Bestsellerliste. 2008 schrieb der Sänger Gunter Gabriels Biografie: Wer einmal tief im Keller saß – Erinnerungen eines Rebellen, an dem er als Co-Autor beteiligt war.[5] Weitere Publikationen sind Baby, das war’s!: Ein Hauptstadtroman, Das Phänomen Harald Schmidt, eine Biographie über den Satiriker Harald Schmidt zusammen mit Kai Bukowski, und die Kompilation Kranke Geschichten: Die Anti-Pop-Anthologie zusammen mit Ramona Ambs, Christian von Aster und Ina Brinkmann.

Lauter Lügen: Ich habe an Let the good times roll! nicht mitgearbeit, ich habe es von der ersten bis zur letzten Seite geschrieben; dasselbe gilt für das Buch Wer einmal tief im Keller saß – Erinnerungen eines Rebellen. Gegen diese Falschbehauptungen werde ich vorgehen, sollten sie nicht umgehend richtiggestellt werden.

Wiki weiter:

Flesch betreibt auf seiner persönlichen Website ein Blog mit dem Titel Wahre Männer – Liebe, Lust & Populärkultur für böse Mädchen und große Jungs, in dem er seit 2012 in loser Folge Artikel über verschiedene Themen veröffentlicht. Das Magazin GQ – Gentlemen’s Quarterly schrieb über diese Website: „Zwischen den launigen Sex- und Lifestylethemen streut er harte Gesellschaftskritik ein“.

Ups, wer hat denn da bloß den letzten Satz abgeschnitten? Auch noch ohne zu kennzeichnen, dass er beschnitten wurde? Hier ist er in Gänze:

„Zwischen den launigen Sex- und Lifestylethemen streut er harte Gesellschaftskritik ein und ist so zu einem Meinungsführer der Männerbewegung geworden.“

Weiter mit Wiki:

Anfang 2018 berichtete die Frankfurter Rundschau, dass Flesch in die Organisation einer Demonstration gegen Angela Merkel in Hamburg involviert war. Bei der Demonstration, die auch von Pegida-Gründer Lutz Bachmann unterstützt wurde, waren vor allem Menschen vom rechten Rand anwesend.
Vice News beschrieb einen von Flesch mit Johannes Thiesen und Marie-Thérèse Kaiser im Februar 2018 veranstalteten und über seinen Youtube-Kanal übertragenen Live-Stream als „zweieinhalb Stunden Holocaust-Leugnen, alternative Fakten, Deutschlandfähnchen und Sextipps“. Flesch selbst spricht sich gegen Holocaustleugnung aus.

Dass die linksextreme Pleitepostille Frankfurter Rundschau bei Wiki als seriöse Quelle gilt, sagt alles. Meine „Unterstützung“ lag darin, dass ich per Livestream drüber berichtete. Was Lutz damit zu tun hatte? Keine Ahnung! „Rechter Rand“? I wo! Die Demo-Reihe war ja im Mainstream gerade deshalb so gefürchtet, weil die Veranstalterin aus der bürgerlichen Mitte kam. Das linksextreme Jugendmagazin Vice wurde, na klar, nur zitiert, um mich mit „Holocaust-Leugnung“ in Verbindung bringen zu können. Der Satz „Flesch selbst spricht sich gegen Holocaustleugnung aus“ wurde nachträglich und zähneknirschend eingefügt. Mir tut in diesem Abschnitt J. T. leid, dessen Klarname von Wiki ausgeschrieben wurde, der ein völlig harmloser Junge ist, null mit „Rechts“ zu tun hat und nun gebrandmarkt ist.

Wiki weiter:

Im September 2018 wurde Flesch in der New York Times als Beispiel einer „far right figure“ („Rechts-außen-Person“) bezeichnet und dafür kritisiert, dass er nach den Ausschreitungen in Chemnitz mehrere Videos auf YouTube veröffentlicht hatte, die die Vorkommnisse falsch darstellen würden.

NEW YORK TIMES, YEAH! Zum zweiten Mal übrigens. MEIN Buch Let the good times roll! wurde dort besprochen. Nun ist es allerdings nicht so, dass mich in New York City, außer in der Doo Wop-Szene, auch nur eine Sau kennen würde. Deutsche linksextreme Korrespondenten warfen mir vor, die Vorkommnisse falsch dargestellt zu haben. Ist natürlich Nonsens. Richtig ist, dass eines von circa zehn Videos fehlerhaft war. Eine völlig normale Sache, Fehler passieren und gerade dem Mainstream. Ich habe es im nächsten Video richtiggestellt und es aus dem Netz genommen.

Wiki weiter:

Der Soziologe Götz Frommholz bezeichnete Flesch als „Rechtspopulist“, der „komplexe Sachverhalte […] simplifiziert [darstellt] und Minderheiten […] stigmatisiert“. Er gehöre zu einer Gruppe von rund 20 prominenten deutschen Bloggern, die auf Youtube rechtspopulistische Inhalte verbreiten würden. Laut einer Studie der Sozialwissenschaftler Patrick Stegemann und Sören Musyal ist Flesch „fester Bestandteil der deutschsprachigen Youtube-Rechten.“ Flesch steht der Alternative für Deutschland nah. So war er bereits Gast der Partei im Bundestag und reproduziert die Positionen der Partei in seinen Videos.

Ach, die 1,3 Milliarden Moslems auf der Welt sind also eine Minderheit. Ich lern auch nie aus! Und welche Minderheit soll ich noch stigmatisiert haben, Götz Holzkopf? Man weiß es nicht.

Wiki weiter:

Neben politischen Themen setzt sich Flesch für Männerrechte ein. In seinem Blog spricht er sich gegen eine Frauenquote aus und sieht den Grund für das Fehlen von Frauen in Führungspositionen darin, dass diesen „einfach der Biss [fehle], um ganz nach oben zu kommen“.

PHAHAHA! Herrlich, dass es diese Wahrheit in meinen Eintrag geschafft hat. Allerdings setze ich mich nicht für Männerrechte ein. Ganz im Gegenteil, wie aus dem zitierten GQ-Artikel ganz eindeutig hervorgeht, Ihr Recherche-Weltmeister da bei WIKI.

Wiki weiter:

Im Mai 2019 drehte Flesch ein kritisches Video über das linke Hausprojekt Rigaer 94 in Berlin-Friedrichshain. Wenige Tage später wurde er in der Nähe mit Knüppeln verprügelt.

Eine überraschend faire Darstellung, um auch mal was Nettes zu sagen.

Im März 2020 agitierte er gemeinsam mit zwei weiteren Männern bei einer antifaschistischen Demonstration auf Lesbos, dabei kam es zu Ausschreitungen.

Dummes Zeug. Es war in meiner Erinnerung keine antifaschistische Demonstration, sondern eine Pro-Invasoren-Demo und außerdem waren wir nicht auf der Demo. Wir standen etwa 150 Meter entfernt und wurden von Linksfaschisten eingekesselt. Es spielte auch keine Rolle, ob wir „agitierten“, was immer das in diesem Fall bedeuten soll, oder einfach nur rumstanden. Ich wurde erkannt, worauf die Linksfaschisten losstürmten. Die griechische Polizei, die natürlich auf unserer Seite war, holte uns da raus. Sonst wäre es übel ausgegangen,. Wir waren drei, die etwa 30.

Wiki weiter:

Am 28. September 2020 war Oliver Flesch in der ProSieben-Reportage Rechts.Deutsch. Radikal während einer Veranstaltung der AfD-Fraktion in den Räumlichkeiten des Bundestages zu sehen. Darin bedrängt er offenbar stark angetrunken Reporter Thilo Mischke aggressiv, sich vom „politischen Islam“ zu distanzieren. Sein Gebaren veranlasste den Veranstalter, den AfD-Bundestagsabgeordneten Petr Bystron, zu der Aussage: „Muss man dann bei den Veranstaltungen weniger Alkohol ausschenken.“ Die ebenfalls anwesende YouTuberin Lisa Licentia, die mit Flesch nach eigenen Angaben befreundet sei, distanzierte sich anschließend von Fleschs Auftritt und bezeichnete ihn als „kamerageil bis zum geht nicht mehr.“

Das Petr-Zitat – PHAHAHA! Kannte ich noch gar nicht. Ich habe den Ausschnitt nicht gesehen, kann mich auch nicht mehr dran erinnern. Sagt bloß, Thilo Mischke, das Beta-Männlein (er will ein Kind, seine Freundin/Frau nicht, Stand; Januar 2018), hat sich n i c h t vom politischen Islam distanziert?! Das bedeutet also, er findet es in Ordnung, dass dem Geschichtslehrer Samuel Paty von einem Moslem der Kopf abgeschnitten wurde? OHA!
Ansonsten: Na ja, was die Laiendarstellerin Lisa H. in einer nachweislich getürkten „Dokumentation“ sagt, ringt mir noch nicht einmal ein müdes Lächeln ab.

Wiki weiter:

Flesch ist für den rechtsextremen Blog PI-News und für den rechtspopulistischen Deutschland-Kurier tätig.

Zwei Lügen in einem Satz: Weder ist PI-News rechtsextrem, noch bin ich für PI-News tätig. Ich war es, ist Jahre her.

Fazit: Auch, wenn immer noch viel Quatsch in meinem Eintrag steht, bin ich doch positiv überrascht. Er las sich schon viel, viel schlimmer. Wenn Wiki nun noch die Lügen und so weiter ausmerzt, kann ich mit meinem Eintrag gut leben.

Und hier noch drei Buchtipps, Freunde …

Andreas Mäckler: Schwarzbuch Wikipedia

Schwarzbuch Wikipedia

Gunter Gabriel mit Oliver Flesch: Wer einmal tief im Keller sass

Wer einmal tief im Keller saß

Horst Fascher / Oliver Flesch: Let the good times roll!

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