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Nach fast drei Stunden in den verschiedenen Livestreams von der Demo, den „Nachrichten“ in den ÖR und dem Lesen vieler Kommentare in den sozialen Medien, erlaube ich mir ein paar Feststellungen zu der gestrigen Demo und ihrer Bewertung.

1. Die Demo lief unter dem Titel „Corona“, hört man aber einige Interviews mit Teilnehmern, dann geht der Protest weit darüber hinaus. „Corona“ war Inhalt und Aufhänger, weil im Moment DAS zugkräftige Thema, allgemeiner Verdruss über die politische Entwicklung im Lande, aber ebenso der gewichtige Inhalt.

2. Viele hielten es für schlicht unmöglich, Massen auf die Strasse zu bringen, zu bequem sei der Deutsche. Gestern ist dies gelungen, auch wenn viele die Demo ohne Masken gerade in Corona-Zeiten scharf verurteilen.

3. Die Berichterstattung der Medien ist für mich nicht nachvollziehbar. Angefangen bei der Zahl der Demonstranten, die bewußt und gegen besseres Wissen mit 15- 20 000 (eine Zeitung gar 11 000) viel zu tief gehalten wird.

Jeder einigermassen Vernunftbegabte muss sich fragen: WARUM? Aber auch die völlig unterschiedliche Bewertung und Betonug der „Corona – Risiken“ im Vergleich zur BLM-Demo gibt den vielen Kritikern recht: Hier wird einseitig und manipulativ die Regierugs-Agenda gepusht, während Kritik an derselben klein- und schlecht gemacht wird.

4. Das Echo aus der Politik ist wie erwartet negativ,allerdings sollten Regierungsmitglieder die Menschen nicht als „Idioten“ bezeichnen. Das Volk ist in einer Demokratie immer noch der SOUVERÄN, übrigens bezahlt es auch die Diäten und sonstige Vergütungen der Politiker. Das heisst nicht nur das genehme, sondern das GANZE Volk.

5. Die Demo lief, abgesehen von den Verstößen gegen die „Corona-Regeln“, sehr friedlich ab. Dass jetzt von 18 verletzten Polizisten geredet wird, davon war in den laufenden Bildern nichts zu sehen, allerdings schon, dass Ordner daran gehindert wurden, vor allem älteren Teilnehmern Wasser zu bringen.

Der Abbruch der Demo war für mich bei diesem Ablauf politisch ein taktischer Fehlzug.

Fazit: Die Bewertung dieser Demo hängt natürlich von der Perspektive des Beobachters ab. Wer sich auf das Thema Corona versteift, der kann sicher Kritik üben, muss sich aber fragen lassen,ob er das bei BLM, bei Klima-Demos, bei „Plantschfesten“ auf Seen, bei Hochzeitsfeiern oder Beerdigungen etc. auch getan hat.

Die Teilnehmer in Berlin werden anführen, dass sie ja gegen genau diese Regeln demonstriert haben. Wer seit längerer Zeit mit der Politik im Lande nicht mehr zufrieden, sondern im Gegenteil verunsichert ist, wer kein Gehör gefunden hat, sondern sich eher ausgegrenzt fühlte, wer seine Kritik „nur“ über soziale Medien äussern konnte, der wird abwägen: Nimmt er die Gefahr durch Corona in Kauf, auch die, dass der Staat Corona für noch mehr Kontrolle nutzt (man denke nur an die Nutzung der „Gästelisten“ in der Gastronomie zum Zwecke der Strafverfolgung), dafür aber die Tatsache würdigt, dass viele Menschen den Hintern hochgekriegt und „Flagge gezeigt“ haben, um in der politischen Auseinandersetzung zumindest wahrgenommen zu werden, ein wichtiges Zeichen FÜR eine Öffnung des Meinungskorridors zu setzen, nochmals die Rolle der 4. Gewalt vor Augen zu führen, vielleicht auch eine Bewegung anzustossen, ODER EBEN NICHT.

Kurz gesagt, an den Reaktionen lässt sich m. E. relativ leicht erahnen, wer ein Problem mit der „no-border“ – und Schuldenvergemeinsamung-Merkelpolitik der Globalisierer hat und wer eben nicht. Wer mit dieser Politik kein Problem hat, der kann sich auf das Thema Corona zurückziehen und die Demonstranten beschimpfen.
Dazu gehöre ich zumindest nicht.

Uwe Rapolder | Facebook | 2. August 2020
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Zwei Tage später legte Uwe nochmal nach

Wir werden bald sehen, ob die aggressiven Anfeindungen seitens der Medien und Politiker, aber auch der verängstigten Bürger,gegenüber den Demonstranten in Berlin wegen derer „Gefährdung“ der Gesellschaft durch Verbreiten des „Corona-Virus“ berechtigt sind.

Was man jetzt aber schon erahnen kann, ist die Tatsache, dass diese Demo zu einer PANDEMIE der offenen Augen und Ohren, also des ERWACHENS, führen wird.

Jeder Einzelne, der in Berlin dabei war, wird erkennen,ob und wie weit seine realen persönlichen Erfahrungen mit der „Berichterstattung“ und Bewertung von Medien und Politikern übereinstimmtoder eben differiert.
Jeder Einzelne wird diese Erfahrungen in seinem Freundes- und Bekanntenkreis weitergeben, jeder Einzelne wird zum Multiplikator werden.

Das ist wichtig, nur von „Mund zu Mund“ wird es funktionieren, aus den gängigen Schablonen auszubrechen, denn geht es nach der einseitigen Meinungsmache durch die MSM und die Politiker, wird weiter das Spiel von „Gut“ gegen „Böse“ gespielt, das Volk gespalten.

Alle, die Ihr in Berlin dabei wart, egal welcher Couleur, gebt Eure Eindrücke ehrlich weiter, egal, wem sie nun gefallen oder nicht. Die Sache eines offenen, selbstbestimmten und individuellen Lebens in Freiheit und Sicherheit ist für mich nicht weniger wichtig als diegängigen Mainstream-Themen, die uns von hoher Stelle aber so was von übergestülpt werden.

Wenn jetzt von politischer Seite und deren Medienvertreter schon ein Demonstrationsverbot ins Spiel gebracht wird, dann muss auch der letzte brave Staatsbürger erkennen, wohin die Reise geht.

Uwe Rapolder | Facebook | 4. August 2020

Und hier noch ein Buchtipp, Freunde …

Mega-Manipulation

Zensur gegen die Zivilgesellschaft

Der offene Disput ist die Grundvoraussetzung einer demokratischen Gesellschaft. Diese Voraussetzung ist in Deutschland wie in vielen anderen westlichen Staaten schon lange nicht mehr gegeben.

Die Politik der etablierten Kräfte in Deutschland wird von einer marktradikalen und kriegsaffinen Allparteienkoalition gesteuert. Die Bewusstseinsindustrie reflektiert und verstärkt diese Ideologen. Dass Verfassungsstaat und Demokratie dabei unter die Räder kommen, nehmen die Ideologen billigend in Kauf. Es geht nicht mehr allein um Medienmanipulation und Propaganda, es geht um psychologische Kriegsführung, Informationskrieg und zunehmend um Zensur gegen die Zivilgesellschaft.

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6 Kommentare

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