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Pin up-Model Sabina Kelly versteht nicht viel von E-Autos. Muss sie auch nicht. Ganz im Gegensatz zum CDU-Elektromobilitäts-“Experten” Enak Ferlemann.

Die Runde eröffnete Stephan Brandner. Er fragte, mit welchem Stromverbrauch die Bundesregierung rechne, wenn die von ihr angepeilte eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs sein sollten. Antwort: Dazu könne man nichts sagen, die Antwort werde schriftlich nachgereicht. Damit wich er dem Eingeständnis aus, dass weder das heutige Stromnetz noch die Produktionskapazitäten auf den mit der Elektromobilität verbundenen Bedarf ausgelegt sind und ihn gar nicht bewältigen könnten.

Bystron (AfD): 2029 müssen eine Million Batterien entsorgt werden – wo und wie?

Daraufhin setzte der Münchner Petr Bystron (über 10 Jahre Automobil-Erfahrung bei BMW) süffisant nach: Wenn das der Bundesregierung zu kompliziert sei, möchte er eine einfache Frage stellen. Die Regierung wollte 2020 eine Million Elektroautos auf der Straße haben, das Ziel habe sie verfehlt und auf 2022 verschoben. Dann rechnet Bystron vor: Bei einer siebenjährigen Lebensdauer würde im Jahr 2029 die Entsorgung von einer Million Batterien anstehen.
Frage: „Wie viele Entsorgungsstationen haben Sie für die Entsorgung dieser Batterien geplant?“. Antwort: „In der Tat ein großes Problem, diese Batterien zu entsorgen.“
Aber die Bundesregierung sei nicht für die Entsorgung von Batterien zuständig. Sie verlasse sich vollends auf die freie Wirtschaft. Es bleibt das Geheimnis der Bundesregierung, warum sie mit Regulierungen und Subventionen eine unterlegene und unausgereifte Technologie in den Markt zwingt und damit den freien Markt aushebelt, die Bewältigung, der von ihr dadurch verursachten Folgeproblemen auf die freie Wirtschaft schiebt.

Brandner (AfD): Vielleicht gibt es da einen Interessenkonflikt?

Nicht nur, dass die Bundesregierung keinen Plan hat, wie der ganze Giftmüll entsorgt werden soll. Trotz immenser Subventionen verpasst sie die großspurig verkündeten Zahlen an Elektroautos im Markt und ebenso die Anzahl der Ladestationen. Dazu legte Brandner den Finger in die Wunde: „Könnte es sein, dass der Ausbau an Ladestationen für Elektroautos deswegen hapert, weil er an die bundeseigene GmbH vergeben wurde, die eigentlich auf die Wasserstoffzellen-Technik spezialisiert ist?“ Vielleicht gebe es da einen Interessenskonflikt?
Antwort: „Nein, da gibt es kein Interessenskonflikt, weil Wasserstofffahrzeuge auch Elektrofahrzeuge sind.“

Spaniel (AfD): Also gibt es doch den Interessenskonflikt!

Da wird plötzlich Dirk Spaniel (20 Jahre Automobil-Erfahrung bei Daimler) hellhörig. Der Ingenieur hatte seine Doktorarbeit über Brennstoffzellenfahrzeuge geschrieben, doch diese Erkenntnisse sind ihm offenbar neu: „Ich habe gerade gelernt, dass die Bundesregierung davon ausgeht, dass die Wasserstoffzellenfahrzeuge an den Elektroladestationen geladen werden sollen. Oder sollen die Wasserstofffahrzeuge doch an entsprechenden Wasserstoff-Ladestellen tanken?“
Antwort Ferlemann: „Nein, die Elektrofahrzeuge laden an Elektroladestellen, die Wasserstofffahrzeuge an den Wasserstofftankstellen.“
Spaniel: „Also gibt es doch den Interessenskonflikt zwischen den Elektroladestellen und den Wasserstofftankstellen, wie Kollege Brandner es skizziert hat.“ Ferlemann verzweifelt: „Nein, nein, da gibt es keinen Interessenskonflikt, weil wir es beides unter Elektromobilität haben.“

Rainer Kraft (AfD): Hat die Bundesregierung Pläne …?

Nachdem die Abgeordneten erfahren haben, dass die Bundesregierung Wasserstoffzellenfahrzeuge zu den Elektrofahrzeugen zählt und deswegen kein Problem darin sieht, dass sich diese beiden unterschiedlichen Systeme konkurrieren, fragte der Augsburger Rainer Kraft, ob die Regierung zumindest plant, ein einheitliches System für die Stecker einzuführen. Denn, so Kraft: „Eine Ladesäule zu finden und daran auch Strom tanken zu können sind zwei verschiedene Dinge. Hat die Bunderegierung Pläne, die Kompatibilität der Systeme zu schaffen, so dass jedes Fahrzeug an jeder Ladesäule Strom tanken kann?“
Antwort Ferlemann: „Ja, dafür haben wir eine europäische Norm erarbeitet, so dass es eines Tages gleiche Stecker geben wird.“
Kraft: „Eines Tages?“
Ferlemann: „Ja. Noch ist es ja nicht so.“

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Und hier noch ein Buchtipp, Freunde…

Wie weit ist die Elektromobilität in Deutschland? Erfolgsfaktoren und Herausforderungen von Elektroautos

Mobilität ist zu einem Grundbedürfnis unserer Gesellschaft geworden. Doch mit dem erhöhten Verkehrsaufkommen häufen sich auch die langfristigen Probleme wie Ressourcenknappheit, Geräuschemission und Luftverschmutzung. Herkömmliche Autos sind ein Grund für die Beschleunigung des globalen Klimawandels.

Vor allem in den letzten Jahren hat deshalb ein Umdenken in Politik und Gesellschaft begonnen. Kay Fink gibt einen Überblick über die verschiedenen Antriebskonzepte für Automobile und thematisiert die Zukunft der Elektromobilität in Deutschland. Denn die Elektromobilität stellt die Automobilindustrie auch vor gewaltige Herausforderungen. Wie weit sind Elektroautos bereits verbreitet?

Wie entwickelt sich die Branche weiter? Und wie konkurrenzfähig ist der Elektromotor im Vergleich zu alternativen Antriebskonzepten? Fink beleuchtet die quantitative und qualitative Entwicklung der Automobilbranche.

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7 Kommentare

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  • Bis es soweit ist haben unsere Gäste aus dem Morgenland den emissionsfreien fliegenden Teppich entwickelt.
    Und wieso hat die Regierung keinen Plan, die Kanzlerin war doch zumindest bis zur Wende eine Befürworterin der Planwirtschaft?

  • Und erneut muss ich die Frage stellen. Wo ist der Ausgang aus der Freiluftpsychiatrie Buntblödelrepublik Schilda? In dieser Irrenanstalt haben die geisteskranken Patienten das Kommando übernommen unter Leitung der wahnsinnigen Chefärztin Staatsratsvorsitzende IM Erika.

  • Bekanntlich ist fachliche Qualifikation auf der Karriereleiter von im Politzirkus aktiven Steuermittelparasiten in höchstem Maße hinderlich, weshalb selbige ein absolutes Ausschlusskriterium ist, bei der Verteilung von Listenplätzen und Versorgungspöstchen.

    Aktuelles Beispiel: Hochdotierter Versorgungsposten für “Auf die Fresse” – Nahles, bei einer Behörde, von dessen Aufgabenbereich die Olle weniger als null Ahnung hat.

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