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Wir leben in einer Zwischenphase, wo wir noch manches umkehren können – von der Bevölkerung her – wenn wir es wollen. Eine Demokratur ist ein Übergang von demokratischen Strukturen zur Diktatur.

Wenn Sie heute fernsehen, dann haben Sie das Gefühl Sie hören Originalton DDR-Diktatur. Gegner werden – grundsätzlich, wie es im Osten üblich war – als Neofaschisten bezeichnet, obwohl sie nichts anderes tun, als Ihre Rechte zu verteidigen, Sie sind ja groß geworden.

Carl-Wolfgang Holzapfel | Night Talk | 21. Juni 2020

Carl-Wolfgang Holzapfel wuchs in West-Berlin auf. Als Heranwachsender beschäftigte sich Holzapfel bereits mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Der Ungarn-Aufstand im Jahre 1956 löste bei Holzapfel den „emotionalen Impuls“ zum aktiven Widerstand aus. Bereits im Alter von 13 Jahren schrieb er nach „desaströsen Eindrücken“ vom Volksaufstand in Ungarn ein Theaterstück über den Kampf des Budlap gegen Kremlowski. Mit 14 Jahren (1958) schrieb er ein Deutschland-Papier in 60 Artikeln und wollte damit Wege zu einer internationalen Lösung der Deutschen Frage aufzeigen. Durch eine weitere Heimunterbringung bei Göttingen scheiterte eine Veröffentlichung durch Arno Scholz, den Herausgeber des Telegraf in Berlin.

Nach dem Mauerbau im August 1961 kehrte Holzapfel aus Hamburg nach Berlin zurück und demonstrierte seither gewaltlos, bis zu ihrem Fall, gegen die Berliner Mauer. Er kritisierte öffentlich den Schießbefehl (Schusswaffengebrauchsbestimmung der DDR), außerdem setzte sich Holzapfel für die Deutsche Wiedervereinigung ein. Am 2. Oktober 1962 begann er in Berlin mit einem 72-stündigen Sitzstreik und Hungerstreik im Bereich der Hussitenstraße/Ecke Bernauer Straße, gegenüber der Versöhnungskirche, um gegen die Berliner Mauer zu demonstrieren. Holzapfel erhielt von West-Berliner Polizeibeamten einen Platzverweis und wurde auf das Polizeirevier in der Ackerstraße verbracht. Holzapfel konnte seinen Hungerstreik jedoch abends ab 22 Uhr am Lehrter Bahnhof am Gedenkstein für Günter Litfin fortsetzen. Holzapfel errichtete nach tödlichen Fluchtversuchen zusammen mit Freunden spontan mehrere Holzkreuze an der Mauer, so für Paul Schultz, der nahe der Thomas-Kirche am Kreuzberger Mariannenplatz am 25. Dezember 1963 erschossen wurde. Zusammen mit Dieter Wycisk führte er dort bei Minusgraden einen zehntägigen Hungerstreik durch, um die UNO zum Eingreifen „gegen die Morde an der Mauer“ zu bewegen.
Rest auf Wikipedia

Auf YouTube schauen: „Wir leben leider nicht mehr in einer Demokratie.“ C. W. Holzapfel bei Petr Bystron | Night Talk

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3 Kommentare

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  • Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, wo das Wort “BULLE” als Beleidigung bestraft wurde. Diese Zeit wünsche ich mir zurück.

  • Meine Erfahrung mit der AfD zum Thema DDR-Diktatur: Petr Bystron ist einer der AfD-Politiker, die von mir zum Thema DDR-Diktatur, Ausgrenzung von Zeitzeugen und 30 Jahre Wiedervereinigung angesprochen wurden. Eine Antwort erhielt ich nicht. Ob dies der internen Kommunikation geschuldet ist oder andere andere Gründe hat, bleibt offen. Durch diese Ausgrenzung geht und ging wertvolles Wissen über die DDR-Diktatur verloren.
    Ich habe über einen längeren Zeitraum verschiedenen Abgeordneten der AfD Themen und Gespräche zum Thema DDR-Diktatur vorgeschlagen, weil aktuelle Entwicklungen zeigen, wie sehr die Nicht-Aufarbeitung der DDR Folgen für heutige Fehlentwicklungen hat. Ohne Ergebnis. Man schmückt sich gern mit (prominenten) DDR-Diktaturopfern, die bereits 30 Jahre zu Wort kamen. Andere werden hingegen ausgegrenzt.
    So wurden viele Chancen vertan.
    Wer mehr erfahren will, kann mich über das Zeitzeugenbüro erreichen: https://www.zeitzeugenbuero.de/index.php?id=detail&tx_zrwzeitzeugen_zeitzeugen%5Buid%5D=269&tx_zrwzeitzeugen_zeitzeugen%5Bcontroller%5D=Zeitzeugen

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