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Die Naturschutzbewegung etwa hatte sich bei ihrer Entstehung edle Ziele gesteckt: Sie wollte den Tierschutz fördern und der Umweltausbeutung einen Riegel vorschieben. Sie erwuchs aus der Erkenntnis, dass der Finanzkapitalismus einer von natürlichen Ressourcen begrenzten Welt ein Wirtschaftssystem aufprägen wollte, welches auf grenzenloses Wachstum ausgelegt ist – und Umweltschäden die traurige Folge sind.

Allerdings war sie von Grund auf nicht ganzheitlich genug angelegt, um einen echten Naturschutz realisieren zu können. Ihr Ziel war lediglich die Integration einiger Öko-Sprenkel in das liberale System. Die Aktivisten drängten zwar auf die Einschränkung unseres Konsums, hinterfragten aber nie die zugrunde liegende menschenzentrierte, egalitäre Weltsicht.

Diese betrachtet den Menschen als Krone der Schöpfung, welche anders als alle anderen irdischen Organismen, aus welchen Gründen auch immer, nicht den gleichen Naturgesetzen unterworfen sei. Die Natur hat unterschiedliche Völker auf der Erde wachsen lassen, die in verschiedenen Geschwindigkeiten diverse Kulturen pflegen. Anstatt dies wertzuschätzen, betrachtet der moderne Umweltschützer diese Unterschiede als unterdrückerisch und damit nicht erhaltenswert. Anstatt sich für den Erhalt der bescheidenen Hochkultur eines nepalesischen Yogi einzusetzen, unterstützt er dessen Integration in die expansive Konsumkultur der Moderne im Zeichen geheuchelter Entwicklungshilfe. Exakt diese Entwicklung ist es aber, welche jedwede Chance der Rückkehr zu einer autarkeren, regionaleren, umweltfreundlicheren Welt auf absehbare Zeit beerdigt. Ausgerechnet der Öko-Aktivist ist also, ohne sich darüber bewusst zu sein, von einem elementar antiökologischen Geist beseelt und kann tragischerweise weder die Krankheit noch ihr Heilmittel ertragen.
Klemens Kilic

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Wer sich mit gutmenschlichem Irrsinn näher beschäftigen möchte, liest dieses Buch über die Grünen.

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5 Kommentare

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  • Hallo Klemens,
    finde ich interessant, was du hier sagst.
    Es gab bei den damaligen Grünen in der Anfangsphase durchaus verschiedene Strömungen, u.a. auch konservative Leute, die sich oftmals in Naturschutzorganisationen organisierten. Es wurde damals durchaus auch die Entwicklung der Technik kritisch gesehen, aus ökologischen und auch (im weitesten Sinne) religiösen Gründen.
    Eine interessante Person war hier z.B. Baldur Springmann, aber er steht sicherlich nur für einen sehr kleinen Teil der damaligen Grünen.
    LG

  • “Die Naturschutzbewegung etwa hatte sich bei ihrer Entstehung edle Ziele gesteckt: Sie wollte den Tierschutz fördern”
    Mit Verlaub, das war die Tierschutzbewegung. Die Naturschutzbewegung will die Natur schützen. Das sollte man schon unterscheiden können.
    Peinlich, es erklären zu müssen: Naturschutz ist in erster Linie Artenschutz, z.B. durch Erhalt oder Schaffung (Wiese statt Rasen) von Lebensräumen. Tierschutz ist eher Individuenschutz, z.B. durch artgerechte Haltung.

  • Hut ab, Clemens!

    Dank Dir ist uns ein SPD-Vorsitzender Stegner erspart geblieben (“Vizekanzler”, göttlich) und ein Hamburger Knabenliebhaber U16 sauber von seinen Posten und Pöstchen entfernt. Da geht noch mehr bei diesem korrupten Gesindel.

    Die Eskia, die Schwäbische Beißzange könnte dringend mal eine Heimsuchung gebrauchen 🙂

    • Schon dafür müsste man dem Klemens das Bundesverdienstkreuz umhängen! Stattdessen zeichnet unser ‘Bundespräsident der Herzen’ den Wohltäter der deutschen Sparer und Versicherten, Mario Draghi, damit aus. Verkehrte Welt!

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