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In letzter Zeit denke ich mehr denn je darüber nach, ob das ganze Schreiben, Aufklären, Informieren, das man so tagtäglich betreibt, überhaupt noch einen Sinn hat. Davon abgesehen, dass die meisten sowieso in ihrer Blase verbleiben, in der man sich nur gegenseitig die eigene Meinung bestätigt, zeichnet sich mittlerweile eine gesellschaftliche Sackgasse ab, die meines Erachtens nicht rückgängig zu machen ist.

Wenn man sich für jeden noch so differenzierten, analytischen Artikel über die Probleme von Integration, Islam und Asylpolitik 100 Mal rechtfertigen und erklären muss, nicht aber für jede noch so abstruse Äußerung zu Geschlechtern oder Polizisten, die man auf Müllhalden wünscht, dann ist der öffentliche Diskurs so weit nach links gerückt, dass eigentlich nur noch die Wahl zwischen, links sein oder Klappe halten besteht, wenn man nicht den gesellschaftlichen Tod sterben will.

Das ist keine Freiheit mehr. Das ist ein Gefängnis mit unsichtbaren Mauern, in dem man tagtäglich mit der Blödheit und dem Wahnsinn anderer gefoltert wird. Wir werden in dieser Gesellschaft keine Probleme mehr lösen. Eine Problemlösung setzt eine Problembenennung voraus. War es vorher schon nahezu unmöglich, Probleme im Kontext von Zuwanderung und anderen Themen zu benennen, ohne in eine unappetitliche rechte Ecke geschoben zu werden, ist es nach der neuerlichen Rassismus-Debatte schlichtweg unmöglich geworden, nicht auf dem öffentlichen Scheiterhaufen zu landen.

Eine Gesellschaft, die fundierte Kritik am Kopftuch genauso als Rassismus bezeichnet, wie die bloße Abwertung eines Menschen aufgrund seiner Hautfarbe, ist nicht mehr länger in der Lage, sich vor den Auswüchsen des religiösen und politischen Totalitarismus zu schützen.

Diese Gesellschaft hat sich ihrer eigenen Möglichkeit zur Verteidigung in Form von Rede- und Meinungsfreiheit beraubt. Es geht nicht mehr zurück, nur noch vorwärts. Geradewegs in den linksideologischen Abgrund. Eine linke Mehrheit in den Redaktionen gibt den Ton an. Sie tanzt die erlaubte Meinung in diesem Land vor.

Am Ende interessiert es nicht, dass es viele gibt, die hinter vorgehaltener Hand anders denken, wenn diese sich nicht öffentlich zu äußern wagen, existieren sie in der Wahrnehmung nicht. Diese Mehrheit gibt Politik und Gesellschaft den Korridor des Sagbaren vor, dem sich auch die einstigen Mitte-Rechts Parteien von CDU und FDP nicht mehr entgegenstellen. Es ist jene linke Deutungshoheit, die dafür gesorgt hat, dass die einen sich in ihrer neurotischen Überreflexion (Stichwort: Critical Whiteness) zersetzen, während die mitunter größten muslimischen Rassisten noch den moralischen Zeigefinger erheben und Rechtfertigung verlangen können.

Eine solche Gesellschaft, die den religiösen Extremisten und Dummen aller Couleur und Herkunft die moralische Deutungshoheit verliehen hat, hat ihren Zenit überschritten. Die ist dem Untergang geweiht und merkt erst etwas, wenn wir hier überall Verhältnisse wie in Dijon haben.

Jedenfalls habe ich es satt, mich von dummen und ungebildeten Menschen belehren und moralisch abqualifizieren zu lassen. Ich halte diese verlogene Kackgesellschaft, die sich nur noch durch Auslassungen und Relativierungen in Nachrichten aufrecht erhalten lässt, nicht mehr aus.

Ich habe keine Lust mehr, von links in jene rechte Ecke geschoben zu werden, von der ich beschimpft werde und der ich gar nicht angehöre. Mit Dreck beschmissen und beschimpft zu werden und am Ende nicht mal genug damit zu verdienen, dass ich zumindest einigermaßen sorgenfrei davon leben kann. Überzeugung, Rückgrat, Aussprechen, was ist, ist nichts mehr, was dir dein Überleben sichert, weil es Leute verstanden haben, ihre Profilneurose an staatlicher Stelle zum lukrativen Beruf zu machen. Ihren Minderwertigkeitskomplex zu tarnen, indem sie mit dem Finger auf all jene zeigen und sie zu Aussätzigen erklären, die im Gegensatz zu ihnen noch bei Verstand sind. In einer solchen Gesellschaft, in der die Irren die Herrschaft übernommen haben, möchte ich gar nicht dazugehören. Aber ich möchte mich auch nicht mehr für sie einsetzen.

Wenn ich ehrlich bin: Ich mag die Deutschen überwiegend nicht. Von mir aus soll der große Arsch uns zuscheißen. Es wird eh so kommen. Und dann kann ich wenigstens sagen: Ich hatte Recht.

Anabel Schunke | Facebook | 19. Juni 2020

Im Grunde, bis auf den letzten Absatz natürlich, muss ich Anabel zustimmen. Wobei, die Deutschen, die Anabel beschreibt, die mag ich ja auch nicht. Und das sind leider eine ganze Menge.
Dennoch: Aufgeben ist keine Option! Wäre auch völlig undeutsch.

Foto: Anabel Schunke, Facebook

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16 Kommentare

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  • Ich komme aus der DDR und ich kenne die Feigheit, den Opportunismus, die Hinterhältigkeit und den Verrat von Linken zu Genüge. Noch 89 bin ich als gerade einmal 18-jähriger Junge von der Stasi mitten in der Nacht verhaftet worden.
    Das sollte man wissen, um meinen folgenden Kommentar richtig zu verstehen.
    Denn meine Erfahrungen mit Kommunisten sind mit 89 nicht zu Ende gegangen.
    Die Angriffe auf AfD-Mitglieder und -Anhänger, die Gewalt mir und anderen Mitdemonstranten auf Demos wie Pegida oder „Bürger gegen Politikwahnsinn“ und etlichen anderen haben meine Erfahrungen wie eine Perlenschnur weiterwachsen lassen.

    Selbst noch vor rund 4 Jahren, als Jörg Maibaum aus der Essener WAZ-Redaktion wochenlang gegen mich hetzte und die linke Anhängerschaft gegen mich aufbrachte, musste ich meine Erfahrungen weitermachen.
    Eines Abends, als ich vor meinem Haus aus dem Auto stieg und die Straße hin zu meinen Haus überquerte, sah ich aus dem Augenwinkel 3 Typen, die sich völlig untypisch verhielten. Obwohl sie quer zu mir den Fußweg langliefen, sah ich, dass sie Ihre Schritte versuchten, meinen anzupassen und mit einzuholen.
    Mir fiel es noch gar nicht so richtig auf. Es war eher unbewusst.
    Als ich vor meiner Haustür stand, bemerkte ich, dass die Typen plötzlich hinter mir angekommen sind und nicht weiterliefen.
    Instinktiv und ohne auch nur den Bruchteil einer Sekunde zu warten, drehte ich mich um und schlug aus der Bewegung heraus dem mir an nächsten Stehenden mit der Glaswasserflasche vor die Birne. Noch während er fiel sah man schon dass die Lippe faktisch nicht mehr vorhanden war und etliche Zahnstümpfe aus dem blutigen Match leuchteten.
    Die beiden Anderen zögerten in dieser Sekunde nicht einen Moment, sondern liefen wie die Hasen um ihr Leben.
    Einer hatte einen Baseballschläger in der Hand, der Andere einen Totschläger um die Finger.
    Obwohl ich wie ein Olympionike hinter den Beiden hersprintete, waren sie zu schnell.
    Also ging ich zu dem Ersten zurück, nahm ihm einen ebenfalls aufgezogenen Totschläger von den Fingern und steckte ihm diesen vorsichtig, fast schon zärtlich in die Reste seiner Kiefer.
    Dann wies ich ihn nochmal mit kurzen Bewegungen daraufhin, was ich von seiner Aktion hielt, und stieg dann über ihn hinweg, um ins Haus zu gehen.
    Am nächsten Morgen war er weg. Nur noch ein dunkler Fleck, dem man aber, anders als in US-Filmen, nicht ansah, dass es Blut war, war zu sehen.
    Ich hörte nie wieder etwas von dieser Aktion.

    Mein Freund Werner aus Duisburg , seines Zeichens Filmer von Pegida-Demos und anderen Veranstaltungen, hatte da nicht soviel Glück. Die ihm auflauernden Antifakämpfer erwischten ihn so unglücklich, dass er schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden musste. Mehrere junge, Mitte bis Ende der Zwanziger alte Antifaschläger gegen einen über 60-jährigen alten Mann.
    Obwohl Zeugen in Duisburg der Polizei einen VW Caddy mit Dortmunder Kennzeichen beschrieben, führten die „Ermittlungen“ der Polizei unter dem damals noch amtierenden Linksextremen SPD-Innenminister Ralf Jäger zu keinem Ergebnis.
    Kaum zu glauben, aber wahr.

    Und nun sehe ich hier Antifa-Terroristen, die sich mit mehreren Mittätern auf einen einzelnen Mann stürzen und ihn mindestens zu verprügeln versuchen.
    Als der dann, wohl auch die Bilder des von Antifanten ermordeten pensionierten Polizisten und der anderen ungezählten Opfer von antifa-Gewalt vor Augend, panisch die Waffe zieht und schießt, fängt das geschockte Gekeife der Linksterroristen an.
    Und auch da liegt das Problem.
    Sie fühlen sich ihrer Sache so sicher, dass es für sie fast wie ein lustiges Spiel wirkt, sich auf andere Menschen zu stürzen und diese mindestens zu verletzen versuchen.
    Dass dieses „Spiel“ auch für sie selbst durchaus tödlich enden kann, scheinen sie sich nicht bewusst zu sein.

    Trauer oder gar Mitleid habe ich für ihn nicht übrig. Noch nicht einmal ansatzweise.
    Denn er hat sich siegessicher mit anderen in einen Kampf, mehrere gegen einen, gestürzt und hat darin verloren.
    Sollte er sterben, kann er niemandem Vorwürfe machen. Es hat ihn nämlich keiner gezwungen, die Gewalt zu anderen Menschen zu tragen.

    Die Empörung der anderen Antifanten ist genauso erbärmlich und verlogen. Denn sie haben noch Sekunden vorher die Angreifer angefeuert und gejohlt, als dieser zu Boden ging. Da war komischer Weise keiner über die eigenen Gewaltbereitschaft geschockt. Erst als diese eigene Gewaltbereitschaft zur schweren Verletzung oder gar zum Tode eines Mitkämpfers führte, reagierte man geschockt.

    Merkt Euch die Linken: Sie sind keine Kämpfer für irgendwas. Linke Gewalt ist bei denen lediglich ein Livestyle. Das ist Krawalltourismus. Das ist die Lust auf Action, das ist die Lust auf Abwechslung und das ist die Lust, relativ gefahrlos in der Masse von Gleichgesinnten andere Menschen misshandeln, verletzen oder auch töten zu könne

      • sorry aber das ist ne offensichtliche copy-pasta , “teichert” hat das unter viele Artikel geschrieben, da macht sich jemand nen Scherz und ihr erkennt es nicht

    • Klasse geschrieben, da kan. Ich mich nur den anderen hier anschließen !

      Bester Ausschnitt aus deinem Post:
      “Also ging ich zu dem Ersten zurück, nahm ihm einen ebenfalls aufgezogenen Totschläger von den Fingern und steckte ihm diesen vorsichtig, fast schon zärtlich in die Reste seiner Kiefer.
      Dann wies ich ihn nochmal mit kurzen Bewegungen daraufhin, was ich von seiner Aktion hielt, und stieg dann über ihn hinweg, um ins Haus zu gehen.”

    • Danke für diesen Kommentar, mein Herz ging auf als du den Treffer mit der Wasserflasche auf die Fressluke von der Zecke erzieltest. Hach, was hätte ich darum gegeben dieses Antifantenschwein blutend auf der Strasse zu sehen.

  • Wenn ich Anabel reden höre ist jedes zweite Wort “ähm”, umso erstaunter bin ich dagegen über ihre flüssige Schreibe. Hat sie nen Ghostwriter oder entstammen die Texte tatsächlich ihrem hübschen Köpfchen.
    Oli du alter Schwerenöter, wo hast das geile Foto wieder her? Himmel, diese Beine.

  • Die Sache ist eh ‘durch’. – Tipp: Lasst’ die (Rest-)Deutschen verrecken (denn sie wollen es ja nicht anders haben) – und seht zu, dass Ihr Euch rettet.. – sofern Ihr denn am Leben hängt.. – irgendwo hin. – – MfG + Guat’s N8le. 🙂

  • Hatten wir uns nicht geeinigt, das Bückstück jetzt Arabel Schunke zu nennen? Wie ich diese Lauwarmen hasse, diese Liberallalas, diese “Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht naß”, diese “Jedem Tierchen sein Pläsierchen”, diese Weder-Fisch-Noch-Fleisch-Gestalten. Die ständig zwischen allen Stühlen sitzen. Die ständig was zu bekritteln haben.

    Die sich selbst gerne reden hören.

    Das dürfte die Hauptmotivation bei Leuten wie Arabel Schunke, Jürgen Fritz oder David Berger sein. Und so gar nichts zu sagen haben.

  • Recht hat. Ich mag uns Deutsche auch nicht sonderlich. Zwar ist Mitläufertum und Untertanengeist überall relativ stark ausgeprägt. Bei uns aber nochmal ne Schippe extra. Dürfte a unseren Tugenden liegen. Die an sich graossartigen Fliess und Ordnungssinn, verkommen schnell zu Untertanengeist und Sklavenmentalität, wenn eine dritte Tugend nahezu vollständig fehlt. Diese Tugend heisst: Kritisches Hinterfragen, Slebstverantwortlichkeit, DIFFERENZIEREN.
    Ohne diese dritte Tugend gibts immer pro Generation nur 15% freiehitsliebender Germanen und der Rest bleibt Zeitgeist-Deutscher, wobei es komplett irrelevant ist, welche Farbe der Sozialismus hat, das aktuelle Heilsversprechen, der Idealmensch des aktuellen Kollektives beschaffen sein muss, die neuen Sündenböcke heissen…. Diesem Volk fehlt zuvodrest die Fähigkeit zu kritischen, selbstreflektorischen, differenzierten Denken.

  • Ich verstehe diese Gefühle der Entfremdung von den eigenen Landsleuten.

    Aber man kann nicht einfach sagen: Ich bin ab heute kein Deutscher mehr, sondern Chinese oder Afrikaner oder sonst was.

    Die politischen Strategen, sehen es anders. Sie halten den einzelnen Menschen in der Masse für manipulierbar, steuerbar, beeinflussbar, also im Prinzip für unzurechnungsfähig. Was heißt, dass sie für ihr Handeln auch nicht verantwortlich sind.

    Ich habe mir angewöhnt es ähnlich zu sehen. Ein Geisteskranker kann nichts für seine Geisteskrankheit. Einem angehörigen eines Volkes, das von einer Massenpsychose befallen ist, vorzuwerfen, dass er an dieser teilhat, ist meiner Meinung nach sinnlos.

  • Ich verstehe sie, mir geht es genauso. Ich möchte, und habe, mit ihnen so wenig wie möglich zu tun bzw. zu tun haben. Wo ich kann, meide ich sie. Diese Erbärmlichkeit ist nicht zu ertragen. Nur sind nicht nur Deutsche unerträglich.

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