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Konstantin Kuhle ist Liberaler.

Äh, sorry, mein Fehler, ich habe da wohl etwas verwechselt und fange nochmal von vorne an:

Konstantin Kuhle ist bei der FDP.

Ja, wenn das mal kein Grund ist, einen sozialistischen Bananenbieger wie Sigmar Gabriel, der sich im real existierenden Korporatismus nach ganz oben geschleimt hat, leidenschaftlich gegen durchaus erlaubte Kritik zu verteidigen, weil dieser nun nach erfolgreicher Erfolglosigkeit in der Politik einen hoch dotierten Aufsichtsratsposten bei der Deutschen Bank anzunehmen gedenkt!

Kuhle twittert: „Die Häme über Sigmar Gabriel ist der Grund, warum gute Leute in Deutschland keinen Bock auf Politik haben.“

Jetzt mal ganz im Ernst, werter Herr Kuhle: Wer Sigmar Gabriel ohne einen Anflug von erkennbarer Ironie als Role Model für „gute Leute“ anführt, hat die Kontrolle über sein Leben noch hoffnungsloser verloren als ich, der ich diesen Text hier gerade in einer Jogginghose verfasse.

Weiter führt Kuhle aus: „Einerseits bist Du der Idiot, der angeblich noch nie gearbeitet hat. Andererseits bist Du ein korrupter Idiot, wenn Du dann doch arbeitest.“

Das kann man zwar so sehen, verehrter Herr Kuhle, es ist aber leider falsch. Völlig falsch sogar, denn Sie sind einem massiven Chronologiefehler aufgesessen, der Ihr eh schon peinlich-weinerlich anmutendes Lamento über den ach-so-schweren Stand eines Politikers zu einem reinen Strohmann verkommen lässt.

(Kurz erklärt für diejenigen, denen dieser Begriff vielleicht nicht so recht geläufig ist: Ein „Strohmann“ ist ein sogenanntes Schein-Argument, mit dem man versucht, in einer Diskussion, die man quasi schon verloren hat, ohne jedoch die Größe aufzubringen, das einzugestehen, über ebendiesen traurigen Umstand hinwegzutäuschen, indem man – statt auf die tatsächlich vorgebrachten Argumente seiner Gegner einzugehen – einfach effekthascherisch etwas „widerlegt“, was niemals jemand behauptet hat.)

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Der – in den meisten Fällen absolut berechtigte – Vorwurf an einen rasant wachsenden Anteil unserer Politiker, dass diese noch nie in ihrem Leben wirklich gearbeitet haben, bezieht sich nämlich mitnichten auf deren After-Life, wie uns Herr Kuhle hier anhand der Causa Gabriel irreführend weismachen will, sondern ausschließlich auf die Zeit, BEVOR sie in die Politik gehen, um sich dort anzumaßen, das gesamte Arbeitsleben der tatsächlich wertschöpfend tätigen Menschen mit aberwitzigen, realitätsfremden und vor allem meist überflüssigen Regulierungen so dermaßen zuzuscheißen, dass die dabei entstehenden Reibungsverluste zunächst zu massiven Produktivitätseinbußen führen, und ihnen dann am Ende auch noch 70% der verbleibenden Erträge ihrer Arbeit über Steuern und Abgaben zu rauben, um diesen Wahnsinn zu finanzieren.

Andersherum wird also ein Schuh draus, lieber Herr Kuhle: In die Politik sollte nur gehen dürfen, wer zuvor erst mal ein paar Jahre richtig gearbeitet hat. Also nicht beim Staat, sondern in der Privatwirtschaft, wo der Wohlstand überhaupt erst geschaffen wird, den die Politik dann anschließend gleichermaßen großzügig wie verantwortungslos verprassen und damit letztendlich vernichten kann. Die gewonnenen Einsichten und gesammelten Erfahrungen aus dem realen Arbeitsleben könnten hingegen eine Menge an politischem Irrsinn verhindern, der ausschließlich zu Lasten WIRKLICH guter Leute und infolgedessen des ganzen Landes geht.

Inwiefern Sigmar Gabriel nun korrupt sein soll, wie Kuhles Strohmann unterstellt, vermag ich nicht zu beurteilen. Es mag allenfalls einen schalen Beigeschmack haben, wenn man als waschechter Sozi jahrelang gegen die „bösen kapitalistischen Banken“ gewettert hat (obwohl diese bei genauerem Hinsehen weitgehend staatliche Veranstaltungen sind) und nun bei der größten und mächtigsten von allen anheuert. Anderen wiederum mag es übel aufstoßen, dass ein Mann, der es bei der Deutschen Bank unter normalen Umständen allein aufgrund seiner kognitiven Fähigkeiten und fachlichen Qualifikation maximal – und das auch nur unter größten Mühen – zum stellvertretenden Filialleiter gebracht hätte, nun direkt ganz oben einsteigt, mit einem Jahresgehalt zwischen 100.000 und 300.000 Euro. Das mag man so sehen, doch ist das nicht mein Problem, sondern das der Deutschen Bank, wenn die meinen, die müssten sich einen so teuren Pausenclown leisten.

Vielmehr stoße ich mich auch hier wieder an Konstantin Kuhles Formulierung, nämlich der Verwendung des Wörtchens „arbeiten“ in diesem speziellen Zusammenhang. Obwohl ich keinesfalls abstreiten will, dass Herr Gabriel auf seinem neuen Posten vielleicht irgendetwas tut, das ihm sogar eine echte Anstrengung abverlangt, so handelt es sich dennoch nicht um ECHTE Arbeit, also im produktiven, wertschöpferischen Sinne.

Tatsächlich bleibt nämlich alles beim Alten, denn Siggi Pop wird auch weiterhin vom Staat leben, irgendwie, denn die Deutsche Bank hat im vergangenen Jahrzehnt mindestens 20 Milliarden Euro an staatlichen Hilfen eingesackt. Was Ökonomielegastheniker gemeinhin als „Kapitalismus“ bezeichnen, obwohl es in Wahrheit die Perversion desselben darstellt.

Doch das muss ich einem großen Liberalen wie Konstantin Kuhle sicher nicht erklären. Bei ihm ist lediglich hinsichtlich der Problematik „richtige Reihenfolge von Ursache und Wirkung“ und der Vermeidung von Strohmännern noch etwas Luft nach oben, aber dem habe ich hiermit hoffentlich Abhilfe verschafft.

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16 Kommentare

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  • ein Grund mehr, schleunigst die Bank zu wechseln, für die, die dort ein Konto ihr Eigen nennen! Selbstverständlich nicht uneigennützig für die Bank, öffnet es doch das Tor ins Kanzleramt, die alten Spezies von Gabriel werden es schon richten! Der erste Anlauf in die Autoindustrie wurde ja Gott sei Dank zwecks Mitgliederentscheid glücklich verhindert! Zudem empfinde ich es mehr als Befremdlich, dass ehemalige Politiker ohne irgendwelche Kenntnisse in mehr als gut dotierte Pöstchen, nach ihrer „Karriere“ als Politiker gehoben werden….das hat geschmäckle! Ich habe und werde nicht vergessen, wie seine Wortwahl über Deutsche war, als er noch das willige Schosshündchen der Kaiserin von Deutschland gewesen ist…..“jeder Asylant ist mehr Gold wert, als die Deutschen“ vom „Pack“ als Bezeichnung muss man nicht mehr sprechen. Für mich ist es eine Persona non Grata!!!!

    • Als der Ackermann damals die kleinen Leute mit ihren Girokonten nicht mehr haben wollte, da begann der Abstieg. Wenn die heute so eine Null wie den Erzengel einstellen, kann man sicherlich vom Exitus ausgehen. Wer stellt so eine Sozi Null an? Nur Vollidioten!

    • Tatsächlich sind von rund 82 Millionen Einwohnern dieses Landes nur etwa 18 Millionen Nettosteuerzahler. Das heißt: 18 Millionen Menschen bezahlen mit den Früchten ihrer Arbeit für alle anderen die komplette Party, auf der es alles in Hülle und Fülle umsonst gibt.

      Diese Menschen, ohne die alle anderen verhungern würden, werden von den linken Nichtsnutzen als reine Steuersklaven, also eine Art notwendiges Nutzvieh angesehen und bei jeder Gelegenheit verächtlich gemacht.

      Das tut mir in der Seele weh, daher wirke ich dem bewusst entgegen, indem ich sie bei jeder Gelegenheit lobend erwähne. Wir sollten ihnen zutiefst dankbar sein und das auch zum Ausdruck bringen.

      Und was heißt hier „Ihr spaltet“? Ich finde, es spaltet viel mehr, wenn wir diesen 18 Millionen, die den ganzen Laden am Laufen halten, auch noch das Gefühl geben, dass das selbstverständlich sei. Es „spalten“ sich doch aus diesem Grunde bereits jedes Jahr rund 200.000 Leistungsträger von uns, durch Auswanderung. Weil sie keinen Bock mehr haben, 70% der Früchte ihrer Arbeit weggenommen zu kriegen und zum Dank dafür nur einen Arschtritt kassieren.

      Außerdem handelt sich bei dieser Aussage um eine überprüfbare, zutreffende Tatsache. Wenn wir Tatsachen nicht mehr erwähnen sollen, weil sie „spalten“ könnten, dann sind wir keinen Deut besser als die linksgrüne Lügenpresse, die genau das ständig tut, nämlich Tatsachen unter den Teppich kehren, die ihnen nicht in den Kram passen.

      Sehen Sie es doch bitte mal aus dieser Perspektive.

      Eine Kleinigkeit noch: Ich möchte wirklich nicht oberlehrerhaft daherkommen, aber Ihre Aussage „Steuerzahler sind am Ende alle“ ist nicht zutreffend. Nur die besagten 18 Millionen zahlen tatsächlich Steuern. Alle anderen leben auf die eine oder andere Art und Weise von deren Steuern. Wer von Steuern lebt, kann davon keine Steuern bezahlen, da es sich bereits um Steuern handelt – das ist brüllend logisch.

      Und damit meine ich noch nicht mal primär die Arbeitslosen, denn die erhalten streng genommen nur eine Versicherungsleistung, für die sie zuvor lange und regelmäßig in diese Versicherung eingezahlt haben und auf die sie aufgrund des eingetretenen Versicherungsfalls (hier: Arbeitslosigkeit) einen rechtmäßigen Anspruch haben. Nein, ich meine alle anderen, die von Steuern leben: Politiker, Beamte, Angestellte des öffentlichen Dienstes sowie Unternehmer und deren Mitarbeiter, die Aufträge von öffentlicher Hand oder gar Subventionen erhalten.

      • Man sollte Steuern und Abgaben für die Staatsmaden vermeiden. Die Lohnsteuer greifen sie ja direkt beim Arbeitgeber ab, aber beim Einkaufen kann man noch Gutes tun: Zum Beispiel indem man soviel im Ausland (EU) bestellt, da sieht der BRD-ling nämlich in die Röhre.
        Ähnlich dem GEZ-Boykott sollte man die legale Steuervermeidung auf die Spitze treiben, denn diese marxistische Regime in Berlin hat viel zuviel Geld. Würden wir alle unsere Guthaben abheben, wäre das System in einer Woche am Ende, weil es soviel Bargeld nämlich gar nicht gibt, dann würde der Euro und die marode BRD kollabieren. Wer etwas weniger dramatisch sein Geld in bleibende Werte umrubeln will, sollte sehen, alles in Gold zu tauschen, aber Vorsicht: Nur unterhalb von 2000€ geht es noch anonym. Und anonym sollte es sein, damit der Staat das Gold nicht einfach einkassieren kann!

  • Zitat:
    Andererseits bist Du ein korrupter Idiot, wenn Du dann doch arbeitest.

    Seit wann ARBEITEN denn solche Vögel wie Kuhle und Gabriel ?
    Die können doch nicht arbeiten mit ihren untauglichen Händchen, solche Wandervögel lassen ARBEITEN verdammt nochmal !
    Dieses Pack möchte ich z.B. mal im Bauwesen, Landwirtschaft oder Altenheimen arbeiten sehen, natürlich nur als kleinen Arbeiter, aber das würden die ja nicht einmal einen ganzen Arbeitstag aushalten, denn das sind einfach nur großmäulige und feige Schlappschwänze.

  • Diese Gestalt Kuhle ist auch so eine Gestalt in der FDP, die noch nie gearbeitet hat! 2009 – als Studienanfänger – und 2014 als Bewerber für das EU-„Parlament“ krachend durchgefallen. Nach seinem Studienende sofort FDP-Funktionär geworden (Bundesvorsitzender der Jugendorganisation), 2017 ist die Schadmade über die Landesliste – nicht über einen gewonnenen Wahlkreis – in den Bunzeltag eingezogen. Ausgerechnet so ein Berufsparasit, der noch keinen Tag mit aus eigener Arbeit erwirtschaftetem Geld überstanden hat, ausgerechnet dieser Blutsauger empört sich, wenn die Parasiten als solche benannt werden. Getroffene Hunde bellen!
    Herr Konstantin.Kuhle@bundestag.de , sagt Ihnen der Begriff linke Kackbratze etwas?

  • man sieht es bereits, wenn die spitzenlenker sich eine grüne in den vorstand – holen – wollen, und so sieht es ähnlich in den parlamenten aus ! von der schule in die uni – und – dann in die parlamente ! praktische erfahrung – null ! aus meiner tätigkeit kann ich das bestätigen; hatte von 10 direkten vorgesetzten 6 nullen, und das habe ich auch 1 vorgesetzten vor der gemeinschaft – direkt – gesagt ! auch dem höchsten chef – habe ich – widersprochen, als ich „gebeten“ wurde, 1 gesetz – zu biegen, um eine – leidige angelegenheit – zu bereinigen, das war 20 jahre vor meinem ausstieg, obwohl mir lukrative angebote – vorlagen ! und das würde ich heute ebenso – machen ! aus der erfahrung weiß ich, das es div. möglichkeiten gibt, – diese dinge – angenehm- zu regeln, und das fängt schon auf der untersten ebene an ! deswegen müssen wir zurück – zur preußischen kultur, wo recht und ordnung – herrschte ! nicht umsonst war das dt. kaiserreich das reichste land auf der welt im jahr 1905, und wurde programmgemäß bei der fed-gründung im jahr 1913 – zum tode – verurteilt ! und – jetzt befinden – wir – uns in der letzten phase, falls – nicht – der erwachungsprozeß – beginnt !!! es ist – höchste – zeit, dem noch 1 riegel vorzuschieben ! dentk daran, in der politik – geschieht – nichts – zufällig. wenn – es – passiert, – ist – es – so – geplant, so das zitat vom th. roosevelt (1933 bis 1945 )! und – was – hat sich – seit – 2015 – hier – alles – geändert ???

  • SEhr schön, das hier mal auf den real exiztierenden KORPORATISMUS hingeweisen wird. IdT hält sich selbst bei GEFÜHLS-Frei“denkern“ das Märchen, wir lebten im Kapitalismus. Dieser Mix aus Oligarchie/Lobbyismus und Steuerraub-Sozialismus nennt sich Korporatismus und ist das exakte Gegenteil von Kapitalismus/Liberalismus. Und Sozialismus ist die Steigerungsform des Korporatismus. Denn was ist ein sozialistischer Staat denn anderes als die ABSOLUTE Monopolherrschaft, die Steigerungsform von Oligarchie in welcher die Monopol-Firma eben der Staat ist? https://www.youtube.com/watch?v=RX2Rb87UpOk&t=6s
    Der gesamte Kanal von Liberty Academy bietet hervorragende, prägnante, fast unterhaltsame Aufklärung. Die meisten verwenden immer die falschen, linksversuchetn Begriffe, Konzepte, Narrative… Bildet euch, umso besser könnt ihr argumentieren und umso eher den ein oder anderen zum Nach/Umdenken bewegen.

  • Das die das Wort *Arbeit* überhaupt in den Mund zu nehmen wagen ist schon Frechheit genug bei diesen Löffel – Verbiegern. Dem Volk soll suggeriert werden bloßes Geschwafel und sich-nach – der – Decke strecken sei harte Arbeit.
    Der wahre Leistungsträger zählt schon lange nichts mehr das ist seid die Mauer fiel so und die wollen uns weis machen sie seien die Demokraten in diesem Land und hätten den Blick für das große Ganze. Von mir aus dürfen die alle abtreten.

  • Gegen die Deutsche Bank laufen doch mehr Strafverfahren als gegen alle italienischen Mafiasyndikate zusammengenommen. Irgendwie passt er dahin, hat er doch während seiner Amtszeit kriminelle ausländische Gangsterclans als kulturelle Bereicherung betrachtet. warum sollte er sich mit dem bürgerliche „Pack“ rumärgern.

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