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Wer den Billig-Hoster JIMDO für seine Website nutzen möchte, hat ein Problem. Auf Gedeih und Verderb ist man dem Hamburger IT-Unternehmen ausgeliefert, denn die Website, die sich mit dem „Homepagebaukasten“ erstellen lässt, kann nicht zu einem anderen Anbieter umgezogen werden. Eine Kundenbindung, die an die Seriosität einer Drückerkolonne erinnert. Bedeutet: Geht JIMDO pleite, sind vermutlich sämtliche Websites verloren. Ein Horrorszenario für jeden, dessen berufliche Existenz von einer funktionierenden Internetseite abhängt.

Den Billigheimer sollte man außerdem meiden, wenn man sich außerhalb der politischen Blase des Firmengründers und „CEO“ Matthias Henze bewegt. Selbst Bundestagsabgeordnete wie der AfD-Obmann im Auswärtigen Ausschuss Petr Bystron müssen damit rechnen, dass Henze den Löschknopf drückt und sämtliche Inhalte – die geistiges Eigentum des Website-Inhabers sind – in den Papierkorb legt. Selbstverständlich ohne Vorwarnung.

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Da die Löschung der Website mainstream-aussteiger.de durch JIMDO viral ging, sah sich Henze genötigt, ein Statement zu verfassen, das man durchaus als geistige Bankrotterklärung verstehen kann.

Ich und wir alle bei Jimdo sind der Überzeugung, dass Demokratie, Freiheit und Vielfalt gesellschaftliche Werte sind, die es zu schützen und zu verteidigen gilt. Darunter fällt unter anderem die Pressefreiheit, welche ein besonders zu schützendes Gut ist.

Alle Inhalte, die diese Vielfalt bedrohen, haben bei JIMDO keinen Platz. So steht es auch in unseren Geschäftsbedingungen. Unsere „Hate-Speach“-Klausel verbietet klar das Erstellen von Webseiten, die explizit oder implizit Rassismus, Radikalismus, Faschismus, Fanatismus, Hass, körperliche oder seelische Gewalt oder rechtswidrige Handlungen fördern.

Matthias Henze | Geschäftsführer JIMDO GmbH | 28. November 2019

Wer sich die Webseite von Bystron anschaut, wird „Hate-Speach“, Rassismus, Radikalismus, Faschismus, Fanatismus, Hass, körperliche oder seelische Gewalt oder das Fördern rechtswidriger Handlungen natürlich nicht finden. Auch die Abschaffung der Pressefreiheit fordert der AfD-Politiker nicht. Im Gegenteil, er ruft Journalisten dazu auf, Manipulationen in den Mainstream-Medien zu dokumentieren und anonym einzusenden. Selbst JIMDO-Chef Henze müsste begreifen, dass dieser Aufruf die Pressefreiheit fördern soll und in keiner Weise gegen seine Geschäftsbedingungen verstößt.

Um sich intellektuell gänzlich zu disqualifizieren, führt der JIMDO-Mann seine eigenen „Werte“ ad absurdum. Denn Freiheit, Demokratie und Vielfalt schließt in Henzes kleiner Welt offensichtlich alles aus, was sich außerhalb seiner eigenen politischen Einstellung befindet.

Dass Vielfalt eben auch bedeutet, andere Meinungen und Einstellungen zu tolerieren, die einem persönlich zuwider sind und das demokratische Spektrum in Deutschland größer ist als links der Mitte, löst bei Henze augenscheinlich einen „Syntax Error“ aus.

Zudem erscheint Henze feige. Warum sonst sollte er von Werten schwadronieren, die er selbst nicht einhält, anstatt ehrlich zu formulieren, dass er mit der AfD einfach keine Geschäfte machen will. Vielleicht will er auf die Publicity nicht verzichten, die sein Unternehmen offenbar dringend nötig hat.

UPDATE: Bei JIMDO laufen zahlreiche „Antifa“-Webseiten

Offenbar unterstützt JIMDO lieber die „Antifa“ und andere Linksextremisten. Auf den Servern von Henzes Firma laufen zahlreiche Seiten verschiedener „Antifa“-Gruppen. Hier scheinen die Werte, die der „CEO“ vertritt, nicht mehr zu gelten. Sogar die DKP-Nordhessen betreibt eine JIMDO-Seite. Die als Nachfolgeorganisation der 1956 verbotenen namensgleichen DKP geltende Kleinstpartei wird ebenfalls als linksextremistisch eingestuft und vom Verfassungsschutz beobachtet – im Gegensatz zur AfD.

Foto: Symbolbild | JIMDO-Logo: Pressebild Jimdo GmbH

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34 Kommentare

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  • Das ist wieder ein Verdrehen der Fakten: Es sollen nicht alle Journalisten angesprochen werden (warum nicht?), nein, nur die des „Mainstream“. Das ist in etwa die höfliche Umschreibung der Medien, die nicht konform mit der Meinung der AfD gehen.
    Und das gerade die AfD davon spricht andere Meinungen und Einstellungen zu tolerieren, ist ein schlechter Scherz. Dieses Magazin ist ein klares Beispiel. Wer hier neutrale Formulierungen in Artikeln sucht, die nicht der AfD huldigen, darf lange suchen. Sogenannte „Mainstream“-Journalisten werden u.a. gerne als Maulhuren bezeichnet. Zusammengefasst: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns ist, verliert alle Rechte als gleichwertiger Mensch bezeichnet zu werden.

    • Weißt Du was, Journalisten, die bereits gegen den Strom schwimmen, muss man dazu nicht ermutigen – aber die, die mit dem Strom treiben.
      Ich frage mich, wie Du die BRD von früher ertragen konntest, als Journalisten die Regierung kritisiert haben. Muss ja schrecklich gewesen sein.
      Und, die Journalisten teilen genug aus.
      Du prangerst etwas an, was Du bei den Mainstream Journalisten rechtfertigst?

    • Mein Gott, wie sehr muss du dieses Land hassen und wahrscheinlich auch dich selbst, das du hier fast täglich diesen geistigen Dünnpfiff absondern muss. Leb du weiter in deiner Mainstream Blase, die Realität wird auch dich bald einholen.

  • „Michael Schmidt
    28. November 2019 um 22:12 Uhr
    Beispiel. Wer hier neutrale Formulierungen in Artikeln sucht, die nicht der AfD huldigen, darf lange suchen. Sogenannte „Mainstream“-Journalisten werden u.a. gerne als Maulhuren bezeichnet.“

    Da bist du aber ganz schief gewickelt.Hier habe ich schon gegen die AfD geschrieben.Das darf man.
    Aber du als Rotgrünlinker Undercover im „Rechten Sumpf“ bist laufend am provozieren.

  • Wie kündige ich meinen Jimdo-Vertrag?

    1. Kündige deinen Jimdo-Vertrag bis spätestens einen Monat vor der Verlängerung.

    2. Gehe für die Kündigung so vor:

    3. Logge dich in dein Jimdo-Konto ein und wähle die gewünschte Website aus.
    4. Klicke auf Bearbeiten, um in den Bearbeitungsmodus deiner Creator Website zu gelangen.
    5. Öffne das Menü oben links.
    6. Klicke ganz unten auf Vertragsinhalte und dann auf Jimdo-Vertrag kündigen.
    7. Wähle die Option Ich möchte meine Webseite kündigen aus.
    8. Setze Häkchen bei allen zutreffenden Antworten im Kündigungsformular.
    9. Falls du deine Domain weiter nutzen möchtest, lies dir bitte den Abschnitt Domain mitnehmen weiter unten durch.
    10. Klicke auf Ja, ich kündige mein Jimdo[…]-Paket zum […]

  • Es darf schallend gelacht werden…
    Zitat:
    .             „Auf Gedeih und Verderb ist man dem Hamburger IT-Unternehmen ausgeliefert, …“
    Also:
    Politiker, die sich anmaßen, für wesentliche Schicksalsaspekte des deutschen Volkes Verantwortung anzustreben, sind dermaßen blöd und knauserig (GEIZ IST GEIL), dass sie ausgerechnet JIMDO für ihr Projekt auswählen.
    .                     Geht’s noch?
    Für „Peanuts“ wäre andere und unangreifbare Möglichkeiten zu nutzen gewesen. Es sei denn, dass das Projekt nicht ernstgemeint war und man hoffte, JINDO vorführen zu können.
               Auch in diesem Fall blamabel.
    Denn mit solchen Angeboten „spielt“ man nicht. Eine AfD als Kasperle-Theater ist nicht mein Favorit.

  • # Michael Schmidt

    Eines können alle Zecken gleich gut – Tatasachen ins Gegenteil verdrehen 😉
    Sehr geehrter Herr Schmidt, trolle wie Sie braucht kein Mensch, stürzen Sie sich von einer Brücke und Sie sparen 80% der bundesdeutschen Bevölkerung viel dummes Geschwätz und wahrscheinlich auch Steuergelder

  • Man brauch sich nur den Typ angucken,dann weiß man wo er politisch hingehört.
    Zu 99% erkennt man diese Typen schon an ihrem aussehen und ihren Plünnen.

  • Ja die Faschisten und Nazis der Antifa können und dürfen Hass und Hetze verbreiten. Wer aber nicht den Mainstream huldigt soll durch eine „Hate-Speach“-Klausel Mundtot gemacht.

    Immer versucht und nie von Erfolg gekrönt.

  • „Markus Michael Schmidt
    29. November 2019 um 11:54 Uhr
    Menschen als Zecken zu bezeichnen.“

    Du Knallfrosch!Die Punker bezeichnen sich selber so,und tragen diesen Spitzname noch mit Stolz.

    • Vielen Dank für die Erklärung. Habe ich mich jetzt zum Punker hochgearbeitet? Und Knallfrosch? Ist das die Bezeichnung für einen Edelpunker? Ich lerne gerne dazu

  • Das ist bei Raidboxes nicht anders. Die kündigen Dir sogar unpolitische Privatseiten, wenn Du nur eine AfD-Domain bei denen bestellt hast … selbst wenn es dazu noch gar keine Inhalte gibt.

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