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Seit Monaten hört man nichts mehr von Bundeskanzlerin Angela Merkel, weder zu den Wahlkampfniederlagen noch zu den Grabenkämpfen in ihrer Partei äußert sie sich nennenswert. Auch Annegret Kramp-Karrenbauer (57), immerhin Parteivorsitzende der Christdemokraten, wirkt einsam ohne ihre Ziehmutter.

Merkel-Intimfeind Friedrich Merz, der wohl als erster den Pyrrhussieg erkannte, den Merkel und Kramp-Karrenbauer auf dem letzten Parteitag errangen, bringt sich erneut in Stellung, die Werteunion wird stärker, und nun stellt sich ausgerechnet CDU Generalsekretär Paul Ziemiak (34) gegen die Kanzlerin – gemeinsam mit Kramp-Karrenbauer.

Die CDU-Vorsitzende hat kaum eine Wahl, der abgetauchten Kanzlerin den Rücken zu kehren, zu angeschlagen geht sie in den Parteitag. Vier Wahlniederlagen in Folge, teils mit dramatischen Einbrüchen und einem Zurückfallen hinter die AfD in Thüringen sind keine gute Bilanz für das erste Jahr der CDU-Chefin, die auch als Verteidigungsministerin mindestens unglücklich wirkt.

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Es gab schon früher Rebellionen gegen CDU-Kanzler, doch im Gegensatz zu ihren Vorgängern wie Helmut Kohl, ist Merkel eine „Lame Duck“ und ihre Gegner haben sich verbündet. Auf dem Parteitag soll beschlossen werden, dass für den 5G-Netzausbau nur Ausrüster vertrauenswürdig seien, „die einen klar definierten Sicherheitskatalog nachprüfbar erfüllen, der auch beinhaltet, dass eine Einflussnahme durch einen fremden Staat auf unsere 5G-Infrastruktur ausgeschlossen ist.“

Ein guter Vorschlag, angesichts der Möglichkeit, dass China über Huawai Einfluss auf die deutsche Infrastruktur nehmen und Spionage betreiben könnte. Auch wenn gegenüber dem ursprünglichen Antrag ein wenig die Präzision fehlt, wäre Huawai damit wohl aus dem Rennen.

Doch Angela Merkel sieht das anders, will niemanden explizit ausschließen, auch nicht die Chinesen. Durch die Unterstützung der CDU-Spitze hat der Antrag, den unter anderem Norbert Röttgen (54) eingereicht hat, dennoch gute Chancen, angenommen zu werden.

Merkel wird auf dem Parteitag wohl nicht zu diesem Thema oder zum Befinden der Partei sprechen, sie wird das anderen überlassen müssen. Die CDU-Basis ist gespannt auf die Beiträge von Friedrich Merz, der Werteunion oder dem Chef der Jungen Union Tilman Kuban.

Damit emanzipiert sich die CDU endlich von ihrer allmächtigen Kanzlerin, setzt sie sogar – wenn auch sanft – unter Druck. Die Frage ist allerdings, wohin sich die CDU in Zukunft entwickelt. Rückt man unter der Führung von Annegret Kramp-Karrenbauer noch weiter nach links, oder schaffen es die konservativen Kräfte der Union, den Irrweg Merkels wenigstens zum Teil zu korrigieren.

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13 Kommentare

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  • Ich möchte, daß die CDU,CSU unter 5% fällt.
    Außerdem möchte ich, daß alle Polit-Darsteller der Union vor Gericht gestellt werden und die Union als verfassungsfeindliche und völkermörderische Organisation verboten wird.

    Die Straftaten und das Brechen des Grundgesetzes will ich nicht alle auflisten, das habe ich und haben Andere bereits tausendfach getan.

  • Zwecklos, auf diese ganzen „Rest-CDU“-Leute zu hoffen: Die haben sich allesamt zu Blockflöten machen lassen, für die gibt’s kein Zurück mehr. :-/

  • Die ist noch lange nicht fertig.
    Die leckt sich jetzt erstmal ihre Wunden,stellt eine Liste der zu entlassenden zusammen,dann taucht sie plötzlich auf und schlägt erbarmungslos zu.
    Ein alter Trick,den Gegner glauben zu lassen man wäre am Ende.

    • Das glaube ich auch! Und wenn man sich die Erste Reihe der CDU-Granden ansieht, alles Hochkaräter, wie Zimiak, Laschet, Bouffier, Günther, Hans, Kretschmer und Haseloff: Keine Chance gegen die gewiefte ehemalige SED-Funktionärin!

  • Haha, es „formiert sich Widerstand in der Union“, „in der CDU brodelt es“, „die Basis murrt“ – das lesen wir seit 15 Jahren! Bislang hat sich dieses pseudorebellische Geistchen nur in frenetischem Klatschen geäußert, wenn die große CDU-Domina die Parteitagsbühne betritt. In der CDU gilt es schon als Palastrevolution, wenn der Merkeljubel statt über 10, nur noch über 8 Minuten durchgehalten wird. Daraus wird nichts, vielmehr wird es weitergehen wie gehabt.

  • Der Kramp-Zug fährt sicher da hin,wo schon der Schulz-Zug steht.
    Aufs Abstellgleis.
    Der Nachtwächter -früher Zugführer- Chulz wartet schon wankend und lallend mit einem Willkommens-Drink.

  • Die antichristlichen CDU-Aufständler wollen nun ihren Satansbraten loswerden.
    Aber wer die bösen Geister rief wird die auch nicht los, denn Merz ist der nächst böse Geist !

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