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Seit Donnerstag schaltet Twitter keine Anzeigen mehr, die politische Botschaften beinhalten, Google will noch vor der Wahl in Großbritannien dem Beispiel – zumindest in Teilen – folgen. Was sich zunächst nach Fairness anhört, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen jedoch als Schwächung von politischen Parteien und Organisationen, die vor allem über soziale Netzwerke ihr Publikum erreichen, weil ihre Themen im Mainstream kaum stattfinden oder diffamiert werden.

In den sozialen Netzwerken schaffen es vor allem Parteien wie die AfD, ihre Nutzer zu binden. Laut einer Untersuchung des Big-Data-Unternehmens Alto Analytics, die vor der Europawahl 2019 den politischen Diskurs in Deutschland untersuchte, schafft es die AfD, mehr als doppelt so präsent zu sein wie die Altparteien. Und dass, obwohl die Mehrheit der Nutzer mit „linken Themen“ sympathisiert, und die Regierungsparteien ihre digitalen Wahlkampfstrategien ausgebaut und mehr Mitarbeiter eingestellt haben.

Es ist der AfD also durchaus möglich, ihre Benachteiligung durch den Mainstream zumindest zum Teil ausgleichen zu können. Zu jeder digitalen Marketingstrategie gehört aber nicht nur die Teilnahme an den sozialen Netzwerken, sondern auch das gezielte Schalten von Werbeanzeigen.

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Auch für die freien Medien dürft es schwieriger werden, geeignete Werbeplätze zu finden, da es leicht zu unterstellen sein dürfte, dass entsprechende Anzeigen eine politische Botschaft enthalten. Vor allem bei Google wird das zu erheblichen Einschränkungen führen.

Dass Twitter und Google hier auf ihre einzige Einnahmequelle verzichten wollen, scheint zwar bemerkenswert, ist aber lediglich ein Einknicken vor den etablierten politischen Kräften, die für ihre Themen nahezu uneingeschränkt im Mainstream werden dürfen – und zwar kostenlos.

Foto: Adobe Stock

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