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Der Mann aus Andernach, der am Dienstag den Berliner Arzt Fritz von Weizsäcker erstochen haben soll, war nach SWR-Informationen schon vorher auffällig gewesen.

Zeugen aus dem Umfeld des mutmaßlichen Täters berichteten dem SWR, dass der 57-Jährige zum Beispiel Autos in der Nachbarschaft zerkratzt haben soll.

Auch ein ehemaliger Arbeitgeber sprach von regelmäßigen Wutanfällen, bei denen der Mann randaliert haben soll. Nach SWR-Informationen lebte der Mann in Andernach in einem Mehrfamilienhaus in einer verwahrlosten Wohnung.

SWR | 21. November 2019

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War ja klar: Weizsäcker-Mörder ist ein LINKER Verlierer

1984: Bis wann hast du mit Gregor Schlitz bei Amazon zusammengearbeitet?

Amazon-Mitarbeiter: Vor ein paar Tagen war er noch hier bei uns in Koblenz. Er fuhr mit der Bahn nach Berlin. Bei der Tat trug er wieder sein bescheuertes blaues T-Shirt, das er immer trug, auch bei der Arbeit, als hätte er nur eines.

1984: Was war Schlitz für ein Mensch?

AM: Ein Sonderbarer.

1984: Inwiefern? 

AM: Er wirkte nervös, gehetzt, immer in Eile. Er rannte fast mit seinem Pick-Kart …

1984: Pick-Kart?

AM: Eine Art Schubkarre, mit der die Waren transportiert werden.
Ein Kollege sagte mal zu ihm: „Mach doch mal ein bisschen langsamer. Deine Rumraserei ist auch nicht ganz ungefährlich“. Darauf er: „Ich arbeite zügig – und das lass ich mir bestimmt nicht verbieten, schon gar nicht von dir!“  

1984: Hatte er Freunde unter euch Kollegen?

AM: Nein. Er setzte sich zwar gern mal ungebeten dazu, aber tiefergehende Kontakte hatte er nicht. Er war ein Außenseiter.

Vom Facebook-Profil des Mörders. Deutsche Freunde Fehlanzeige.

1984: Was fiel dir noch an Merkwürdigkeiten auf?

AM: Wenn er Nachtschicht hatte, die endet um 23 Uhr 30, fuhr er nicht etwa mit dem Auto nachhause, mit Kollegen oder dem Bus, nein: Er ging zu Fuß. Nach Andernach, das sind zehn Kilometer!

1984: Hattest du mal ein persönliches Problem mit ihm?

AM: Nein, aber ein Kollege hätte sich fast mal mit ihm geschlagen.

1984: Wie kam es dazu?

AM: Der Kollege hatte ausgestempelt und Gregor war der irrigen Meinung, er hätte nicht korrekt gestempelt und …

1984: Was ging es Schlitz an? Lag die Stempeluhr in seiner Verantwortung?

AM: Nein, null. Er wollte sich einfach nur wichtigmachen.

1984: Ah, SO Einer! Na, solche Leute lieb ich ja. Wie ging es weiter?

AM: Gregor meinte, der Kollege solle nochmals stempeln, doch der sagte nur: „Gut, weiß ich Bescheid“ und ging einfach weiter. Daraufhin rastete Gregor völlig aus, rannte hinter dem Kollegen her und beschimpfte ihn in einer Tour als: „arrogantes Stück Scheiße“.

1984: Oha! Was für ein netter Kollege.

AM: Ja. Als nun herauskam, dass er einen Mord begangen hat, sagte ich zu besagtem Kollegen: „Da kannst du ja froh sein, dass du noch lebst!“

1984: Das ist wohl so. Hat er sich auch mal politisch geäußert?

AM: Nein. Aus seinem Privatleben erzählte er so gut wie nichts. Nur, dass er mehrmals im Jahr nach Thailand flog, war bekannt.

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6 Kommentare

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  • Gregor Schlitz, nomen est omen? Als Richard von Weizsäcker bei Boehringer im Vorstand saß, war der Attentäter höchstens vier Jahre alt. Und Fritz von Weizsäcker gerade einmal sechs Jahre. Wie bescheuert muss einer sein, sich für etwas an dem Sohn zu rächen, für das der Vater vermutlich nicht einmal etwas konnte?

  • Ein Mord ist immer grauenhaft und ich finde,einen Arzt umzubringen ganz besonders verwerflich.Ein Arzt rettet lebenslang Leben und bekommt seines von solch einem Irren weggenommen.
    Schlimm,einfach schlimm.

  • Gregor Schlitz lebt noch, oder? Wieso WAR er denn … ?

    Wohl brachten römische Soldaten seit über 2000 Jahren vielerlei Grausamkeit nach Nordeuropa, was vom römisch-katholischen Klerus übernommen wurde. Doch die Begriffe „Blutrache“, „Rache“ und „Sippenhaft“ existieren in nordeuropäischen Kulturen nicht mehr. Germanische und arische Denkweisen gewannen erneut die Überhand.

    Allerdings sind europäische kriminelle Organisationen, Stammeskulturen und Verbrecher-Clans in Afrika und Asien nach wie vor mit gewissen Gepflogenheiten verbunden.

    Die Auswahl der Waffen hat kulturelle Hintergründe. Sie ist keine Qualität von Christentum, Judentum oder Mohammedanismus. Sie lässt sich auch keineswegs vereinfachend auf die drei Söhne Noahs zurückverfolgen: Sem, Ham und Japhet. Dementsprechend versagen auch Zuordnungen zu linksextremen und rechtsextremen Weltbildern.

    Es hat vielmehr den Anschein, dass ausgehend von dem „Wilden Westen“ in den Vereinigten Staaten von Amerika seit mehr als zweihundert Jahren neue Früchte der Gewalt hervorgebracht worden sind.

    Woher bezog Gregor Schlitz aus Andernach die Sichtweise, einen Sohn für die vermeintliche Mitverantwortung seines Vaters verantwortlich zu machen, um sich an ihm zu „rächen“?

    Eigentlich ist jeder Mord und jeder Totschlag die Ausgeburt eines kranken Geistes, oder? Warum befinden sich die meisten Mörder in Justizvollzugsanstalten statt in geschlossenen Psychiatrien?

    Genügt es, sich mit der Leid von Vietnamesen verbunden zu fühlen, die durch US-Soldaten mit Agent Orange vergiftet wurden? Dioxin stammte aus dem Hamburger Werk von Boehringer, während Richard von Weizäcker in der Geschäftsführung von Boehringer in Ingelheim angestellt war. Er hatte die Tragweite von Dioxin gar nicht bewusst zur Kenntnis genommen. Auch war er nicht in die Lieferungen an die US Army eingebunden.

    Andererseits zieht die BRD-Justiz Verwaltungskräfte aus Konzentrationslagern wegen einer vermeintlichen Mitschuld zur Rechenschaft, die niemals jemanden getötet haben. Soldaten der Deutschen Wehrmacht gehen auch frei aus, obwohl es deutsche Soldaten gab, die feindliche Soldaten getötet haben.

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