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Die Periode ist kein Luxus – und kein Grund sich zu schämen! Die Mehrwertsteuer auf Menstruationsartikel wird von 19 auf 7% gesenkt. Danke an alle, die sich dafür eingesetzt haben 🎉
Das ist ein toller Schritt, aber es bleibt noch viel zu tun. Hygieneartikel wie Tampons, Binden oder Menstruationstassen sollten komplett von der Krankenkasse übernommen werden. Außerdem ist die Periode für viel zu viele Menschen, Frauen aber auch trans Männer oder non-binarys, immer noch mit Scham und Ekel verbunden. Schwerwiegende Menstruationsbeschwerden bleiben unbehandelt, da Frauen als hysterisch oder empfindlich gelten. Die Tabuisierung unserer Körper ist immer auch ein Mittel der Machtausübung. Umso wichtiger, dass wir uns dagegen wehren. Denn niemand muss sich für seine Periode, sein Geschlecht oder seinen Körper schämen!

Ricarda Lang
Ricarda Lang

Jetzt haben sie endlich erreicht, dass Menstruationsartikel für Frauen (sowie die drölfzig anderen Geschlechter, die gelegentlich vielleicht mal menstruieren könnten) nicht mehr mit 19% Mehrwertsteuer veranlagt werden, sondern nur noch mit 7%. Und keine Nanosekunde später kommt ausgerechnet dieses vor Liebreiz strotzende Prachtexemplar einer Frau (hoffentlich sage ich jetzt nix Falsches…) namens Ricarda Lang mit der Forderung um die Ecke, der ganze Klumpatsch solle doch gefälligst gleich komplett von der Krankenkasse übernommen werden.

Lassen wir mal außen vor, dass sie nicht über das intellektuelle Rüstzeug verfügt, um einen eklatanten Widerspruch zu bemerken, wie er bei keiner grünen Verbaldiarrhoe fehlen darf, denn das liegt in der Natur der Sache – „Grüne Jugend“ und Logik schließen sich nämlich gegenseitig aus. Sonst wäre ihr aufgefallen, wenn sie einerseits die Periode (richtigerweise!) als etwas völlig Natürliches darstellt, das keiner Frau unangenehm sein darf, sie andererseits nicht fordern kann, dass die damit verbundenen Kosten von den KRANKENkassen übernommen werden, eben weil diese nur Kosten von KRANKHEITEN übernimmt, denn nach dieser „Logik“ wäre die Periode dann eine Krankheit, von der dummerweise alle Frauen befallen sind. Also: Was denn nun?

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Das Hauptargument für ihre Forderung ist, dass Frauen gegenüber Männern benachteiligt sind, weil sie aufgrund ihrer Periode Mehrkosten haben, die Männer nicht haben. Das ist in diesem Fall für sich allein betrachtet zwar zutreffend, doch hakt diese Argumentation bei näherer Betrachtung an mindestens zwei Stellen ganz gewaltig:

Zunächst einmal ist keine Frau alternativlos gezwungen, all diese Artikel zu kaufen: Erstens sind nachhaltige Mehrwegbinden und Slipeinlagen aus Stoff noch viel günstiger, und zweitens kann eine Frau sich auch einfach einer typischen emanzipatorischen Bewegung anschließen, die sich „Free Bleeding“ nennt. (Wer’s nicht glaubt – googeln, aber tunlichst nicht vorm Essen!) Frau Lang sagt doch selbst: „Niemand muss sich für seine Periode, sein Geschlecht oder seinen Körper schämen!“ Also: Lasst es einfach laufen, Mädels, das ist am billigsten und obendrein noch am natürlichsten!

Weiterhin ist es eine auf Ignoranz und/oder mangelnder Bildung fußende Fehlannahme, dass nur Frauen solche geschlechtstypischen Nachteile zu erdulden haben: Beispielsweise hat ein Mann durchschnittlich einen um ein viertel höheren täglichen Kalorienbedarf als eine Frau. Dafür kann er nichts, das ist quasi „bauartbedingt“, sprich: natürlichen Ursprungs. Ginge es Frau Lang also tatsächlich darum, eine „Ungerechtigkeit“ mit staatlichem Zwang zu beheben, so müsste sie im gleichen Atemzug auch fordern, dass die Krankenkassen den Männern ihren höheren Kostenaufwand für Nahrung erstatten.

Das fordert sie aber komischerweise nicht, ebenso wie Befürworter der Frauenquote eine solche niemals für Kanalarbeiterinnen oder Müllkutscherinnen gefordert haben.

Warum wohl? Ganz einfach, wie immer bei Linken: Es geht gar nicht um „Gerechtigkeit“, sondern ausschließlich um Privilegien für eine von ihnen präferierte Zielgruppe, selbstredend auf Kosten der anderen. Und Männer gehören nun mal leider zu keiner präferierten Zielgruppe. Erst recht nicht, wenn sie weiß und heterosexuell sind und dem westlichen Kulturkreis entstammen. Oder gar „alt“ sind (wann auch immer dieser Zustand eintreten mag, aber darüber streiten sich in linksgrünen Kreisen noch die Ungelehrten und Unbelehrbaren).

Nicht falsch verstehen: Ich freue mich selbstverständlich darüber, dass Frauen ab sofort jährlich ein paar Euro fuffzig sparen durch leicht billigere Tampons, und noch mehr freue ich mich, dass dieses Geld ausnahmsweise nicht den Herstellern aus der Privatwirtschaft, sondern dem nimmersatten Drecksstaat fehlen wird (aber keine Sorge, das holt er sich erfahrungsgemäß an anderer Stelle doppelt und dreifach wieder rein). Eben weil ich mich als Libertärer prinzipiell über JEDE Steuersenkung freue wie ein Schneekönig, denn Steuern sind Raub. Immer. Alle.

Insofern: Das ist eine feine Sache mit diesem ermäßigten Mehrwertsteuersatz auf Menstruationsartikel. 

Aber wo wir schon mal dabei sind: Wie wäre es denn mit einem ermäßigten Mehrwertsteuersatz auf Medikamente, die knallhart mit 19% besteuert werden? Oder auf Babynahrung, Windeln und weitere Artikel, die zu den Grundbedürfnissen des menschlichen Nachwuchses gehören, wie Kinderwagen, Schulranzen, Schreib- und Malutensilien, Kita- und Schulessen sowie Betreuungs- und Bildungsangebote? Das würde insbesondere Familien stark entlasten.

Ach nee, damit hat Ricarda Lang leider nix am Hut. Familien sind schließlich voll Nazi. Also deutsche Familien.

Quelle

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7 Kommentare

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  • Nicht nur grüne Jugend und Logik schließen sich aus, nein, das gilt auch für die Grünen als Ganzes. Ein Klima-Experte – möglicherweise einer vom weltberühmten Potsdam Institut für Klimafolgenabschätzung – brachte es auf den Punkt: Die Grünen sind keine Partei, sondern eine Sekte: die glauben was!
    Und zu Frau Ricarda Lang ist zu sagen, dass Aussehen und Intellekt doch irgenwie korreliert.

  • Männer sterben ja im Schnitt ca. 8 Jahre früher als Frauen. Es sind auch fast ausschließlich Männer, die in gefährlichen Jobs arbeiten und somit fast sämtliche Opfer von Arbeitsunfällen stellen. Außerdem ist die suizidrate unter Männern aus diversen Gründen besonders hoch. Das senkt unsere Rentenkosten ganz erheblich. Auch haben wir viel weniger Zeit, die Umwelt zu belasten. Männer werden für die selbe Straftat meist zu einer längeren Strafe verurteilt. Und wenn es zu einer Scheidung und einem Sorgerechtsstreit kommt, ist ja klar, wer in den allermeisten Fällen die Kinder zugesprochen bekommt und wer dafür zahlen darf. Für Frauen, die Opfer von häuslicher Gewalt werden, gibt es Telefonnummern, Organisationen und Unterkünfte. Häusliche Gewalt gegen Männer gibt es ebenfalls sehr häufig, aber kaum jemand spricht darüber, weil sie dann als Schlappschwanz angesehen werden. Von Hilfsangeboten für Männer – keine Spur.

    Und das sind nur wenige Beispiele aus einer langen Liste ganz offener und schwerwiegender Benachteiligungen von Männern, für die sich keine Feministin und kein Gleichstellungsbeauftragter interessiert. Stattdessen werden absurde Kämpfe um vergünstigte Hygieneartikel und die Einrichtung von Ampelweibchen geführt. Scheinbar haben wir keine ernsteren Probleme.

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