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Wie ich bei jeder Gelegenheit betone: Die Deutschen glauben erst an den Totalitarismus, wenn er offiziell ausgerufen wird. Was aber noch nie der Fall war, selbst im Dritten Reich nicht. Der Trick ist, den Totalitarismus unter anderen (wohlklingenden) Namen scheibchenweise einzuführen. Die meisten dieser Scheibchen werden auch noch frenetisch bejubelt, wenn man sie dem Pöbel nur richtig schmackhaft macht. Das klappt heutzutage am besten mit „ist gut fürs Klima“ (da bettelt der Michel sogar um höhere Steuern) und „sozialer Gerechtigkeit“.

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In diesem Fall ist es „sozial gerecht“, dass auch der kleine Bäcker an der Ecke, der eh schon hart gegen die Konkurrenz der Billig-Ketten anzukämpfen hat, mit Bürokratie-Wahn drangsaliert wird, damit er demnächst nicht bis 5 Uhr morgens faul ausschlafen kann, sondern bereits um 4 Uhr im Laden stehen muss, um jedes Mehlkorn zu zählen und Buch darüber zu führen. Das alles nur, um zu verhindern, dass er auch nur ein lausiges Brötchen schwarz verkauft, denn ein normaler Angestellter hat schließlich auch keine Chance, Schwarzkohle zu machen. Das ist „sozial gerecht“, Genossen! Der „Schaden“ durch steuerkriminelle Bäcker geht bekanntlich in die Milliarden – kriegt man dieses gierige Pack erst mal zur Steuerehrlichkeit gezwungen, müssten unsere Straßen und Schulen nicht mehr verrotten. Weiß doch jeder!

Jedoch gibt es hier einen Interessenkonflikt mit „gut fürs Klima“, wie man dem Artikel entnehmen kann: „Wir reden über Umweltschutz und diskutieren über die Reduktion von Coffee-to-go-Bechern, schaffen dann aber auf der anderen Seite Müllberge aus beschichtetem Papier. (…) Einer vorsichtigen Schätzung der Bäckerinnung zufolge, würden durch die Ausgabepflicht jährlich fünf Milliarden Kassenbons aus gesundheitlich umstrittenem Thermopapier zusätzlich anfallen. (…) Der Anteil der Kunden, die einen Bon brauchen, liegt unter 3 Prozent. In Zeiten, in denen unsere Betriebe und die Gesellschaft zunehmend auf Nachhaltigkeit und Abfallvermeidung achten, ist es geradezu unsinnig, wenn für den Kauf von ein paar Brötchen ein Kassenzettel gedruckt werden muss.“

Doch es besteht noch Hoffnung, den drohenden Klimakollaps durch die Bonpflicht zu verhindern: „Dies muss jedoch nicht zwangsläufig im Papierformat geschehen. Auf Anfrage betont das Bundesfinanzministerium, dass die Gesetzesänderung bewusst „technologieneutral“ gehalten ist, sodass sowohl elektronische als auch Belege in Papierform rechtlich zulässig sind. Es gibt heute schon andere Lösungen als den Papierbon, die jedoch wenig genutzt werden. Bei bargeldlosen Transaktionen wäre zum Beispiel eine Belegausgabe über das Smartphone oder die E-Mail-Adresse denkbar. Allerdings setzt die Ausgabe elektronischer Belege ein System voraus, das sowohl von den Betrieben als auch von den Verbrauchern genutzt wird und alle gesetzlich notwendigen Belegangaben enthält.“

Man kann also das Klima retten, indem man beim Bäcker (und allen anderen von der ab 2020 geltenden Bonpflicht betroffenen Händlern) nur noch bargeldlos zahlt und den elektronischen Beleg aufs Handy oder als E-Mail erhält.

Dabei werden allerdings nicht alle Bürger sofort freiwillig mitspielen: Zum einen ältere Menschen wie meine Mutter, die weder ein Handy noch einen Computer noch Internet haben, und die auch gar nicht in der Lage wären, die Benutzung dieser Technologien auf ihre alten Tage noch zu erlernen. Zum anderen jüngere Menschen wie ihr Sohn, die grundsätzlich alles bar bezahlen, was irgend geht, weil sie der Ansicht sind, dass es niemanden – am allerwenigsten den Drecksstaat – irgendetwas angeht, wo sie wann waren und was genau sie dort zu welchem Preis gekauft haben, denn das ist nicht weniger als die totale Überwachung, totaler und radikaler, als wir sie uns heute überhaupt erst vorstellen können.

Doch diese paar lästigen, ewig gestrigen Querulanten kriegt man auch klein, indem man diese Praxis ganz einfach mit Zwang und Gewalt (sprich: gesetzlich verpflichtend) einführt. Damit niemand aufmuckt, schickt man vorher ein paar Monate lang wieder demonstrierende Kindersoldaten auf die Straße, die irgendwas vom Weltuntergang durch Papierbons plärren und „Bargeld ist sowas von 1933“ skandieren, so dass sie alle, die beim Bäcker weiterhin cash zahlen wollen, als Nazis und Faschisten bezeichnen können, um dann ihre Autos und Häuser anzuzünden, und schon wird es von allen bejubelt, denn gegen Bargeld-Nazis (die dann den SUV-Fahrer als Feindbild abgelöst haben werden) ist jedes Mittel recht.

Wer jetzt meint, die Stahlfeder hat doch einen Aluhut auf, möge sich bitte vor Augen halten, dass exakt die gleiche Masche mit der CO2-Steuer bereits reibungslos funktioniert hat.

Und ZACK wird im nächsten Schritt das Bargeld komplett abgeschafft, was gleichbedeutend mit Vollversklavung und Totaltotalitarismus ist.

Quelle

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15 Kommentare

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  • Verstehe schon; der Fl€sch hat Angst, dass er sich kein Koks mehr besorgen kann! Allerdings hätte der Bargeldverzicht auch einen Vorteil: die kriminelle Geldwäsche wird ausgetrocknet. Das wollen doch auch die armen Patrioten, die am Rande der Gesellschaft leben.

    • Hör mal zu Du Klaus Kleber- Adept. Geldwäsche ist, wenn man 5 Millionen BGE- (H4) Soldaten ins Land holt und die 50 Milliarden /anno den Soziverbänden und Immoheien über Bande in die Tasche spielt.

      • Der gute „Markus“ hat noch nicht mitbekommen, dass man Geldwäsche durch das Bargeldverbot überhaupt nicht verhindern kann. Da gibt es tausend andere Methoden kriminell erworbenes Geld in augenscheinlich legale Geschäfte zu stecken. Also diese Argument zieht schon mal nicht.

        Daneben gefällt es dem Markus wahrscheinlich, dass jede seiner Zahungstransaktionen letztlich von interessierter Seite (das können Dienste, die Staatsanwaltschaft, die Wirtschaft, aber auch Kriminelle sein) nachverfolgt werden können. Vom nicht vorhandenen Datenschutz hat er wohl auch noch nichts gehört.

        Markus kauft natürlich nur Brot, Eier und Milch, ist ein ganz braver und sagt: „Ich hab doch nichts zu verbergen“. Markus wird aber mal schwach und kauft sich ne Pulle Bier, weil seine grüne Freundin sauer war, dass er nicht mit auf die fff-Demonstration gekommen ist.

        Um seinen Frust runterzuspülen nimmt er die Pulle auf ex. Zufälligerweise wird in einer Straße weiter ein ebenso braver Deutscher von einem irren Facharbeiter mit einer abgeschlagenen Bierflasche abgemurkst. Der Facharbeiter, der ohnehin mit falscher Identität herumläuft, hat sich verdünnisiert und ist nicht mehr zu fassen. Die Bierflasche hatte er zum Glück auch nicht gekauft, die lag am Wegesrand.

        Markus aber hat die Bierflasche derselben Marke am Büdchen gekauft, wo man nur noch mit Karte zahlen kann. Schon hat Markus die Staatsgewalt am Hals und wandert erstmal 3 Monate in Untersuchungshaft, wo er von anderen Facharbeitern sagen wir mal freundlich „bearbeitet“ wird.

        Durch Zufall bekommt man den wahren Täter, den Facharbeiter, aber Markus ist ein psychisches Frack, nur weil er wegen der bargeldlosen Bezahlung zum Hauptverdächtigen wurde. Die Polizei muß ja schließlich Ergebnisse liefern.

        Es gibt Millionen von Fallkonstellationen, wo jeder von uns zum Verdächtigen gemacht wird, weil alles überprüfbar und nachverfolgbar ist.
        Die Totalüberwachung ist durch Handyortung und dem bargeldlosen Zahlungsverkehr gegeben. Ein Traum für alle Technofaschisten.

  • Die größte Schwäche der Deutschen ist und bleibt ihre grenzenlose Naivität, einerseits gegenüber dem Aktivismus rund um den menschengemachten Klimawahn und andererseits, gegenüber realen, existenziellen Gefahren für die Gesellschaft und den Staat.

    Einige Beispiele: man zeigt im Straßenverkehr und am Gartenzaun gerne mal territoriales Verhalten, ist aber völlig gleichgültig gegenüber der Inbesitznahme seines Landes, seines Territoriums durch herbeigekahrte Glückritter aus archaischen Kulturen.

    Man fährt gerne kilometerweit zu Supermärkten oder Tankstellen, um ein paar Pfennige zu sparen (obwohl man schon durch die weitere Fahrt zusätzliche Kosten hat), ignoriert aber die höchsten Strompreise und Steuern in ganz Europa.

    Prof. Max Otte sagte hier auf dem Kanal, dass die Einführung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs ein Schritt in den Totalitarismus wäre. Es darf noch einmal darauf hingewiesen werden, dass Bargeld das einzige (!) gesetzliche Zahlungsmittel ist. Wer die Annahme von Bargeld verweigert, den sollte man entweder boykottieren oder coram publico zusammenbrüllen.

    Manchmal gibt es in der Geschichte so Kipppunkte, wonach der Zorn des Volkes ein ganzes System hinwegfegen kann. Die Abschaffung des Bargeldes könnte so ein Kipppunkt sein, wenn der Deutsche vorher mal vergisst für die „Revolution“ am Bahnhof noch brav die Bahnsteigkarte zu ziehen (frei nach Lenin).

    • Zur grenzenlosen Naivität gehört noch die ‚maaslose‘ Arroganz, mit der deutsche Politiker auftreten, um sogar ‚befreundete‘ Staaten zu deutsch-konformem Verhalten zu zwingen, nicht mal vor Erpressung schrecken sie zurück!

  • „weil sie der Ansicht sind, dass es niemanden – am allerwenigsten den Drecksstaat – irgendetwas angeht, wo sie wann waren und was genau sie dort zu welchem Preis gekauft haben, denn das ist nicht weniger als die totale Überwachung, totaler und radikaler, als wir sie uns heute überhaupt erst vorstellen können.“

    Das nenne ich brilliante Aschermittwochsrhetorik, Respekt!
    Woanders führte so etwas gewiss zur bedingungslosen Löschung.

    Man darf aber bei allem nicht vergessen, dass der Staat nur aus Liebe zu uns handelt.

  • Die Banken schreiben in ihrer Reklame daß es Spaß macht Bargeldlos einzukaufen.
    Was daran Spaß machen soll verstehe ich nicht so ganz.Es wird nur teurer.

    Wenn ich ins Kaufhaus muss (ich gehe da nicht zum Spaß hin) und vor mir an der Kasse hantieren Leute mit ihren Smartphones oder mit ihren Kredit Karten,dann schwillt mir der Kamm.Es dauert in der Regel länger.Dann vertippt sich jemand,der Card Reader liest nicht richtig ab,oder der Kunde muss was unterschreiben,die Unterschrift stimmt nicht mit der anderen überein,und dann fange ich an zu kochen.Mit meinem abgezählten Bargeld halte ich nicht den ganzen Verkehr auf.

    Ich kann auf den Bargeldlosen Verkehr verzichten.
    Und Überwachung brauche ich schon gar nicht.

    • Genau so ist es ! Leider fehl es in dem Land eine Protestkultur,durch die Niedrigzinspolitik werden Ersparnisse durch die EZB weggeraubt.Denn null Zins bedeutet null Wert für das Hart verdiente Geld.Die nächste Bankenkrise ist unterwegs ,das ist einer der Gründe warum Bargeld verteufelt wird. Wenn die Bargeldabschaffung kommt sind wir nur noch Sklaven des Systems.Schaut euch China,Indien und die Türkei an,die Menschen sind in der Türkei Hoch verschuldet,jeder hat 10 Kreditkarten in der Tasche und am Monatsende werden die Bankschulden mit der nächsten Kreditkarte beglichen,selbst Brot wird mittlerweile per Karte bezahlt.Bargeld wir verteufelt weil es Anonym ist, weil die Finanzdienstleister Haien nichts am Geldverkehr verdienen . Deshalb kann ich jedem nur raten, nur noch mit Bargeld zu bezahlen . Es gibt keine Freiheit ohne Bargeld.

  • Leider fehlt es in dem Land eine Protestkultur,durch die Niedrigzinspolitik werden Ersparnisse durch die EZB weggeraubt.Denn null Zins bedeutet null Wert für das Hart verdiente Geld.Die nächste Bankenkrise ist unterwegs ,das ist einer der Gründe warum Bargeld verteufelt wird. Wenn die Bargeldabschaffung kommt sind wir nur noch Sklaven des Systems.Schaut euch China,Indien und die Türkei an,die Menschen sind in der Türkei Hoch verschuldet,jeder hat 10 Kreditkarten in der Tasche und am Monatsende werden die Bankschulden mit der nächsten Kreditkarte beglichen,selbst Brot wird mittlerweile per Karte bezahlt.Bargeld wir verteufelt weil es Anonym ist, weil die Finanzdienstleister Haien nichts am Geldverkehr verdienen . Deshalb kann ich jedem nur raten, nur noch mit Bargeld zu bezahlen . Es gibt keine Freiheit ohne Bargeld.

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