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In der CDU ist ein offener Machtkampf entbrannt. Während der thüringische CDU-Fraktionschef Mike Mohring (47) versucht, eine Minderheitsregierung aus CDU, SPD, GRÜNE und FDP zu schmieden, die dann von den LINKEN toleriert werden, haben 17 CDU-Funktionäre in einem „Appell konservativer Unionsmitglieder“ gefordert, „sich aktiv am Gesprächsprozess mit ALLEN demokratisch gewählten Parteien im Thüringer Landtag“ zu beteiligen.

Dazu gehöre auch die AfD, denn es können in einer freiheitlichen Gesellschaft nicht sein, „dass fast ein Viertel der Wählerstimmen bei diesen Gesprächen außen vor bleiben sollen“. Die Angriffe gegen den stellvertretenden CDU-Fraktionsvorsitzenden Michael Heym (57) seien daher sofort einzustellen, der Landesvorstand habe sich zu Heym zu bekennen.

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Generalsekretär Ziemiak hält nichts von Demokratie in seiner Partei

Die CDU war noch nie sonderlich demokratisch organisiert, das Präsidium trifft meist einsame Entscheidungen, wenn es um Koalitionen, Spitzenkandidaten oder Parteivorsitzende geht. Die Kampfabstimmung zwischen Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz war lediglich eine Ausnahme.

Auf den Appell der thüringischen CDU-Funktionäre reagiert Paul Ziemiak dünnhäutig. „Es geht hier nicht um irgendwelche strategischen Überlegungen, es geht hier um die Frage von Werten und Grundsätzen“, sagte der CDU-General. Wer das anders sehe, müsse sich fragen, ob er noch in der richtigen Partei sei.

An der CDU-Basis rumort es längst. Das liegt vor allem daran, dass die CDU-Führung das Potenzial einer bürgerlich-konservativen Partei wie der AfD völlig unterschätzt hat, sich zu sehr auf die Konkurrenz von links konzentriert hat – wenn auch mit Erfolg.

CDU verrät ihre eigenen Werte

Dass ein CDU-Spitzenkandidat lieber mit einem Landeschef der SED-Nachfolgeorganisation DIE LINKE spricht, statt mit der konservativen Alternative, dürften viele Unionsmitglieder als Verrat empfinden. Vor allem deshalb, weil die Beliebigkeit der CDU-Führung nicht mehr die gewohnten Wahlsiege bringt.

Ein Ignorieren der CDU-Basis wird mittelfristig dazu führen, dass die CDU dasselbe Schicksal erleidet wie die SPD. Helfen kann da nur die Rückkehr zum Konservatismus mit einem neuen Partner.

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7 Kommentare

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  • Hahahahhaa, in Berlin fürchtet die CDU eine Zusammenarbeit mit der AfD wie der Teufel das Weihwasser. Das gesamte Gerüst der sozialen Gefühlsdusselei das man sich unter Merkel aufgebaut hat würde zum Einsturz gebracht und Leistung müsste sich wieder lohnen, alle vom Kreisssaal, Hörsaal in den Bundestag ohne Abschluss geförderte Nullen wäre dann eine Belastung, denn bei der AfD kann man nur mit Wissen punkten

  • Genau das war abzusehen.Und genau so wird sich die CDU selbst zerlegen,wenn sie nicht sehr bald ihre große Vorsitzende mitsamt ihren Hofschergen vom Thron befördert.So oder so wird dadurch NUR die AfD gewinnen können.Kriechen sie mit den Linken in ein Bett wird die CDU weiter an Stimmen verlieren,werden sie auf die AfD zugehen wird auch dem letzten Schlafschaf bewußt,dass die AfD scheinbar doch nicht Nazi ist.Win win Situation eben.

  • Das Parteiprogramm der AfD entspricht fast 1 zu 1 dem der CDU 2002. Kann jeder selbst nachlesen. Die Werte und Überzeugungen und öffentlichen Bekenntnisse der CDU waren vor ca. 20 Jahren WESENTLICH „RADIKALER“ als diejenigen der AfD heute. Darüber kann man sich aus öffentlich zugänglichen Quellen auch selbst überzeugen. Wenn also CDUler heute etwas anderes behaupten/vertreten, so sind sie inzwischen völlig ideologisch umgedreht und gehirngewaschen, komplett weltfremd und realitätsfern. Oder sie lügen bewusst, dann sind es Hochverräter am deutschen Volk und müssen abgeurteilt werden.

  • „Wer das anders sehe, müsse sich fragen, ob er noch in der richtigen Partei sei.“
    Uiuiui, bläst der die Backen auf! Will er denn wirklich, dass die 17 CDU Abgeordneten ihr Parteibuch wechseln und bei der AfD eintreten?

  • Es ist köstlich anzusehen. Die Regierungsbeteiligung für den Drittplatzierten so nah und doch so fern. In Thüringen könnte ein mühsam aufrecht gehaltener Damm brechen. Es fragt sich nur, welcher.

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