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Halleluja – Österreich hat einen neuen Sickerwitz. Der neueste Schwank der größten politischen Kabarett- und Kasperbühne, deren Hauptdarsteller die vor sich hin modernden Gehirnganglien der rot/grünen Wiener Schreibtischattentäter sind, ist: U-Bahn fahren in Zukunft nur mehr mit geschlossenen Beinen geboten. Also nicht breitbeinig sitzen, keine O- oder X-Haxerten mehr im öffentlichen Verkehr.

Begründet wurde der kuriose Erregungsbegriff über Breitbeinigkeit der hiesigen Männlichkeit übrigens nicht bei Beginn der Menschheitsgeschichte mit dem breitbeinigen Homo Erectus samt seines überschaubaren Wurmfortsatzes – wobei das Erectus ganz und gar zur jetzigen göttlichen Komödie passen würde – sondern exakt im Jahr 2013, als man breitbeinig sitzende Männer weltweit unter dem Titel der neuen sprachlichen Wortvergewaltigung Manspreading subsumierte.

Mehr von Gerald Grosz auf 1984 – DAS MAGAZIN

Also die letzten zehntausend Jahre seit dem Affen bis ins Jahr 2013 waren breitbeinig sitzende Männer kein Problem, erregten keinen Anstoß öffentlichen Ärgernisses, wurden nicht in der Sexualstraftäterdatei erfasst. Bis 2013. Denn dann kamen sogenannte FeministInnen – jene die bisweilen aus Fadesse ob der mangelnden Probleme, ihr Hirn in Frühpension schicken – und erkannten in dieser zweifelhaften und schändlichen Körperhaltung die pure sexuelle Belästigung der Frau durch den lüsternen Mann. Folgerichtig sind auch breitbeinig auf ihrem Traktor sitzende und vielleicht noch jodelnde Bauern eine permanente Gefahr für die unschuldige Bäuerin.

Auch breitbeinig auf der Bierkiste sitzende Bauarbeiter können diesbezüglich an den Medienpranger der geistig verloren gegangenen #metoo-Bewegung gestellt werden. By the way: Stan Laurel kann nur froh sein, dass die Gnade des frühen Todes ihm eine U-Bahn-Fahrt in Wien erspart hat. Auch sein Freund Lucky Luke wäre hochkantig aus den Wiener Verkehrsmitteln gefallen. John Wayne hingegen ist Wien gottlob überhaupt erspart geblieben.

Überhaupt würden sich manche Männer angesichts ihres überschaubaren Gemächts wundern, wenn der minimalistische Freund schon als Belästigung gilt. Sie würden ihre Beine überschlagen, garantiert. Ausgehend von diesem Kuriosum Wiener Verkehrspolitik sehen andere Experten fast entschuldigend eine reine Einsparung des Platzes in den U-Bahnen. Wobei sich hier dann doch tatsächlich die Frage stellt, wie wir mit den etwas voluminöseren Zeitgenossen, also den Fettleibigen, volkstümlich auch Dicken genannt, umgehen werden. Auf den Dachträger schnallen?

Tu Felix Vindobona, Du glückliches Wien und Deine Politiker, deren Hauptproblem nicht die gestiegene Kriminalität, die Gewalt gegen Frauen, die Drogenprobleme und die wachsenden Glasscherbenviertel sind, sondern doch tatsächlich die martialische Beinhaltung der Männer darstellt.

Ganz im Sinne der politischen Korrektheit hätte ich dann doch den Vorschlag, die Stadtregierung soll einfach möglichst lange ihre Luft anhalten. Das spart CO2 und freut wenigstens die heilige Gretl.
Gerald Grosz

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