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Ich möchte erzählen von falschen Göttern
von Politik
vom Judaslohn

Marius Müller-Westernhagen | Judaslohn | 1994 | Video siehe oben

Beginnen wir mit einer Quiz-Frage: Von wem stammt folgendes Zitat?

Das Holocaust-Mahnmal soll „in der Mitte der wiedergewonnenen Hauptstadt Berlin an unsere fortwährende Schande erinnern. Anderen Nationen wäre ein solcher Umgang mit ihrer Vergangenheit fremd. Man ahnt, dass dieses Schandmal gegen die Hauptstadt und das in Berlin sich neu formierende Deutschland gerichtet ist.“

Nein, nicht von Björn Höcke, der drückte das Gleiche in grün so aus:

Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.

Auflösung: Das erste Zitat stammt vom früheren und inzwischen verstorbenen SPIEGEL-Herausgeber Rudolf Augstein. Gab es einen Skandal, als Augstein das Mahnmal am 30. November 1998 im SPIEGEL kommentierte? Noch nicht einmal im Ansatz. Höcke hängt sein ständig verfälscht wiedergegebenes Zitat bis heute nach. Auch, weil der Mainstream seinerzeit verschwieg, dass Thüringens AfD-Vorsitzender nichts anderes als der SPIEGEL-Gründer sagte. Da musste erst das linksextreme (aber oft faire) Portal Übermedien ran:

Zahlreiche Gesinnungsgenossen Höckes verwiesen seitdem genüsslich darauf, dass das angeblich so skandalöse Zitat des Thüringer AfD-Vorsitzenden bloß einen Gedanken und eine Formulierung des unverdächtigen, honorigen „Spiegel“-Herausgebers aufgriff. Das ließe die ganze Empörung lächerlich und unglaubwürdig erscheinen.

In den etablierten Medien findet sich zu dieser Parallelität bislang: fast nichts. Agenturen, Zeitungen, Online-Medien arbeiten sich an diesen (und anderen) Sätzen Höckes ab. Aber kaum jemand erwähnt den Elefanten, der im Raum steht und von dem ein Teil des Publikums längst raunend Fotos macht.

Mehr zum Thema auf 1984 – DAS MAGAZIN

Kommen wir nun zur Causa Stephan Brandner. Der Vorsitzende des Rechtsausschusses im Bundestag warf Udo Lindenberg auf Twitter vor, dass sein Bundesverdienstkreuz eine Art Judaslohn für seine Hetze gegen die AfD sei. Aus Brandners Sicht völlig legitim. Judaslohn ist eine Entlohnung für einen Verrat. Wer gegen die einzige Partei hetzt, der Deutschland am Herzen liegt, begeht Verrat. Am Vaterland.
Udo Lindenberg ist also ein Vaterlandsverräter. Ein Glasklarer. Ende der Geschichte? Nö.

Das Wort „Judaslohn“ wurde Brandner um die Ohren gehauen. Zurücktreten soll er, fordern Beta-Männlein wie Karl Lauterbach (SPD). Antisemitisch soll das Wort (gemeint gewesen) sein. Ein Vorwurf, der an Lächerlichkeit kaum zu überbieten ist. Oder ist Westernhagen, der gar ein ganzes Lied Judaslohn nannte, etwa „auch“ ein Judenhasser?
Oder was ist mit Jerzy Montag (Die Grünen) der 2009 im Bundestag über Polizeispitzel sagte: „Das ist nichts anderes als ein Judaslohn für Verrat.“
Montag ist übrigens Jude.
Und noch ein Grüner, Dr. Thomas Gambke, sagte 2013 ebenfalls im Bundestag über die aus der Schweiz gekauften Steuerhinterzieher-CDs : „Sie haben für einen Judaslohn …“
Oder Dekolleté-Brüderle von der FDP 2003 im Bundestag: „Bei ihm muss doch der Verdacht aufkommen, hier werde quasi ein ordnungspolitischer Judaslohn für vorherige Entscheidungen kassiert …“
Und dann war da ja auch noch 2005 das SPD-Früchtchen Johannes Kars: „Für den Judaslohn eines Bundespräsidenten-Postens oder eines Ministeriums mehr werden wir nicht auf unseren Kanzler verzichten.“

Gab es einen Aufschrei, auch nur bei einem der Genannten? Natürlich nicht.

Fazit: Die hilflosen Versuche der Politiker der Altparteien ihre Pöstchen zu sichern, indem sie auf die AfD dreschen, werden immer lahmer und lächerlicher. AfD-Wähler interessiert dieser Rotz nicht. Die Alternative für Deutschland steht inzwischen auf 16 Prozent, die SPD auf 13,5.

Ach, und übrigens: Bereits erwähnter Lauterbach bezeichnete Brandners Tweet laut SPIEGEL als „Schande“. Seine „antisemitischen Anspielungen“ seien „unerträglich und diskreditieren unsere Arbeit und den Bundestag“.
Lauterbach, hm, Moment, da war doch mal was! Nochmal DER SPIEGEL:

Lauterbach hatte 2010 bezogen auf die vom damaligen Gesundheitsminister Philipp Rösler geplante Bestrafung säumiger Zusatzbeitragszahler gegenüber dem „Kölner Stadtanzeiger“ gesagt: „Dafür, dass die Arbeitgeber künftig nicht mehr an den Kostensteigerungen im Gesundheitswesen beteiligt werden, zahlen sie nun den Judaslohn, indem sie als Zwangsvollstrecker für Krankenkassen dienen“.

Weitere Quelle

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14 Kommentare

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  • Schade, dass Lauterbach mit seiner Partnerin nicht in die Endausscheidung kam. Wäre er dann auch noch zum SPD-Vorsitzenden gekürt worden, hätte das den Absturz auf unter 5% bei den nächsten Wahlen bedeutet!

  • Man sieht den so genannten Altparteien an, dass bei ihnen Panik herrscht. Anders ist deren notorischer Beißreflex nicht zu erklären. Pawlow hätte hierzulande ein weites Forschungsfeld. Sabbernde linksrotgrüne Politiker.

  • Falsch, Lauterbach _ist_ die Endausscheidung! 😀 Der sollte sich lieber mal seine Haare waschen. Für mich sieht der immer siffig aus. Bäh, so was als Arzt. Gut für die Patienten, dass der nicht arbeitet.
    Ich kann nur empfehlen: geht ja nicht auf die Provokationen ein. Mit Verachtung
    strafen sozusagen. Oder schickt ihm ein Duschgel mit Gebrauchsanweisung. 😉

  • Wer die Größen (jetzt geschrumpften)der SPD noch für voll nimmt sollte einen Seelendompteur aufsuchen um festzustellen, ob oben im Stübl noch alles zusammenpasst

  • „JUDASLOHN“,
    ein Wort, dass in vielen Situationen des Lebens Gebrauch findet,
    wird nun dazu verwendet, einen Patrioten zu denunzieren und
    noch schlimmer, als Antisemitisch zu bezeichnen.
    Es ist für jeden normalen Menschen erkennbar, mit welchen
    lächerlichen, schizophrenen Argumenten, die Altparteien die
    AFD bekämpfen.
    Leider ist es in Deutschland tatsächlich so, dass es fast keine
    normalen Menschen mehr gibt !
    Entweder indoktrinierte, Linke Verräter, rechte Opportunisten oder saudumme Vollidioten, machen 80 % unserer Bevölkerung
    aus.
    Wenn sich das nicht ändert, gehört Deutschland in Zukunft, der
    Vergangenheit an ! Das heutige Europa ist so wie so schon gestorben !

  • Wer das Wort Judaslohn benutzt ist ein Antisemit, also ein Rechter (natürlich nur die von der AfD). In Zusammenhang mit 30 Silberlinge sogar ein Rechtsextremist, auch die nur von der AfD.
    Es zeigt sich was für ein heuchlerisches Pack die Politiker der Altparteien und die Propagandamaschine der Gesinnungsmedien sind.

  • Wo der linksliberale, deutsche Patriot, Rudolf Augstein kritisierte (ja damals ging das gerade noch) darf der polit-korrekte Saubermann und Gesinnungs- Schnüffler, der Internet-Sheriff, Stefan Niggemeier, natürlich nicht fehlen.

    Und so weist der politisch-korrekte und kleinkarierte, linke Wadenbeißer den großen Augstein in die Schranken:

    …“In den etablierten Medien findet sich zu dieser Parallelität bislang: fast nichts. Agenturen, Zeitungen, Online-Medien arbeiten sich an diesen (und anderen) Sätzen Höckes ab. Aber kaum jemand erwähnt den Elefanten, der im Raum steht und von dem ein Teil des Publikums längst raunend Fotos macht.

    Augsteins Kommentar ist abstoßend!!
    Er ist anmaßend, er redet die Mitschuld der Deutschen klein, und vor allem ist er (notabene) antisemitisch. Dem Gedanken, dass das „Schandmal“ gegen das sich neu formierende Deutschland gerichtet sei, fügt er den Satz hinzu:

    Man wird es aber nicht wagen, so sehr die Muskeln auch schwellen, mit Rücksicht auf die New Yorker Presse und die Haifische im Anwaltsgewand, die Mitte Berlins freizuhalten von solch einer Monstrosität.

    Die New Yorker Presse und die Haifische im Anwaltsgewand – es sind Chiffren für die bösen, mächtigen Juden. Die wollen also nach Augsteins Lesart die armen Deutschen, die größtenteils gar nicht gewusst hätten, was zwischen 1933 und 1945 passierte, dauerhaft kleinhalten.“ … soweit der kulturmarxistische Gesinnungsschnüffler Niggemeier.

    Hören wir doch mal, war der 1. Bundeskanzler der Bunzelrepublik, Konrad Adenauer, zu diesem Thema zu sagen hat:

    https://www.youtube.com/watch?v=SEkZqzlEDHI

  • 1) Brandner hat sich deutlich mehr geleistet als nur das Wort „Judaslohn“
    2) Seine Arbeit als Ausschußvorsitzender wurde deutlich kritisiert
    3) Er selbst bezeichnete sich als „Pöbler aus dem Landtag“
    Seine Absetzung nur auf das Wort zu reduzieren ist Schönfärberei und unwahr. Die AfD wußte sehr genau wen sie da losschickt. Sich jetzt aufzuregen ist Heuchelei!

  • Lindenberg hat Millionen AFD Wähler als kalte Kotze beschimpft!!

    Und ganz klar dafür das Bundesverdienstkreuz als Judaslohn erhalten!

         

    Also immer die Vorgeschichte beachten ( verschweigt die Staats – Affine Presse, bzw. Lügenpresse):

    hier die Beschimpfung von ca. 8 Mio Deutschen AFD Wählern durch Lindenberg!

    DRAUF hat Herr Brandner reagiert. Angemessen kar: Judaslohn!

         https://www.facebook.com/UdoLindenberg/posts/10162408341570304                        

    Im Web Archiv:

          
       http://www.archive.is/6H6le               

       
        

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