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Meine Freundinnen hatten stets einen kranken Männergeschmack. Den mussten sie auch haben, sonst hätten sie sich wohl kaum für mich entschieden. Ich sag nur Jürgen Vogel. Ich sag nur: Bela B. Ich sag nur Christian Ulmen. Und – und jetzt kommt’s! – ich sag nur: Mesut Özil!
Womit ich nicht sagen möchte, dass Jürgen und Christian keine coolen Typen sind, aber von Schönheit sind sie in etwa so weit entfernt, wie Cindy aus Marzahn vom Gewinn der nächsten GNTM-Staffel.

Zeige ich meiner Freundin dagegen einen Typen wie Jon Kortajarena (Foto), einem Mann also, der in Sachen Schönheit über jeden Zweifel erhaben ist, sagt sie: „Nä! Langweiliger Schönling – mag ich nicht!“
Was ist los mit ihr? Was läuft verkehrt bei ihr? Und bei so vielen anderen Frauen? Um das herauszubekommen, habe ich die typischen Argumente der Frauen, die meist kommen, wenns um schöne Männer geht, zusammengetragen. Und auch gleich, na klar, widerlegt.
Also los …

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Schöne Männer habe ich nie für mich allein!“

Sicher, das Leben eines schönen Mannes ist eine einzige Versuchung. Überall lockt das Weib. Eine Ex, die mal mit einem schönen Mann zusammen war, klagte: Ständig diese Blicke der Frauen, die sagten: „Hey, was willst du denn mit der? Nimm mich!“ Und wie dreist sie waren: „Auf Partys steckten sie meinem Freund ihre Nummer zu, während ich direkt daneben saß!“
Okay, so etwas muss man aushalten können. Dafür brauchts eine gehörige Portion Selbstbewusstsein. Und da wirds bei vielen Frauen eng. Deshalb sollte ein Mann nie schöner sein, als seine Frau. Sieht auch irgendwie kacke aus, wenn der Mann hübscher ist.
Und doch: Treue ist keine Frage von Optik. Bescheißen können wir alle, dafür brauchts keine Modelfresse.

Schöne Männer sind dumm!“

Kompletter Unfug. Es gibt schöne Männer, die dumm und es gibt hässliche Männer, die klug sind. Genauso wie es hässliche Männer gibt, die dumm und schöne, die klug sind.
Ich würde sogar behaupten: Schöne Menschen sind im Schnitt klüger. Denn: Wer bekommt die schönen Frauen, die hübsche Babys gebären? Die dummen Männer? Ich denke nicht. Und da Intelligenz zu einem großen Teil vererbt wird, halte ich meine Theorie für plausibel.

Schöne Männer haben einen schlechten Charakter!“

Ein weiterer Grund für die Geschmacksverirrung der Frauen, ist der Irrglaube, ein schönes Gesicht würde den Charakter negativ beeinflussen. Das ist ebenfalls Unsinn. Das würde ja im Umkehrschluss bedeuten, hässliche Menschen hätten grundsätzlich einen guten Charakter. Häufig ist das genaue Gegenteil der Fall: Die Menschen, die gerade pissen waren, als Gott, oder wer auch immer, die Schönheit verteilte, sind oft verbittert, was sie fies und gemein werden lässt. Ähnliches erlebt man bei besonders kleinen, besonders dicken oder behinderten Menschen ab und an.

Schöne Männer ruhen sich auf ihrer Schönheit aus!“

„Die tun nichts für eine Beziehung, die glauben, schön zu sein, reicht aus.“, behauptet meine Freundin. Nur ein weiterer Trugschluss. Um nichts für eine Beziehung zu tun, brauche ich nicht schön zu sein. Ein schöner Mann dagegen, meint es in der Regel ernst, wenn er sich für eine Frau entschieden hat. Gibt also keinen Grund für ihn nicht alles zu geben.

Schöne Männer sehen unmännlich aus!“

Um dieses Argument ad absurdum zu führen brauche ich nur zwei Worte: George & Clooney.

Und Mädels, was sagt ihr nun? Bleibt nicht viel übrig von Euren Argumenten, nicht wahr? Deshalb kann es also nur an Euren Unsicherheiten und Eurem mangelnden Selbstbewusstsein liegen.
Aber hey: Ich begrüße das! So bleiben mehr schicke Frauen für Jungs wie mich übrig.

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8 Kommentare

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  • Ich hatte beides, wirklich umwerfend attraktive Männer und da war auch ein eher mittelmäßig aussehender Typ dabei. Und was soll ich sagen!? Der letztere hat mich betrogen. Der musste sich damit beweisen, dass er ein toller Hecht war.

  • Widerlegt die Aussage sich nicht selbst? Schöne Männer haben angeblich bei vielen Frauen keine Chance und dann können sie sich auf Partys kaum der Avancen erwehren, selbst wenn gerade in weiblicher Begleitung? Irgendwas stimmt jetzt nicht… Abgesehen davon könnte man auch die Ansicht vertreten, dass sich eine gewisse gegenseitige Anziehung nur in den seltensten Fällen auf rein äußerliche Faktoren reduzieren lässt. Kurz gesagt: wenn die Chemie nicht stimmt, dann stimmt sie eben einfach nicht – so abgedroschen es auch klingt.

  • Und umgekehrt? Werten sich Männer mit schönen Frauen auf, oder versuchen es wenigstens. Auch nicht besser, Minderwertigkeitsgefühle bleiben Minderwertigkeitsgefühle.

  • Zum ersten Punkt: Natürlich hätte mich keine Frau ganz für sich. Ich muss z.B. arbeiten gehen und schlafen. Und da ich lieben kann, werde ich auch lieben. Das heißt eben nicht, eine für die andere wegzuwerfen, aber wenn sie meint, ich sei ihr Eigentum und deshalb geht – na ja, traurig für mich, aber dann „hat“ sie mich nicht mehr „nicht ganz für sich“, sondern: gar nicht mehr.

    Letzter Punkt: Nicht alle Frauen stehen auf besonders maskulin aussehende oder auftretende Männer.

    Das Männlichkeitsgehabe erlebte ich gerade am Sonnabend im Club. Zwei „sehr Männliche“ waren da, mit stets wichtigem Getue, andere Leute zur Seite schiebend, wahnsinnig „cool“, bärtig, ihre Betreuerinnen betatschend, und sie konnten sogar toll rauchen. Nichts ging ohne unnatürliches, exaltiertes Männlichkeitsgehabe.
    Wie schwach muss man sein, um mit solchem Macho-Getue kompensieren zu müssen? Und wie dämlich muss man als Frau sein, dergleichen Typen „betreuen“ und ihnen bei bewusstem Ignorieren ihres Verlierer-Verhaltens die deutsche Nachtlebenkultur erschließen zu wollen? Bis man (frau) von ihnen, ebenfalls aus Schwäche, aufs Maul bekommt? Ein „starker“ – ein normaler, selbstbewusster Mann hat es nicht nötig, Frauen zu regieren.
    Der geneigte Leser mag erahnen, was für Männer das waren.

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