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Ich sehe Onkel Lothar noch sitzen, bei Familienfeiern bei meiner Tante Trudchen, wo es immer Saft von Granini zu trinken gab, nicht von Aldi, wie bei uns. Er war ein großer stattlicher Mann, also ein bisschen dick, und er trug seinen Revolver stets an der Hüfte, was eine große Sache ist, wenn du fünf, sechs Jahre alt bist.

Onkel Lothar war Polizist mit Herz und Seele, wie man so sagt; hat sich von ganz unten hochgearbeitet, nach Dienstschluss studiert usw. Doch am Ende haben sie ihn ganz fürchterlich gefickt. Grund: Er war mitverantwortlich für den „Hamburger Kessel“. Das war nicht irgendein Kessel, es war DER Kessel, oder wie die TAZ titelte: „Die Mutter aller Kessel“.

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Die taz weiter:

Der 8. Juni 1986 ist als rechtswidriger Hamburger Kessel in die Geschichte eingegangen. Die Polizei hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst, indem sie 861 Menschen, die für das Recht auf Demonstrationsfreiheit und gegen Polizeiwillkür demonstrieren wollten, auf dem Heiligengeistfeld einkesselte.

Das ist natürlich alles linkes Gewäsch. Onkel Lothar tat nur, was ein Polizist tun muss, wenn Linksterroristen Stunk machen.

DER SPIEGEL schreibt:

Funkanweisung des Leitenden Polizeidirektors Lothar Arthecker: „Versammlung ist notfalls unter Benutzung des Schlagstocks einzuschließen.“

So läuft das! Mit den Linksterroristen.

Doch Lothar, nicht doof, ahnte schnell, dass die Sache nicht gut ausgehen wird. Die TAZ formuliert es so:

Lothar Arthecker, der als harter Hund bekannt war, hatte schon frühzeitig bei seinen Vorgesetzten förmlich Beschwerde eingelegt, weil aus seiner Sicht der Kessel nicht aufrechterhalten werden könne.

Am nächsten Tag war der Tenor in den meisten Hamburger Medien: Es sei eine „Schneise der Gewalt verhindert“ worden. Doch dann ging die Scheiße erst los. Das Verwaltungsgericht erklärte das polizeiliche Handeln für rechtswidrig. Das Landgericht sprach 1991 vier führende Polizeiführer der Freiheitsberaubung in 861 Fällen schuldig.

Auch Onkel Lothar. 12 000 Mark Geldstrafe. Das Geld kratzte Lothar nicht, aber dass er für einen Befehl verurteilt wurde, der von oben kam, den er nur ausführte, gegen den er ja sogar noch während des Kessels Beschwerde einlegte, das hat er nicht verkraftet. Verbittert gab er seine Waffe ab und ging nicht mehr in den Polizeidienst zurück.

Nur sechs Jahre später starb er.

Und wenn ihr, liebe Polizisten, von meinem Onkel Lothar was lernen wollte, so habe ich zwei Worte für euch, nur zwei, aber die reichen: Notfalls Schlagstock!

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6 Kommentare

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  • Einfach unglaublich wie die Exekutive von oben in Stich gelassen wird.
    Wird die so genannte Linke doch spätestens nach der Zerschlagung der KPD (Berufsverbote)
    von den Herrschenden selbst gesteuert. Ein einziger FAKE weil es gegen das eigene Volk geht.
    Das wird von sehr Vielen leider nicht durchschaut die im Glauben die Linkspartei sei oppositionell immer noch diese Partei wählen.
    In Wirklichkeit hält man sich diese nur als Reserve-Rad bereit da alle volksfeindlichen Entscheidungen von denen voll und ganz mitgetragen werden (Masseneinwanderung etc.)

  • Olli,
    tut mir weh, so etwas lesen zu müssen.
    Jedoch:
    Bedeutet das nicht, dass schon vor mehr als 30 Jahren die Verdrehung der Begriffe begann?
    Und:
    Haben wir bereits den Zenith der Umkehrung von „Gut und Böse“, von Demokratie und Demokratur erreicht?

    Werden hier eine Million Bürger erst „auf die Straße gehen“, weil sie bereits „auf der Straße liegen“… – kujoniert, gefeuert, verarmt, enteignet, hoffnungslos?
    Wann endlich schaffen sich alle „Alternativen“ ein „Zentralorgan“, das jeder enttäuschte Bürger als seine Pflichtlektüre erkennt?
    Mit freundlichen Grüßen
    – mlskbh –

    • Ja, vor 30 Jahren sind die ersten 68er schon in das Establishment mit ihrer Wühlarbeit gelangt. Als Linksanwälte schon in der 70ern, Terroranwälte wie Ströbele und Schily. Mittlerweile ist die ganze Justiz, Richter, RICHTERINNEN, Staatsanwälte linksgrünversifft. Alle? Vielleicht nicht alle. Aber die wenigen Anständigen wie Jens Maier sind in die Politik gegangen, um das zu ändern. Vielleicht gibt es noch den einen oder anderen, der keine Merkel-Freisler-Justiz „rechtspricht“. Aber die Masse muß mit eisernem Besen ausgekehrt werden, die dürfen wir nicht wie 1990 davonkommen lassen. Denn dann ist es nur eine Frage der Zeit.

      Wir brauchen VOLKSRICHTER, also unbescholtene Bürger, die auf Zeit (nicht länger als 2 Jahre) für das Richteramt freigestellt werden und die angemessen, aber nicht überzogen bezahlt werden, um Korruption vorzubeugen. Und wir brauchen Richterhaftung, wenn z.B. ein zu früh entlassener oder zu milde bestrafter Triebverbrecher oder ein anderer Gewohnheitsverbrecher rückfällig wird.

  • Ja den Hamburger Kessel.
    Daran kann ich mich auch noch erinnern.Wie die „armen Frauen“ in die Büsche pissen mussten.Man hat ihnen keine neuen Binden gebracht.
    Das war damals alles sooo traurig.
    Die Polizei hätte da mal ordentlich rein schlagen sollen um sich Respekt zu verschaffen.
    Danach ging der Stunk mit der Hafenstraße richtig los.
    Hätten die gleich durch gegriffen,dann wäre ihnen einiges erspart geblieben.
    Scheiß Grüner Dreck in der Justiz.

  • Die Polizei ist ja ein aktiv ausführendes Staatsorgan.
    Ich wünschte mir aber, daß es mehr der angeführten Polizisten geben müßte.
    Eben jene, wie der, der sichj gegen den Antifa Typen wehrt.
    Laßt euch doch nicht zum Affen machen.
    Greift durch und schützt euch wenigsten selbst.
    Denn wenn ihr auf das öffentlich Geschwafel der „öffentlich rechtlichen“ Medien, oder Parteien, wie Grüne oder SPD hört und reagiert, schadet ihr nur eurerm Ruf, der international sowieso schon gelitten hat.
    Und es nimmt euch auch weiterhin keiner für ernst.
    Das kann doch nicht in eurem und im Namen der zu Schützenden sein.
    Und eure Besoldung entspricht sicherlich auch nicht dem, dessen Bedienstete ihr seid.

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