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Otto Schily (87, SPD) hält Hans-Georg Maaßen für einen der stärksten deutschen Innenminister. Denn damals war für die SPD die innere Sicherheit ein zentrales Thema, das für den „Roten Sheriff“ wichtiger war „als die sozialistischen Träumereien heutiger Parteifunktionäre“, so der ehemalige Verfassungsschutzpräsident in einem Interview mit der Monatszeitung JÜDISCHE RUNDSCHAU.

Im Gegensatz zur Schröder-Ära sieht Maaßen die SPD auf linksradikalem Kurs, zumindest aber die Jungsozialisten (Jusos), deren Vorsitzender Kevin Kühnert sich in Interviews mit der linksextremen „Roten Hilfe“ solidarisiert. Schon auf einer Geheimdienstkonferenz sprach Maaßen von linksradikalen Kreisen in der SPD, wurde daraufhin in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

Der linke Antisemitismus und Antizionismus werde zudem „auf politischer Ebene, insbesondere von Sozialisten, immer noch verharmlost und verniedlicht“. Zwar richte sich dieser linke Antisemitismus nicht gegen Individuen, sondern generell gegen „die Juden“, doch das werde getarnt, indem man gegenüber „terroristischen Gruppierungen mehr oder weniger offen Verständnis oder Sympathie äußert.“

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„Ich spreche bewusst vom islamischen und nicht vom islamistischen Antisemitismus“

Der islamische Antisemitismus werde grundsätzlich unterschätzt. Maaßen spricht vom islamischen und nicht vom islamistischen Antisemitismus, da „der Antisemitismus in der Erziehung muslimischer Kinder“ oftmals vorkomme: „Ich sehe die Gefahr, dass muslimische Kinder in Deutschland bereits in der Familie und in der Moscheegemeinde gegen Israel und gegen jüdische Menschen aufgehetzt werden. Und das ist eine Gefahr für das friedliche Zusammenleben aller Menschen in Deutschland.“ Außerdem müsse verhindert werden, „dass Kinder und Jugendliche mit antisemitischer Hetze erzogen werden und aufwachsen.“

Bei den aus dem Ausland finanzierten Moscheen in Deutschland, müsse der Staat tätig werden, „um dort antisemitische Hetze und antiisraelische Gehirnwäsche bei Kindern zu verhindern“. Den politischen Willen, den es braucht, um Veränderungen herbeizuführen, spricht Maaßen der Bundesregierung jedoch ab.

Dennoch ist Maaßen, der Mitglied der „WerteUnion“ der CDU ist, der Auffassung, dass dieses Problem gelöst werden könne: „Ich bin der festen Überzeugung, dass dieses Problem gelöst werden könnte. Nach meinem Verständnis hat der Staat die Pflicht, dafür Sorge zu tragen, dass Kinder in Deutschland nicht mit Hass gegen andere Menschen, Religionen und Kulturen erzogen werden. Wir können nicht zusehen, dass junge Menschen mit Hass aufgezogen und aufgehetzt werden, um dann zu hoffen, dass die Sicherheitsbehörden später die Straftaten dieser Menschen verhindern.“

Maaßen wird sich weiterhin im Wahlkampf engagieren, auch wenn er dafür von seiner eigenen Parteiführung getadelt wurde. Das Ergebnis gibt ihm jedoch Recht: „Nach einer Analyse des Meinungsforschungsinstitutes INSA haben meine Wahlkampfauftritte der CDU in Sachsen zwei Prozentpunkte mehr an Wählerstimmen gebracht.“

Das gesamte Interview gibt es hier.

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8 Kommentare

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  • Maassen ist DER kommende Innenminister. Dazu muestte er allerdings seine Parteizugehoerigkeit nochmals ueberdenken. Und genau an diesem Punkt hat sogar – oh Wunder – AKK die
    Kampfdrohne der CDU – Recht.

    „Maassen hat Inhaltlich nichts mehr mit der CDU gemein“.

    Willkommen Refugees. Willkommen Hans-Georg Maassen, in der AFD.

  • Wenn der Staat verhindern soll, daß muslimische Kinder im Elternhaus antisemitisch eingestellt werden, läuft das auf eine staatlich organisierte Erziehung in Kindergärten und religiösen Bildungsstätten hinaus. Das lehnt die liberal-konservative Weltsicht im allgemeinen ab.
    Schreiber und andere haben ermittelt, was in deutschen Moscheen gepredigt wird; Erzieher und Lehrer hören, was muslimische Kinder von zu Hause erzählen. Der Nachrichtendienst operiert verdeckt in den muslimischen Einrichtungen. Es ist also genug Wissen vorhanden. Davon erfahren aber zu wenige Leute (etliche wollen es auch nicht hören); deshalb muß es der Auftrag an alle Wissenden sein, das Wissen wieder und wieder zu verbreiten, auf allen Kanälen und mit eiserner Geduld.
    Marktschreier wie Stürzenberger haben dabei ihre Berechtigung, aber viel effektiver scheint mir das sachliche und mit ruhiger Stimme vorgetragene Wort der Vielen zu sein, die im privaten Kreis Zweifel bei den Gutmeinenden säen.

  • Jedes Thema dreht sich nur noch um Antisemitismus.
    Anti Deutsch ist denen vollkommen egal.
    Einheimische schützen,daran darf nicht einmal gedacht werden.
    Es wird langsam gruselig.
    Bücken die Deutschen sich immer noch nicht tief genug?
    Bevor jetzt wieder so ein Schlaumeier sagt,es geht hier um den Islamischen Antisemitismus.Ja,das habe ich gelesen.
    Schmeißt doch alle Musels raus,dann ist Ruhe.
    Das traut sich aber auch keiner laut zu sagen.

    P.S. Diesmal bin ich dritter.Ich will nicht immer der Beste sein.

    • Ich würde Oliver Flesch und Michael Stürzenberger eher als Israelis einschätzen als als Deutsche.
      Wie gesagt in der Videokonferenz vor wenigen Tagen über skype haben sich alle drei aus der oberen Reihe mächtig darüber gefreut das wortwörtlich gar nichts passiert wäre es ist schließlich kein Jude zu Schaden gekommen von den Deutschen Opfern war überhaupt gar keine Rede. Das war so was von schockierend und wenn Lisa nicht dazwischen gegrätscht wäre hätte die in Ihrem Wahn noch nicht mal gemerkt was für einen Blödsinn sie da erzählen.

  • Stürzenberger habe ich schon lange im Verdacht daß er Jude ist,so wie er die in Schutz nimmt.
    Nicht ein kleines bisschen Kritik,ist bei ihm erlaubt.
    Michael Mannheimer hat ihn ja schon gut beschrieben.
    Wie ich schon mal schrieb.Er sollte auch mal darüber reden die Thora zu entschärfen,nicht nur den Koran.Beide Bücher sind gefährlich.
    In irgendeiner seiner Kundgebungen hatte ihn ja mal einer drauf aufmerksam gemacht daß beide,Juden und Musels,die Tiere schächten.Stürzi hat sich dann wie ein Aal gewunden und so was ähnliches gesagt wie,daß die Juden ja scharfe Messer benutzen und die Musel stumpfe.Bei der Beschneidung windet er sich auch und kommt mit fadenscheinigen Argumenten.

    • Ich hab das von Mannheimer gelesen und fand das auch treffend.
      Wenn es stimmt das Flesch früher bei Bild war dann ist ja auch klar aus welchem Stall er kommt. An sich für mich noch nicht mal ein Problem so lange objektiv und ohne Hintergedanken agiert wird. Und da kommen dann wieder Klischees ins Bild und sorry die werden auch immer mit Inbrunst erfüllt es gibt eben keine Objektivität in bestimmten Themen jedenfalls nicht von den beiden.

    • Immerhin hatte Stürzenberger in seinem Team jemanden dabei, der ein Burzum-T-Shirt trug. Das fand ich stark und irgendwie tolerant. Das zum einen.
      Zum anderen, als Chebli und Merkel in Halle vor der Synagoge posierten, trugen beide einen brauen Mantel…

      • Tschuldigung, der Auftritt von Chebli und Merkel war ja vor der Berliner Synagoge, wo relativ kurz vorher noch ein Syrer mit einem Messer handgreiflich geworden war…

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