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Liebe Kronen Zeitung,

ich habe nun eigenhändig dafür gesorgt, dass das letzte Krone-Abonnement in meinem Familienverband gekündigt wurde, und wir reihen uns in eine sehr lange Liste von ca. 150 000 Lesern ein, die allein in den letzten Monaten dieser Krone, dieser neuen politisch korrekten und pseudointellektuellen Blattlinie den Rücken gekehrt haben.

Achtung: Luft nach unten ist noch gegeben. Die Gründe sind recht eindeutig: Wenn ich den Falter oder den Standard lesen will, brauche ich ja nicht die Kronen Zeitung zu kaufen, wobei sich das einstige Flaggschiff der öffentlichen Meinung langsam, aber sicher ohnedies der Auflagenstärke der beiden erstgenannten nähert.

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Angesichts der Übereinstimmung der Inhalte und der mittlerweile offenkundig zu Tage getretenen politischen Schlagseite, wäre eine Fusionierung schon allein aus ökonomischen Gründen und zur Reduzierung der unnötigen Druckkosten der zweifelhaften und dünnen Elaborate zweckmäßiger. Wenn das einzig Wahrhaftige und Ehrliche dieser Zeitung die falschen Botox- und Silikonlager auf Seite 3 sind, dann ist Feuer am Dach der Muthgasse.

Wenn man offen zur Schau gestellten Revanchismus und puren Hass mit sorgfältigem Journalismus verwechselt, helfen wirklich nur mehr die Seite 3 oder die zumindest grammatikalisch einwandfreien Todesanzeigen.

Unter Hans Dichand, mit 3 Millionen Lesern täglich einst Flaggschiff der öffentlichen Meinung, heute um eine Million Leser entschlackte Speerspitze der veröffentlichten Meinung für den letzten Rest des Schützenfest, ist das einst größte Blatt des Landes auf dem besten Weg zur journalistischen Bedeutungslosigkeit, bar jeglicher Logik.

Die Divergenz zwischen der Meinung der Leser und der elitären Zeitungsführung samt deren willfährigen Journalistenklüngeln, ist so groß wie der Marianengraben tief. Peter Gnam, Hans Janitschek, Dieter Kindermann, Richard Nimmerrichter – journalistische Persönlichkeiten, die mit der halbseidenen Schicki-Micki-Truppe von heute sehr wenig gemein haben.

Sie waren bereit, dem Gegenwind des Establishments entgegenzuhalten, für das Volk zu kampagnisieren, heute pfeift die Krone das Lied der Mächtigen. Zugunsten des persönlichen Fortkommens wurden die Anliegen des kleinen Mannes sprichwörtlich verkauft.

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