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Liebe Sozialdemokratie!

Ihr verliert alle Wahlen katastrophal, in Österreich und Deutschland nehmen Eure Unterstützer Reißaus, flüchten solange sie noch können. Selbst die Frequenz auf der Balkanroute 2015 war gegen den heutigen Wählerschwund der vorgeblichen Sozialisten ein Lärcherl.

Ihr fragt ernsthaft nach den Ursachen und etabliert unzählige Arbeitsgruppen, tauscht regelmäßig die Köpfe aus, gründet und erfindet Euch jedes Mal aufs Neue und kapiert nicht, dass Ihr jeglichen Bezug zur Realität und zu Eurer Basis, zu den wahren Sorgen und Anliegen der Menschen längst verloren habt.

Ihr versteckt Euch hinter dem Politsprech, hinter der Political-Correctness, versteckt Eure ausgefüllten Körper hinter schlechtsitzenden Anzügen und roten Krawatten und wundert Euch, dass Euch jegliche Authentizität und Glaubwürdigkeit fehlt, dass Demut und Bodenhaftung für Euch Fremdwörter geworden sind.

Ich verrate Euch ein Geheimnis: In der Sozialdemokratie gibt es wahrscheinliche viele Menschen, aber keine ehrlichen und anständigen Sozialisten mehr. Es ist alles mehr Schein als Sein geworden, die Kluft zwischen hehrem Anspruch und gelebter Wirklichkeit könnte kaum größer sein. Ihr wollt den kleinen Mann vertreten, den Werktätigen, den Fleißigen und Anständigen und seid doch selbst ein Haufen von situationselastischen Funktionären geworden, die sich für ihre Herkunft schämen. Die einzige Disziplin, in der Ihr noch großartig seid, ist das Zulangen beim Gratisbuffet.

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Ihr wollt den kleinen Mann vertreten, aber dessen Milieu, dessen Lebenswelt ist Euch doch selbst zutiefst zuwider. In der aktiven Zeit spielt ihr den ehrlichen Robin Hood, geißelt Euch selbst, die Wirtschaft und das Kapital, und nach Eurem Abschied aus der Politik macht Ihr auf dicke Brieftasche.

Die Helden des Sozialismus sind zu Handlangern der Konzerne geworden, haben Ihre Ideale zugunsten ihrer eigenen Habgier verraten, sind wohlgelittene Mitschwimmer in der Schickeria geworden: Gerhard Schröder, Franz Vranitzky, Werner Faymann, Sigmar Gabriel, Christian Kern, Viktor Klima, Alfred Gusenbauer. Der Liebestaumel an den Futtertrögen der Macht ist Euch wichtiger als Eure Gesinnung.

Je nach Befinden tauscht Ihr das Mäntelchen der Arbeitervertreter gegen das feine Tuch der Manager, den 911er, die Rolex, die Patek Philippe und schlussendlich das Gänsehäufel gegen St. Tropez. Ihr seid zu Museumswärtern der Errungenschaften eines Bruno Kreisky und Willi Brandt verkommen, eigene Ideen und Visionen für Gegenwart und Zukunft sucht man vergebens.

Um mit Thomas Morus zu sprechen, Ihr betet die Aschen an und gebt das Feuer längst nicht mehr weiter. Links von Euch haben Euch die GrünInnen das Wasser abgegraben, rechts von Euch haben Euch FPÖ und AfD die letzten Wähler geraubt. In der Migrationsfrage habt Ihr keine Antworten gefunden, Eure Wähler nicht vertreten. Selbst Eurer Parteibuch ist nichts mehr wert, weil Ihr keine Pfründe und Privilegien, keine Wohnungen und Jobs mehr zu vergeben habt.

Die Jungen sind weg, die Pensionisten sind weg. Übrig geblieben sind seelenlose Marionetten ihrer Berater, übertrainierte Handlanger der politischen PR-Söldner und Rasputins der Medienbranche. Und nun wollt Ihr Euch wie neu gründen?

Pam oida, die Richtung stimmt, Freundschaft.

Gerald Grosz 

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4 Kommentare

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  • Wie immer genau auf den Punkt gebracht. Diese Marionetten der SPD kann doch Niemand mehr ernst nehmen. Wie die Grünen sind sie reine NGO-Parteien.

  • Momentan gibt es keine ehrlichere Partei als die SPD, sie geben keine Versprechungen, sondern sagen dem Bürger ins Gesicht, dass er für sie nur der letzte Abschaum ist, wer sie trotzdem wählt, der ist wohl Masochist. Laut neuesten Aussagen der SPD hat das Volk doch keine Sorgen und Nöte und besteht eben nur aus überflüssigem Pack. Also wer momentan SPD wählt, der muss sich fragen ob er wirklich zur Elite gehört oder zu ihren Sklaven, die SPD ist ja mittlerweile laut ihrer eigenen Aussagen die elitärste Kapitaleugenikerpartei, da kann man sich nicht beschweren, dass man betrogen wurde, sie sagen es ja frei raus. Was mich wundert ist: Haben wir wirklich 16% Manager, SPD-Mitglieder und Bänker hier im Land, oder woher kommen diese 16% SPD in den Umfragen?
    Es gibt keinen Unterschied zwischen CDU und SPD, keinen, im Gegenteil, alle wahren Sozialisten gingen damals unter Schröder zur Linkspartei.

  • Recht hat er. Doch über die Art und Weise des Vortrags (vortragens) sollte er mal nachdenken. Die Gesichtskirmes, Lautstärke, länger als ein paar Minuten halte ich das nicht aus.

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