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Es ist die aufreizend, hübsche Frau, die von der Bildfläche soll. Es ist der Punkt, an dem sich Feminismus und Islamismus am nächsten kommen. Der einzige Unterschied: Im Feminismus zensieren Frauen, im Islamismus die Herren.

Birgit Kelle | Twitter

Und wieder einmal ist es ein Mann, der über das „Wohlergehen“ von Frauen entscheidet. Ja mehr noch, Marco Baldi, Geschäftsführer des Bundesliga-Basketballvereins Alba Berlin, bestimmt sogar, was Frauen tun dürfen und lieber lassen sollten. Hochleistungsgymnastik, im Basketball „Cheerleading“ genannt, ist bei „Alba Berlin“ nicht mehr drin, Baldi: „Wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass das Auftreten junger Frauen als attraktive Pausenfüller bei Sportevents nicht mehr in unsere Zeit passt.“
Eine sonderbare Aussage. Nach der Logik würden ja ältere und weniger attraktive Damen als „Pausenfüller bei Sportevents“ in unsere Zeit passen.

Unsere Welt wird von Tag zu Tag grauer

Tatsächlich aber, passt die Abschaffung der Cheerleader in unsere Zeit, die von Tag zu Tag grauer wird. Wir leben in einer Diktatur des Mittelmaßes. Alles, was überdurchschnittlich ist, ob Schönheit oder Klugheit, soll gleichgemacht werden. Das geht schon in den Schulen los, wo Hochbegabte neben Analphabeten sitzen (müssen). Längst legendär auch der Vorschlag von Marianne Burkert-Eulitz auf Miss-Wahlen weniger attraktive Menschen zuzulassen: „Jugendliche, die nicht groß und schlank sind, werden ausgegrenzt.“    
Das sei, so die familienpolitische Sprecherin der Grünen in Berlin, nicht mehr zeitgemäß: „Wir leben in einer vielfältigen und heterogenen Gesellschaft, die ein anderes Menschenbild lebt.“
Nicht mehr zeitgemäß sind heute auch Bikini-Runden bei Miss-Wahlen. Es gibt sie nicht mehr. Weder bei der Miss Germany-, noch bei der Miss Amerika-Wahl. 
Auch die „Grid-Girls“, die Fahnen schwenkenden Mädels am Start der Formel 1, wurden ersatzlos gestrichen. Und dann kam auch noch das Aus für nackte Schönheiten im Playboy. Ausgerechnet. 

Zur erwähnter Gleichmacherei passt auch der Vorschlag von Horst Seehofer (CSU): „Wenn die Besetzung nur mit Frauen als nicht mehr zeitgemäß empfunden wird, könnten wir das verändern“, so der Bundessportminister gegenüber der „BILD am Sonntag“. Gemischte Teams könnten „auch viel stärker unsere Gesellschaft und die Zusammensetzung der Fans abbilden“.
Als Nächstes wird dann gefordert, dass auch Rentner, Transsexuelle und Rollstuhlfahrer mittanzen.

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Die neuen Sittenwächter kommen aus linker Richtung

Das Interessante ist, dass die neue Prüderie heutzutage eher selten aus konservativer Richtung kommt, die „Politisch Korrekten“ und die Feministinnen haben die am Hergebrachten festhaltenden Menschen als Sittenwächter überholt. Das liegt wohl daran, dass all das, was von den moralinsauren Linken ausgemerzt werden soll, für die Konservativen längst Normalität geworden ist.    

Das Credo des Playboys hieß einst: „Alles, was Männern Spaß macht“. Die linken Sittenwächter haben es verlängert: „Alles, was Männern Spaß macht, muss verboten werden!“ 

Die gute Nachricht: Selbst vielen Linken wird der ganze Quatsch langsam zu viel. Eine Umfrage in der FAZ, ja nicht unbedingt als rechtes Kampfblatt bekannt, ergab: Über 70 Prozent der Leser finden es „schade“, dass die Alba Berlin ihre Cheerleader rausgeschmissen hat.
Und Johanna Dürrholz, Kolumnisten der FAZ und Basketballspielerin fragt: „Warum nicht einfach Menschen tanzen lassen?“ 

Die Letzte macht das Licht aus

Eben. Und überhaupt: Was die Cheerleader von Alba Berlin 25 Jahre lang leisteten, war ja viel mehr, als so ein bisschen mit den Hüften zu wackeln. Es war Hochleistungssport. Mehrmals wurden sie Europameisterinnen im Cheerleading. Waren damit weitaus erfolgreicher als die Berliner Männer im Basketball.
Die Entscheidung von Alba-Chef Baldi ist alles andere als frauenfreundlich, sie ist zutiefst frauenverachtend. Er degradiert Hochleistungssportlerinnen zu Pausenclowns mit hübschen Gesichtern und knackigen Körpern.

Valesca Stix, Trainerinnen der Cheerleaderinnen kann ihre Bestürzung nur mühsam verstecken, der dpa sagte sie: „Ich kann verstehen, wenn man sich umorientieren möchte, aber die Begründung finde ich falsch.“

Ihre Schützlinge lassen ihre Traurigkeit in den sozialen Netzwerken raus. Eine Annie veröffentlichte auf ihrem Instagram-Kanal eine Montage aus den Endszenen amerikanischer Serien und unterlegte sie mit einem Monolog eines jungen Arztes, der zum Abschluss von „Scrubs“ noch einmal durch seine Klinik geht.
Plötzlich sieht man Annie. Wie sie ein letztes Mal auf den Sitzen der Mercedes-Benz-Arena sitzt und mit einem Pompom in der Hand noch einmal durch die Halle geht.
Wie sie das Licht ausmacht.

Wie grau und traurig sie ist, unsere schöne neue Welt. 

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7 Kommentare

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  • Auf dem Instagram-Post von Alba ist die Reaktion 50/50… da sieht man wieder, dass die meisten den Knall nicht mehr hören.
    Wenn man nicht mehr selber denkt kann man auch nicht verstehen, dass man mit solchen Entscheidungen einer ganzen Sportart schadet.

  • Auf Miss-Wahlen nur noch Frauen des Types Merkel,Roth,Künast,AKK und ähnlichen „Schönheiten“zu lassen.

    Als männliche Cheerleaders Macker im ledernen Stringtanga mit gekreuzten Hosenträgern Socken und Sandalen.

  • „Und wieder einmal ist es ein Mann, der über das „Wohlergehen“ von Frauen entscheidet.“ – Das halte ich für großen Unsinn. Der Mann ist nur nicht Manns genug, dem feministischen Druck zu widerstehen und biedert sich lieber dem Zeitgeist an. Warum sollten Männer etwas gegen tanzende Frauen haben? Das Gegenteil ist doch der Fall, und genau DAS paßt den feministischen Männerhasserinnen nicht. Und denen geht der Autor mit seiner Formulierung leider auf den Leim; denn es ist das typisch feministische Narrativ, daß angeblich Männer über Frauen entscheiden würden. In Wirklichkeit entscheiden schon längst einzig Gender-Ideologinnen darüber, was Frauen zu tun oder zu lassen haben.

  • Cheerleader und Boxenluder sind nunmal im Sport ein Anreiz ein Sport anzusehen den man vorher gar nicht so beachtet hat !
    Aber es wird wieder Sexistisch gesehen nur weil sich attraktive Frauen zeigen und auch noch tanzen.
    Da wir mittlerweile in eine Genderidiotie leben werden dann wohl irgendwelche Transen rumtanzen !

  • Bitte nicht das Wort „wir“ in Bezug auf Gendergaga, Ich bin normal und habe nichts mit Gender zu tun und ja…nur meine Verachtung haben diese ! Entartung der Menschen Ende des 19 ten und Anfang des 20 ten jahrhunderts wird sich nach der großen Atom-Explosion wieder normalisieren !

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