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Jörg Sartor ist Bergmann, war 30 Jahre unter Tage. Bereits mit 49 Jahren ging er in den Ruhestand. Seitdem ist er ehrenamtlich für die Essener Tafel tätig, hilft den Ärmsten der Armen. Als er Ende 2017 einen Aufnahmestopp für Ausländer einführte, weil viele junge arabische Männer in der Schlange standen und ältere Menschen beiseiteschoben und beschimpften, hagelte es Kritik aus dem Mainstream, seine Mitarbeiter wurden als Rassisten und Nazis beschimpft, die Räume der Essener Tafel mit Parolen beschmiert.

WOHLSTAND FÜR ALLE? MEHR DAZU AUF 1984 – DAS MAGAZIN

Sartor ließ sich davon nicht beeindrucken, ihm taten nur seine Mitarbeiter leid, die „mit Nazis und Rassismus nichts am Hut haben“. In seinem Buch „Schicht im Schacht“ erklärt der Chef der Essener Tafel jetzt, warum er damals so handeln musste.

„Viele Asylbewerber verstanden überhaupt nicht, dass gewisse Regeln galten, die jeden betrafen.“

Es sei offensichtlich gewesen, so Sartor in seinem Buch, „dass hier zwei unterschiedliche Kulturen aufeinanderprallten“. Manche Ausländer hätten mit ihrer Berechtigungskarte gewedelt, die Mitarbeiter behandelt wie Minderwertige, die sofort springen müssten. Dass es gewisse Regeln gab, die für alle galten, das verstanden die Asylbewerber gar nicht.

Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 75 bis 80 Prozent der Tafel-Kunden ohne deutschen Pass, das Gleichgewicht von Deutschen und Migranten „empfindlich gestört“. Die Rentner, bei denen Sartor nachhakte, hatten schlicht Angst vor den Migranten. „Da traute ich mich nicht mehr hin und hab den nächsten Bus nach Hause genommen“, berichtete eine ältere Dame den Mitarbeitern der Tafel.

„Damals war es ganz natürlich, dass man gegenseitig über seine Herkunft frotzelte“

Jörg Sartor redet gern Tacheles, lässt sich von der politischen Korrektheit des Mainstreams nicht beeindrucken – ein echtes Ruhrpott-Original eben. Wenn er als Kind seine Großmutter besuchte, zog es ihn zu den Italienern, die er „Spaghettifresser“ nannte und die ihn als „Kartoffelköpp“ bezeichneten. Niemand regte sich darüber auf, niemals gab es ernsthaften Streit.

Diese Zeiten sind längst vorüber. Gut, dass es heute so mutige Menschen wie Jörg Sartor und seine Tafel-Mannschaft gibt.

Jörg Sator mit Axel Spilcker: „Schicht im Schacht“ – hier bestellen.

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