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Na, Herr Kurz?

Erinnern Sie sich noch an die Iden des Mai, als ein politisches Attentat unter der zweifelhaften Regie mafiösen Milieus und unter tatkräftiger Beihilfe noch zweifelhafterer Journalisten Ihren Regierungspartner wenige Tage vor der EU-Wahl wegradieren wollte?

Erinnern Sie sich noch an jene Stunden des 17. Mai, in denen Sie in verständnisvollen Gesprächen und Telefonaten bis in die Nacht hinein hoch und heilig Loyalität und Kollegialität versprachen und ehe der Hahn dann noch zum Krähen kam, eiskaltes Kalkül Ihren überfallsartigen Koalitionsbruch prägte.

Damals waren Sie der Schmachtlappen, der sich theatralisch, peinlich berührt und angewidert zeigte, raschest Meilen vom angeschlagenen Koalitionspartner suchte und die Gunst der Stunde des Hinterhalts nutzte, um in sinn- und nutzlose Neuwahlen zu Lasten ihrer pakttreuen Ex-Partner zu gehen.

Statt illegalen Methoden standzuhalten, statt Ihre Regierung vor untauglichen Angriffen von außen zu schützen, haben Sie dem Druck feig nachgegeben, sich auf den nützlichen Handlanger jener Kräfte reduziert, die eine vom Volk gewählte Regierung stürzten.

Und heute, wenige Monate später, sind Sie nun selbst das Opfer genau derselben Methoden und wahrscheinlich derselben Hintermänner geworden. „Das ist der Fluch der bösen Tat, dass sie fortzeugend immer Böses muss gebären“, schrieb schon Friedrich Schiller. Diese Worte findet man natürlich nicht im Vermächtnis jener schwarzen Landesgruppen, welche sich literarisch mit dem Schatz im Silbersee begnügen.

Ums für Sie verständlicher zu machen, veranschauliche ich es mit Hans Christian Andersens Kinderbüchern. Heute stehen Sie da, wie in des Kaisers neuen Kleidern. Nackt und angreifbar, von Schreddergate ins Hackergate getrieben. Mystifizieren sich in eine Opferrolle, statt mutig das Heft des Handelns und der Transparenz an sich zu reißen, sind defensiver Getriebener, statt offensiver Herausforderer und kämpfen mit der schwindenden Mobilisierung Ihrer durch den Schmutzkübelwahlkampf geschwächten Mitstreiter.

Heute fabulieren Sie von einem „Angriff auf die Demokratie“, angesichts der vermeintlichen Cyberattacke auf Ihre EDV, vor Monaten schwiegen Sie sich vornehm aus, heute sind Sie der Angegriffene, vor Monaten lachten Sie sich über die Angriffe auf andere ins Fäustchen.

Herr Kurz, ein guter Rat von mir: Der Wähler bewertet auch Charakter und Standfestigkeit, denn lieb und schön ist ein Katzerl auch. Aber deswegen wählt man es noch lange nicht!

Gerald Grosz (Bitte seinen YouTube-Kanal abonnieren)

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