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Ich bin Nazi. Ich bin, weiß Gott, nicht stolz darauf, zumal es eine düstere, ja die düsterste Anmaßung überhaupt wäre, das zu behaupten. Schließlich weiß ich, was die Nazis angestellt haben: Sie sind in Kolonnen oder Horden losmarschiert und haben politische Gegner angegriffen. Sie hatten diebisches Vergnügen an der Denunziation. Sie haben Freundschaften verraten und dafür gesorgt, dass ihre Freunde auf LKWs verfrachtet und in Lager gebracht und ermordet wurden.

Sie haben sich über Aufsätze und Bücher gebeugt, nicht des Lesegenusses wegen, sondern um „Stellen“ zu finden, die die Verfasser, im Zweifel Konkurrenten, um Amt und Würden bringen und sozial ächten könnten. Ihre Schriften wurden verbrannt, weil sie nicht der vorgegebenen politischen Linie entsprachen.

Ich habe auch nie einen Menschen denunziert, weil er seinen Geburtstag mit mir unbekannten, aber höchstwahrscheinlich unsicheren Kantonisten gefeiert hat, nach dem Motto: Man weiß ja nie! Besser anzeigen, schon um nicht auf der falschen Seite zu stehen – war bisher nicht mein Bier.

Trotzdem bin ich Nazi. Henryk Broder hat mir geraten, das aufzuschreiben, wir standen auf einem Sommerfest der Zürcher Weltwoche herum, wo auch andere Nazis zugegen waren, zum Beispiel der Kollege Alex Bauer, der von Antifaschisten ins Krankenhaus geprügelt wurde – und wo es Antifaschisten gibt, gibt es selbstverständlich auch Nazis. Das ist wie mit dem Rauch und dem Feuer.

Wir Nazis vermehren uns, um im Bilde zu bleiben, vermehren uns, ergo gibt es auch so viele eifrige Löschhelfer, die sich tatsächlich vermehren wie ein Flächenbrand, ja man könnte den Verdacht haben, dass diese mittlerweile selber Brände legen, um irgendwas zu tun zu haben. 

Den Rest der Kolumne könnt Ihr HIER lesen.

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4 Bemerkungen

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  • Intelligenzfrage: Worin unterscheidet sich ein Gott der nicht zum Bösen versucht werden kann und auch selbst niemanden zum Bösen versucht, von einem Gott der gebeten werden soll nicht zum Bösen zu versuchen ?

    Einer ist HEILIG !

    Und der welcher nicht heilig ist und von welchem das Matthäusevangelium “berichtet” auf dem ist auch der Islam aufgebaut worden (wie auch die Texte betreffs Versuchung/Verführung im Koran berichten).
    Dass Synoptiker auch bei Lukas betreffs Versuchung im “Vater unser” geschwindelt haben, sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Matthäus”Evangelium” das Zentrum des Bösen ist.

    …. also das ist, was im Zentrum die Sache des arianischen Streits gewesen ist.

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