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Gestern fragte mich ein Junge aus Deutschland, der ein paar Tage Urlaub in Cala Ratjada macht, wie mein bester Anmachspruch lauten würde.
Anmachspruch? Hab ich nicht, hat ich nie. Im Normalfall reagiere ich erst auf Blickkontakt, da reicht ein „Hey“ oder ein „Hallo“. 
Damit, so meint mein guter Kumpel, der Anbandel-Experte Maximilian Pütz, würde ich mir so einige Mädels entgehen lassen. Viele würden sich ihr Interesse nicht anmerken lassen, so Max, was stimmen mag, mir aber egal ist. Die „Ich spreche zehn Frauen an, eine wird schon anbeißen“-Methode, habe ich schon immer abgelehnt. 

Es sei denn, ich sehe eine Frau, die mich wirklich umhaut, an einem Ort, der normalerweise nicht fürs Anbandeln gemacht und die Chance groß ist, dass ich sie nie wieder sehen werde. Auf der Straße zum Beispiel oder in einem Supermarkt.  

Worauf wartest du? Ran da!

Dann sage ich: „Du, entschuldige, dass ich dich einfach so anspreche, aber ich würde es mir nicht verzeihen, wenn ich’s nicht tun würde, denn du bist, zumindest optisch, mehr kann ich ja noch nicht beurteilen, die aufregendste Frau, die ich seit langer Zeit gesehen habe, und vielleicht hast du ja Lust mit mir irgendwann einmal etwas trinken zu gehen oder so, hier meine Telefonnummer, ich hab sie dir aufgeschrieben, ganz altmodisch, also ruf mich gern mal an oder schreib mir eine WhatsApp-Nachricht oder Telegram, wie du magst, so, und nun möchte ich dich nicht weiter aufhalten, hab dank für deine Zeit, ach, ich heiße übrigens Oliver.“
Und dann gehst Du.

Ich habe bewusst keine Punkte gesetzt, sie darf gar nicht erst ins Nachdenken kommen, sich irgendwelche Widerworte überlegen.
Das Gute an meiner Methode ist: Sie kommt so gut wie immer gut an. Frauen lieben Überraschendes, Komplimente eh, deinen Mut.
Wichtig ist, dass du deine Zeilen glaubwürdig rüberbringst. Halt dich aufrecht, schau ihr in die Augen, bloß nicht auf die Brüste. Wenn sie das Gefühl bekommt, dass du deine Standardanmache abspulst, bist du raus, bevor du überhaupt drin warst.

Idealerweise personalisierst du deine Zeilen auch noch. Geh auf irgendetwas ein, das außergewöhnlich an ihr ist. Was Unverfängliches, Augen, Sommersprossen, Grübchen, bloß nicht, wie gesagt: „geile Titten“! 
Ich bin ein Lippen-Mann, ich stürz mich gern auf sie …

Flesch im Tinder-Game

Selbstverständlich gibt es keine Garantie, dass sie sich meldet. Aber die Chance ist weitaus höher, als bei jedem ranzigen Anmachspruch dieser Welt.  

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10 Kommentare

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  • Flesch, Deine Lust&Liebe-Artikel – und auch die Breitschultrigkeit, diese trotz zweifelhaften Gegenwindes weiter niederzuschreiben – sind mein persönliches Salz in der Patriotensauppe. Danke dafür. Und: „Ran da!“

  • Das ist immer abhängig von der Situation, dem Ort und dem Eindruck, den man von dem Mädel hat (wie ist sie anscheinend gerade drauf, wie ist sie gekleidet, was trägt sie für Schmuck/Tattoos). Da gibt es keine „Generallösung“!

  • Eben nicht! Man sollte sich nicht verstellen (nicht mehr als nötig), denn, wenn man zu sehr von dem abweicht, was man wirklich ist, dann bekommt man gar nix, denn das merken die Mädels.
    Ich rasier mich nicht – trage seit Ewigkeiten Vollbart.
    Was bedeutet: etwas „Nettes“ anziehen? – Anzug und Krawatte? – Da würde ich vor dem Spiegel über mich selbst lachen müssen, bis der Nachbar die Polizei ruft. – Was ist also „nett“ angezogen? Ein T-Shirt mit `nem Smilie drauf? Da bin ich doch lieber nett ungezogen.
    Trage immer das, was dir selbst gefällt und steht. Hast du dafür keinen Blick, dann isses eh zu spät!
    Einen Hut brauche ich nicht, denn, mein einigermaßen volles, nicht mehr ganz so blondes Haupthaar trage ich zwar kurz, aber es schützt die Rübe immer noch recht gut vor Wind und Wetter. Ich haßte es schon als Kind, mir etwas auf (und in) den Kopf setzen zu lassen. Die Mützen gingen immer „verloren“ … – Meine arme Mutter kaufte zwar immer welche nach, aber, naja … ich verlor sie eben öfter.
    So bin ich. Und ich habe immer noch eine abbekommen!

    Fazit: Sei, wie du bist! Bleib, wie du bist! – Wenn du da keine abkriegst, dann kannst du dich verstellen und anziehen wie du willst, das wird kaum etwas ändern. – Meine Meinung. Meine Erfahrung. – Kein Pünktchen, sondern – Punkt!

  • Die natürlichste Anmache ist, keine direkte Anmache zu machen. Egal ob Mann oder
    Frau. Der erste Blick sieht nur eine schöne Figur, der zweite sollte sich in die Augen des Gegenübers charmant verlieren. Nicht bohrend, nicht starrend, sondern locker in dem man in sich ruht. Ohne Worte, keine Hinweise dem anderen geben, nichts einfordern. Wenn das Gegenüber nach wenigen Minuten die Flucht ergreifen will, dann nützt kein Süßholzraspeln über schöne Körperteile. Das wäre plump und reine Anmache, die sexistisch verstanden wird.
    Der Funke springt meist da rüber, wenn man meint es wäre ein Aufleuchten in den Pupillen des Anderen zu sehen. Ob die Chemie dann später bei einem evtl. Date stimmt, dass entscheidet nicht der Kopf, sondern der Körper selbst.

  • Einen vorgefertigten Zettel mit der Handynummer ihr zu überreichen ist ziemlich einfältig. Eine Frau tickt anders als ein Mann. Sie denkt bei der plumpen Überrumpelung nicht an Sex, sie will auch keine süßen Worte von einem Fremden hören. Sie will erst mal Abstand nehmen und den Mann mit Blicken verfolgen können, wenn er sich mit einer Handynummer die er erst aufgeschrieben hat.,verabschiedet. Ob er ihr gefällt, ob es dann zum Treffen kommt, dass entscheidet die Frau gerne selbst, weil die Aura – Körpersprache vom Mann für sie wichtig ist.

  • Also eine Frau die nicht mal in der Lage ist sich mit einer Schleife die Schuhe zuzubinden,weil sie nur Klettverschluss kann,wird auch andere Mängel haben die du noch nicht sehen aber bald spüren wirst wenn du sie länger kennst.

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