Werbung:

Mit fast diebischer Freude kommentieren manche europäische Zeitgenossen, Meinungsbildner, Haltungsjournalisten und politische Schreibtischtäter die jüngsten grausamen Anschläge in den USA, im knapp 10.000 Kilometer entfernten El Paso/Texas oder im 7.000 Kilometer entfernten Dayton/Ohio. Bequem, oder? Beim täglichen Zeitungsstudium gewinnt man ja fast den Eindruck, dass man sich über die Gewalt auf einem anderen Kontinent regelrecht freut, da man sich jetzt nicht mehr über Bahnsteigwerfer, Schwertmörder, Einzelfalltäter und Vergewaltiger im eigenen Land den Kopf zerbrechen muss, sondern viel lieber über die jahrzehntelange Gewalt in den Vereinigten Staaten eines gegenwärtig als Präsidenten amtierenden Herrn Trump. Und je nachdem auf welcher Seite man politisch steht, dienen die Anschläge als gegenseitige ideologisierte Keule, die jede weitere Diskussion und jegliche Kritik an der Einzelfallpolitik Europas verunmöglichen soll. Die Wahnsinnstaten in Amerika als Maulkorb für Europas Gewalt und Terror. Der Tod von unschuldigen Menschen am anderen Ende der Welt zur Ablenkung vor dem Tod vor der eigenen Haustüre.

Welche grausame Fügung des Schicksals, dass zig ermordete Menschen an beiden Orten dazu missbraucht werden, damit sich ideologisierte rechts- und linksextreme, sprachlich gewaltbereite Individuen hier und heute gegenseitig die Toten und die Gewalt leidenschaftlich aufrechnen können, in berichtens- und nicht berichtenswerte, in gute und schlechte Opfer fein säuberlich aufteilen.

Es ist doch viel angenehmer über den jahrhundertelangen Alltagsrassismus der USA zur parlieren, über Terroristen am anderen Ende der Welt, stundenlang über die Radikalisierung der Gesellschaft zu diskutieren, über liberale Waffengesetze auf dem anderen Kontinent, anstatt sich mit jenen Gefahren innerhalb unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen, die ganz konkret hier und heute, in unseren Ländern, in unseren Städten und Gemeinden Leib und Leben von Mitmenschen kosten.

Schnell vergessen die Hunderte Opfer des Einzelfalls, rasch verdrängt die unzähligen Terroranschläge in Frankreich, Deutschland, Spanien, Großbritannien, der rasante Anstieg der Kriminalitätsraten, umgehend verdrängt die Herkunftsstatistiken in unseren Strafvollzugsanstalten.

Und auch für uns in Europa gilt: Man sieht den Splitter im Auge des Anderen, aber den Balken im eigenen Auge sieht man nicht!

Gerald Grosz (Bitte seinen YouTube-Kanal abonnieren)

Loading...

4 Kommentare

Kommentar verfassen

  • Patrick Crusio war auf der Seite Mylife als registrierter Demokraten Wähler gelistet.
    Nach der Tat wurde die Seite schnell umgeschrieben.Plötzlich wurde aus ihm ein registrierter Republikaner!

    https://luegenpresse2.wordpress.com/2019/08/05/linke-aendern-seite-von-patrick-crusius-von-demokrat-zu-republikanerwalmart-schiesserei-usa-el-paso-texas-oekoterrorist/

    Der 2 Täter war auch registrierter Demokratenwähler,bezeichnete sich als Sozialist(die D. in den USA bestehen zur hälfte aus Linken/Sozialisten und Liberalen) und war natürlich Trump Hasser!Deshalb hört ihr auch nicht so viel über ihn…

  • Danke sehr! Die gleichen Gedanken hatte ich auch! Die Mainstreammedien dachten sich sicherlich:“Gott sei dank, das wir nun darüber berichten müssen!“ Somit brauchen sie sich auch keine Gedanke darüber machen, wie sie die neuesten Säbelmorde wieder klein reden sollen!

  • Es ist doch zur Gewohnheit geworden, dass die Politik mit den Medien die eigene Welt nur mit der rosa Brille sehen will. Was vor der Haustür passiert, dass scheint nicht so wichtig zu sein. Ob im Mittelmeer Leute ertrinken, oder ob im Land Gewalttaten sich mehren, es ist Sommerpause man hat noch mehr Zeit über den Teich zuschauen. Ich glaube der Kanzlerin ist es egal was in der Sommerpause alles passiert. Sie fliegt lieber im privaten Urlaub mit den Bundeswehr- Hubschrauber nach Salzburg. Geschützt durch unsere Steuerabgaben? Wo kein Kläger ist, ist auch kein Richter.

  • Klare Ansagen Gerald.

    Der islamische Fehlglaube ist die größte Gefahr. Und die Matthäusgläubigkeit mit ihrem Hochmut das Trittbrett in den Islam. Leider weiß derzeit einzig die jüdische Elite um meinen auf den historischen Ereignissen aufbauenden Ansatz den Islam aufzulösen…..diese verkrochen sich allerdings in ihrem Hochmut, den Machiasch nicht wirklich suchen zu wollen, sondern in ihrem uralten römischen Feindbildern verweilend keinen Grund suchen zu wollen, ob nicht neben den Lügen der Römer auch WAHRHEITEN VON JEHOSCHUA ZU FINDEN SIND; WELCHE IHN ALS DEN LEGITIMEN MACHIASCH AUSWIESEN !

    Dabei ist es gar nicht schwer, das Matthäusevangelium als das Zentrum der römischen Lügen und als „Trittbrett“ für die Verbreitung der syoptischen Lügen zu erkennen…..

    Damit sind wir wieder beim Gleichnis des Jehoschua über den Balken im eigenen Auge angelangt….

    Dass diese Wahrheit selbst die „Eliten“ der Juden nicht anerkennen wollen zeigt wie sehr Römern damals gelungen ist ihre lügnerische „Wahrheit“ als DIE Wahrheit über Jehoschua zu „gestalten“.

    Diese Juden sehen nicht Jehoschua so wie er in größten Teilen bei Markus, Lukas und vor allem Johannan berichtet wird, sondern sie „sehen“ einzig den „Matthäuschristus“ … also jenen „Christus“, der nicht der Machiasch ist, sondern das Abbild der verdreherischen Wünsche von Römern…

1984 abonnieren

Gib Deine e-Post-Adresse an, um 1984 zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge zu erhalten.

Folge 1984 auf Telegram

Folgt uns auf Twitter

Werbeanzeigen
%d Bloggern gefällt das: